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Noch einmal „Der Garten auf dem Hause“

Textdaten
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Titel: Noch einmal „Der Garten auf dem Hause“
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 27, S. 446
Herausgeber: Ernst Keil
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Erscheinungsdatum: 1873
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[446] Noch einmal „der Garten auf dem Hause“. Der Artikel „Der Garten auf dem Hause“ von H. Jäger in Nr. 23 der Gartenlaube hat an Redaction und Verfasser verschiedene Schreiben veranlaßt. Aus einem derselben theilen wir hier als Ergänzung jener Andeutungen über Dachgärten Auszüge mit. Der Schreiber, ein Herr A. Hofmann zu Pinta in Sachsen, macht uns Mittheilungen über einen von ihm 1869 eingerichteten Dachgarten von über hundertfünfzig Quadratellen Beetfläche, und über hundert Ellen Wege und Plätze von Kies, welcher hauptsächlich mit Nutzpflanzen bebaut wurde. Derselbe lieferte bereits im ersten Jahre fünfzehn Liter Erdbeeren, dazu Erbsen, Bohnen und anderes mehr. Auch Kleinobst wurde gebaut an Himbeer-, Stachel- und Johannisbeersträuchern. Dazu waren einige Blumen nicht vergessen. Selbst Mais (türkischer Weizen) gedieh in diesem luftigen Garten. Die nächste Veranlassung gaben die hohen Dächer von zwei Nebengebäuden, welche Aussicht, Luft und Licht versperrten. Anstatt ein billigeres flaches Dach herzustellen, kam der Besitzer auf den Gedanken, einen Garten darauf anlegen, und er nennt dies das billigste aller Dächer. Der Eingang geht durch das zur Thür eingerichtete Küchenfenster. Diese Dächer haben ungefähr einen Zoll Fall auf die Länge eines Fußes, eine Steigung, welche wenig bemerkbar ist, und doch den Abzug des Wassers vermittelt. Ueber den bewohnten Räumen ist ein diese Dachneigung bezweckender Hohlraum unter der Gartenfläche. Die Bewässerung wird durch die städtische Wasserleitung bewirkt.

Obschon der Einsender dieser Mittheilungen besonders den Nutzen und seine Freude an Erdbeeren betont, so fügt er doch hinzu, daß auch er den hauptsächlichsten Genuß des Dachgartens im Genuß von freier Luft „im Grünen“, in der Benutzung als Spiel- und Tummelplatz für die Kinder, als Erholungsort für Erwachsene unmittelbar an der Wohnung erkennt. Er würde nach Befriedigung dieser Liebhaberei an Beeren hauptsächlich Grasplätze auf dem Hause anlegen. Somit kommt er der Idee des Verfassers des beregten Artikels, trotzdem er das Gegentheil ausführte, ganz nahe.