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Muthübungen sind wichtige Erziehungsmittel

Textdaten
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Autor: Dr. Moritz Schreber
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Titel: Muthübungen sind wichtige Erziehungsmittel
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 46, S. 727-729
Herausgeber: Ferdinand Stolle
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1860
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
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[727]
Muthübungen sind wichtige Erziehungsmittel.
Von Dr. Moritz Schreber in Leipzig.

Zum Leben gehört Muth. Er ist die Bedingung für glückliche Durchführung des praktischen Lebens, wie auch für sittliche Veredelung. Ist der Muth da, so ist auch schon die erste Hälfte der That geschaffen. Mit edler oder mindestens unschuldiger Gesinnung verbunden führt er in allen Beziehungen aufwärts, von einer Stufe des Gelingens zur andern. Fehlt aber der Muth, so [728] bleibt das Leben nicht nur ein überall gedrücktes, beengtes, sorgenvolles, sondern der Mensch wird auch, selbst bei bester Gesinnung, seinen höheren Lebensaufgaben unendlich Vieles schuldig bleiben. Er ist daher in allen Lagen des Lebens eine Grundbedingung des wahren Lebensglücks.

Gleich allen körperlichen und geistigen Kräften beruht auch der Muth auf organischer Grundlage, und zwar auf einer gewissen Festigkeit des Nervensystems, zunächst also auf Gesundheit. In kranken Tagen ist der Mensch muthärmer, als unter übrigens gleichen Umständen in gesunden Tagen, d. h. sein noch so starker und geübter Wille wird den Muth, wenngleich immer noch viel höher als beim ungeübten geistigen Schwächlinge, doch nie bis zu demselben Höhepunkte zu steigern vermögen, als ihm dies in gesunden Tagen gelingt. Dasselbe ist der Fall, wenn langedauernde Entziehung von Nahrung, von Schlaf, Ueberanstrengung der Kräfte, oder das Gegentheil, das Uebermaß von Nahrung, Schlaf und von Trägheit (Uebungslosigkeit) der Kräfte, sowie andere erschöpfende Einflüsse den Organismus geschwächt haben.

Bei all dem kann aber der gesündeste Mensch doch der furchtsamste, feigste Mensch sein, denn der eigentliche Muth wird erst erworben. Nächst jener organischen Vorbedingung gehört also, wie bei allen dem Willen unterworfenen Kräften, noch Selbstthätigkeit, Uebung hinzu, um in den Besitz des Muthes zu gelangen.

Wir wollen uns noch etwas klarer zu machen suchen, was wir unter Muth zu verstehen haben.

Wir meinen hier nicht den auf blinder Unkenntniß der scheinbaren oder wirklichen Gefahr beruhenden fälschlich so genannten Muth, auch nicht den auf niedrige oder rohe Ziele gerichteten oder den aller Ueberlegung baaren plumpen, tollkühnen Muth, denn den hat auch – der Mameluck, sondern wir meinen die wissentliche und überlegte Nichtachtung und Bekämpfung der Gefahr zu Gunsten höheres Strebens, den auf vernünftige und edle Zwecke gerichteten klarbewußten Muth. Muth ist die standhafte und für jedes edle Ziel thatbereite Willenskraft, also eine hohe Tugend und zugleich die Stütze aller übrigen Tugenden. Die mit schlechten Beweggründen verbundene Willensstärke ist Trotz oder Frechheit.

Von Natur ist der Mensch (also der rohe Naturmensch und das Kind) weder furchtsam noch muthig, d. h. er ist frei von gedachter Furcht, aber ohne activen, selbstbewußten, selbsthandelnden und schaffenden Muth. Er duselt in das Leben hinein, seinem blinden Instincte folgend. Auf einer höheren Lebensstufe angelangt, die Gefahren des Lebens erkennend und vielfach voraussehend, wird er entweder muthig oder er wird furchtsam, je nachdem er in der Kraft des Muthes sich übt oder nicht. Uebung ist die Mutter jeder Vervollkommnung. Die Uebung, Bildung, Kräftigung, Veredelung des activen Muthes fällt mit der des Willens (der Willensorgane des Gehirnes) zusammen.

Um muthigen Sinn in dem Kinde zu entwickeln, muß zeitig, schon im zartesten Alter begonnen werden.

Die erste und allgemeinste Vorbedingung für Entwickelung des muthigen Sinnes ist die, daß man das Feld vollkommen rein erhält vom Gegensatze des Muthes, von aller Art Furcht, Schreckhaftigkeit, weichlicher Empfindelei, übertriebener Scheu vor unangenehmen, aber an sich unschädlichen Sinneseindrücken, durch Anblick und Nähe gewisser Thiere, Geräusche, Temperaturdifferenzen u. s. w., sowie überhaupt von allen die geistige Kraft lähmenden Einflüssen. Vor Allem muß der natürliche passive Muth ungetrübt erhalten werden, ehe man an erfolgreiche Entwicklung des activen Muthes denken kann. Man darf die Furcht mit ihrem Gefolge nicht einziehen lassen. Des Kindes Seele ist ein weicher Boden. Jedes hineingeworfene Samenkorn haftet. Vor allen ist es das Samenkorn der Furcht, welches leicht und schnell haftet und die tiefsten, oft nie wieder austilgbaren Wurzeln schlägt, weil hier das Gefühl der noch vorhandenen Schwäche und der Mangel an Ueberlegung ausnehmend empfänglich macht. Furchterregende Eindrücke sind also die gefährlichsten Gifte für das kindliche Seelenleben.

Versetzen wir uns mit dieser Anschauung in die Kinderstuben, so machen wir darin meistentheils traurige Betrachtungen und finden hier den Keimboden von oft lebenslanger Erbärmlichkeit des Charakters, von Kleinmuth und aller Art Willensschwäche, von vorurtheilsvoller und abergläubischer Dummheit bei aller Aufklärung im Uebrigen, von sogenannter Nervosität, Hypochondrie, Hysterie etc. Hier sucht eine unverständige Wärterin durch weichliche (kraftnehmende statt kraftgebende) Hätschelei ihre verderbliche Affenliebe zu beweisen, dort – weil vernünftige Zuchtmittel im Hause unbekannt sind – durch Drohung mit schwarzen Männern und anderen Popanzen sich zu helfen oder durch Mittheilung von haarsträubenden Erzählungen, Gespenstergeschichten oder Märchen (die letzteren sind, auch wenn sie poetischen Werth haben, nur für Kinder des reiferen Alters am Platze) die Kinder zu amüsiren oder vielmehr – geistig zu vergiften. Wieder wo anders schrickt die nervöse Frau Mama bei unerwarteten Geräuschen oder bei Blitz und Donnerschlag in Gegenwart der Kinder heftig zusammen oder schreit laut auf, anstatt die Auffassung der Kinder nur für die Großartigkeit und Erhabenheit solcher und ähnlicher Naturphänomene zu gewinnen, etc. Solchen nervösen Müttern und unbedachten Eltern möchten wir zurufen: Wer seinen Kindern zu Liebe die eigenen Schwächen nicht beherrschen kann, der entziehe sich wenigstens in allen Situationen, die das Hervortreten solcher Blößen vermuthen lassen, soviel wie möglich dem Wahrnehmungskreise der Kinder, denn euer Beispiel ist es besonders, das sich in allen Beziehungen in der Seele des Kindes unauslöschlich abdrückt, so oder so!

Mit Fernhaltung der angedeuteten Furchteindrücke gehe die Forderung des eigentlichen activen Muthes, die Vornahme der Muthübungen, Hand in Hand, und zwar in sanfter Allmählichkeit den Kräften, der Altersstufe und vorausgegangenen Gewöhnung entsprechend, denn jeder natürliche Entwickelungsgang ist ein allmählich aufsteigender. Besonders gegen das reifere kindliche Alter, das 8., 10., 12. Jahr, treten die activen Muthübungen in den Vordergrund, während natürlich auch fernerhin noch auf mögliche Störungen durch Furchteindrücke geachtet werden muß, die, wenn sie ja stattgefunden, alsbald gründlich entwurzelt werden müssen.

Wenn das jugendliche Leben nicht durch Blasirtheit, Weichlichkeit, widernatürliche Etikette oder erdrückenden Schulzwang eingeengt wird, so bietet sich überall die reichste Gelegenheit zu entsprechenden Muthübungen: im jugendlichen Spiele, im Springen, im Klettern, in praktischen Leistungen aller Art, besonders wo es zugleich dem Wohle Anderer gilt, bei Knaben in harmlosen Kampfübungen etc.

Gebt den Kindern nur Freiheit unter elterlichem Auge, unterstützt und feuert an die schwachen und schüchternen, zügelt die übermüthigen – und der Muth wird in ihnen wachsen und reifen von einer bestandenen Probe zur anderen. Sie sollen, je älter sie werden, mehr und mehr die Gefahren des Lebens kennen, aber soweit möglich durch eigene Kraft abwenden und überwinden, nicht aber vor den überwindbaren fliehen, auch das unvermeidliche Ueberkommen unbesiegbarer Gefahren mit Festigkeit und Besonnenheit ertragen lernen.

Selbstverständlich wird bei allen Muthproben der Kinder auf gleichzeitige Besonnenheit und angemessene Vorsicht und da, wo es ernsten Gefahren gilt, auf die nöthige Eingrenzung des muthigen Sinnes zu achten sein. Nur ist dabei in Anschlag zu bringen, daß eine Menge von Gefahren, welche der verweichlichte, furchtsame und durch die Furcht geblendete und gelähmte Schwächling als solche noch betrachten muß, für den Muthigen, Entschlossenen, körperlich und geistig Gewandten in Wirklichkeit gar nicht mehr existiren, daß Muth, Gewandtheit und Sicherheit in Gefahren, denen ja selbst das bewachteste Leben stets ausgesetzt bleibt, eben nur durch Uebung erlangt werden, daß bei jedem Zusammenstoße im Leben der Muth an sich schon halber Sieg ist, und endlich, daß nach alter Lebenserfahrung – Gott den Muthigen am meisten beschützt.

Muth und Selbstvertrauen sind ja nicht blos wichtig als Schutz gegen Gefahren, sondern auch als die Haupttriebfedern aller Thatkraft, folglich der Lebensbestimmung überhaupt. Auf Entwickelung der eigenen Kraft ist das ganze menschliche Leben berechnet. Die Grundbedingungen dazu sind Muth und Uebung. Ihrer bedarf in vollstem Maße der Knabe, in einem nach dem Charakter der Weiblichkeit zu bemessenden Grade das Mädchen.

Wie Furcht, Kleinmuth und Aengstlichkeit die Lebenstüchtigkeit verringern, den Lebensgenuß auf jedem Schritte verbittern, Schwäche und Sünde zugleich sind, so ist umgekehrt der muthige Sinn der mächtigste Hebel für Lebenstüchtigkeit und Lebensglück. Dies erkennt Jeder, der nur ein wenig darüber nachdenkt. Er wird dabei aber auch herausfühlen, daß der muthige Sinn zugleich die Bedingung sittlicher Veredelung ist. Diesen letztgenannten und höchsten [729] Werth des muthigen Sinnes wollen wir uns durch ein paar Hinweise näher vor die Augen führen.

Ein Mensch, der sich einmal gewöhnt hat, die Bewährung des Muthes als unbedingten Ehrenpunkt in sich aufrecht zu erhalten und darin einen wesentlichen Theil seiner Würde und Selbstzufriedenheit zu finden, wird den Muth nach allen Richtungen hin zu bewähren suchen, sowohl in der Richtung auf den Kampf mit äußeren Hindernissen und Widerwärtigkeiten, als auch in der Richtung auf den Kampf mit den eigenen geistigen Mängeln, Schwächen und Fehlern. Er wird sich jeder Art von Kleinmuth, Verzagtheit, Schlaffheit, aber auch jeder Niedrigkeit der Gesinnung, der Falschheit, Heuchelei und besonders der Lüge schämen, denn ihm sagt sein Gewissen, daß die Lüge die allerverächtlichste Art der Feigheit ist. – Ferner: Wohl ist es hoher Muth, für Pflicht, Wahrheit, Recht und Ehre unter allen Umständen felsenfest zu stehen oder im heißesten Schlachtgetümmel kämpfend den Tod zu verachten. Aber ein noch höherer Muth ist die standhafte und nie murrende Erhebung über unabänderliche schwere und besonders durch ihre Dauer schwere Schicksale, der in den schwersten Lagen ausdauernde Muth. Wer aber den großen Schmerz, den großen Kampf siegreich bestehen will, der muß seine Kraft erst an den kleinen Schmerzen und Kämpfen geübt und gestärkt haben. So führt der Muth zu sittlicher Veredelung. Ein Mensch, von der besten und reinsten Gesinnung beseelt, aber dabei muthlos, wird, wenn es gilt die schwersten Proben dieser seiner Gesinnung zu bestehen, unterliegen, nur der muthige wird siegen. Der Steuermann und der Held bewährt sich nicht bei ruhiger See und im Frieden – da sind wir Alle Helden, – sondern im Sturme und Kampfe.

Die erzieherische Einwirkung wird also stets auf die Entwickelung und Befestigung eines solchen Sinnes gerichtet sein müssen, bei welchem zwar jede frevelnde Tollkühnheit und leere Muthprahlerei ausgeschlossen ist, dagegen, je nach den verschiedenen Anforderungen und Stellungen des Lebens, der würdige, sich über Alles erhebende Muth nie fehlen kann, wo ihn vernünftige, und besonders, wo ihn edle Zwecke verlangen.

Zur Erreichung dieses Erziehungszieles – der Heranbildung des auf Festigkeit des Nervensystems beruhenden edlen, festen Willens und Muthes, glücklicher Geistesgegenwart, schneller Entschlossenheit, rüstiger Thatkraft – ist aber durchaus erforderlich:

Erstens, daß dazu alle die oben angedeuteten tausenderlei kleinen Dinge fleißig benutzt werden, wozu sich im Laufe des täglichen Lebens gerade Gelegenheit finden läßt, und zwar in je entsprechender Weise schon vom zarten Kindesalter an. Denn wollt Ihr die Muthübungcn erst den ernsten, wichtigen Fällen, den Fällen der Noth überlassen, erst von diesen Alles erwarten, so ist es zu spät. Der Affect des Augenblickes findet keinen vorbereiteten Sinn, wirkt betäubend und lähmt dadurch jede mögliche Selbsthülfe. Der hinterlassene Eindruck der Bestürzung, Schwäche und Hülflosigkeit vermehrt die Furcht, während der muthgeübte Mensch aus dem Bewußtsein gelungener Erhebung über den Affect und aus dem Bewußtsein der Fähigkeit, die Gefahr zu besiegen, neuen Zuwachs seines Muthes gewinnt.

Zweitens ist dazu erforderlich, daß man die Kinder des reiferen Alters mit Behutsamkeit und allmählicher Steigerung an starke und überraschende Eindrücke gewöhnt, hier und da in kleine, berechnete Gefahren verwickelt und soweit als möglich sich selbst helfen läßt. Aengstliche Eltern glauben sich durch möglichste Vermeidung jedes Risico’s am besten gegen Selbstvorwürfe zu wahren, bedenken aber nicht, daß sie durch Umgehung eines nur eingebildeten nächstliegenden Nachtheiles ihren Kindern einen sicheren und ungleich wichtigeren lebenslänglichen Nachtheil zufügen, daß sie durch Einflößung ihres ängstlichen Sinnes und dessen bleibende Fortwirkung eine weit schwerere Verantwortung, eine wirkliche Versündigung auf sich laden, daß die Aengstlichkeit an sich die größte Gefahr ist, daß der ängstliche Mensch Gefahren sieht, wo keine sind, und allen unausweichlichen wirklichen Gefahren weit eher zum Opfer wird, als der im muthigen Sinne geübte Mensch.

Nach Ueberschreitung des Kindesalters bedarf besonders der Jüngling noch fernerer und höherer Muthübungen. Die Zeit braucht Männer. Soll der Jüngling zum lebenstüchtigen Manne reifen, so darf die Schule der Männlichkeit nicht mangeln. Und doch, wie wenig bieten unsere modernen Lebensverhältnisse dazu Gelegenheit! Wie unauslöschlich dieser Drang der männlichen Jugend, in Muthproben sich zu bewähren und so männlich zu reifen – davon geben die Turniere der alten Zeit und die modernen Turniere (die Duelle der studirenden Jugend), welche trotz Gesetzesstrenge fortbestehen, ein Zeugniß. Mir scheint, daß weise Regierungen diesen edlen Drang, anstatt ihn ganz verkümmern oder auf Abwege gerathen zu lassen, vielmehr nähren und benutzen sollten zu gleichzeitiger Förderung des Gemeinwohles, z. B. durch Organisation von Rettungs-Mannschaften für Feuersbrünste, Ueberschwemmungsnoth und alle Art allgemeiner Unglücksfälle, von Schutzwehr-Mannschaften zur Erhaltung der öffentlichen Ordnung, zur Verwendung nach innen und außen u. dergl. – Körperschaften, die aus allen Kreisen der dem Militärdienste nicht unterworfenen Jünglings-Altersclasse zu bilden wären. Die Turnanstalten, welche hauptsächlich die Kraft und Gewandtheit entwickeln, würden, bei ihrer hoffentlich immer weiteren Ausbreitung, mit solchen Anstalten, die den Muth nach allen Richtungen hin entwickeln, trefflich zusammenwirken, um edlen männlichen Geist zum nationalen Gemeingute zu machen.

Freilich ist dabei stets im Auge zu behalten, daß auch die besten Einrichtungen des Staates nur dann gedeihen können, wenn sie von unten getragen und von allen Seiten entgegenkommend gefördert werden. Ein gesunder Staat baut und verjüngt sich nicht von oben herab, sondern von unten herauf, von der Wurzel, vom Boden der Familie aus. Von hier aus wollen wir, die Väter und Mütter, richtig und tüchtig bauen. Wir wollen an der soliden Grundlage des Staatsgebäudes unbeirrt und unverdrossen bauen. Wir bauen langsam, aber sicher und fest. Ob Diejenigen, welche den Bau von oben herab regieren, richtig bauen, wird dann davon abhängen, ob sie mit uns bauen. Wer von da oben mit uns baut, dem reichen wir vertrauensvoll die Hände. Ueber Alle von oben und unten richtet der Geist der Geschichte, der das ewig Wahre und Gute schließlich immer zum Siege führt, alles Andere wie hohle Spreu verweht – richtet der Geist, der das All durchdringt!