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Titel: Mac Mahon
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aus: Die Gartenlaube, Heft 47, S. 791
Herausgeber: Ernst Keil
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Erscheinungsdatum: 1870
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[791] Mac Mahon. Von allen Marschällen und Generälen, welche dem französischen Exkaiser gedient haben und von denen nicht jeder den Anspruch auf den Namen eines „honetten“ Mannes zu machen vermag, ist Mac Mahon dadurch ausgezeichnet, daß selbst nach der für Deutschland so glorreichen Capitulation von Sedan seine Feinde keine Verdächtigung seines Charakters oder seiner Tapferkeit wagen durften. Es wird unsere Leser darum interessiren, zu erfahren, daß die Mutter des genannten Mannes eine Deutsche war und daß dieser selbst somit halb ein Sohn des Landes ist, dessen Bekriegung für ihn so verhängnißvoll werden sollte. Nach einer Version, die augenblicklich durch mehrere Zeitungen geht, war der Vater des Marschalls als französischer Kriegscommissair 1807 in Hannover im Hause des Medicinalraths Hurlebusch einquartiert, wo er dessen Nichte Emilie, die verwaiste Tochter des ehemaligen kurhannoverschen Hauptmanns Behne, kennen und lieben lernte. Seine Liebe ward erwidert, und seinem Muthe gelang es, die Geliebte, die man wider ihren Willen vor ihm nach Rinteln an der Weser geflüchtet hatte, nach Hameln und von dort nach Frankreich zu entführen. Hier wurde Emilie Behne die Gattin des Kriegscommissairs Mac Mahon und gebar ihm 1809 einen Sohn, den nachmaligen tapfern französischen Marschall M. Ed. Maurice Patrice Mac Mahon, Herzog von Magenta.