Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Seebach“ in Meyers Konversations-Lexikon
Seite mit dem Stichwort „Seebach“ in Meyers Konversations-Lexikon
Band 14 (1889), Seite 802
Mehr zum Thema bei
Wikisource-Logo
Wikisource: [[{{{Wikisource}}}]]
Wiktionary-Logo
Wiktionary:
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Indexseite
Empfohlene Zitierweise
Seebach. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 14, Seite 802. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Seebach (Version vom 13.09.2022)

[802] Seebach, 1) Marie, Schauspielerin, geb. 24. Febr. 1834 zu Riga aus einer Künstlerfamilie, betrat schon als Kind die Bühne, besuchte das Musikkonservatorium zu Köln, um sich zur Opernsängerin auszubilden, wandte sich später dem Schauspiel zu und wirkte zunächst als Soubrette auf den Bühnen zu Lübeck, Danzig und Kassel mit Erfolg, bis der Drang nach der Gestaltung idealer Charaktere in ihr erwachte. Am Thaliatheater in Hamburg wurde sie bereits nach der zweiten Rolle (Gretchen) engagiert, und nach einem glänzenden Gastspiel in Wien, worauf die Münchener Mustervorstellungen unter Dingelstedt (1854) folgten, war ihr Ruf als tragische Schauspielerin gegründet, der durch das darauf folgende Engagement am Burgtheater sowie durch zahlreiche Gastspiele zur höchsten Bedeutung anwuchs. In Hannover, wo sie später engagiert war, vermählte sie sich 1859 mit dem Sänger Niemann (s. d.) und folgte ihm 1866 nach Berlin. Bald darauf von ihm geschieden, gab sie von neuem Gastspiele in Petersburg, Holland und 1871 in Amerika und lebte auch in den folgenden Jahren auf Gastspielreisen, bis sie 1886 Mitglied des königlichen Schauspielhauses in Berlin wurde. Ihre Hauptrollen in ihrer Glanzzeit waren: Gretchen, Klärchen, Ophelia etc.

2) Karl von, Geolog, geb. 13. Aug. 1839 zu Weimar, studierte in Breslau, Göttingen und Berlin, bereiste 1861 Rußland, 1862 England und 1864–65 Costarica (Bericht in „Petermanns Mitteilungen“), 1866 das Ägeische Meer (besonders Santorin) und wurde 1863 Professor in Göttingen, wo er 21. Jan. 1878 starb. Außer einigen populären Vorträgen („Vulkan von Santorin“, „Wellen des Meers“, „Zentralamerika und der interozeanische Kanal“) in der Virchow-Holtzendorffschen Sammlung[WS 1] schrieb er: „Konchylienfauna der weimarischen Trias“ (Berl. 1862); „Der hannöversche Jura“ (das. 1864); „Typische Verschiedenheiten im Bau der Vulkane und über deren Ursache“ (das. 1866); „Über den Vulkan von Santorin“ (Götting. 1867); „Das mitteldeutsche Erdbeben vom 6. März 1872“ (Leipz. 1873). Vgl. Klein, Zur Erinnerung an K. v. S. (Götting. 1880).

Anmerkungen (Wikisource)