Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Galvāni“ in Meyers Konversations-Lexikon
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Band 6 (1887), Seite 870
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Galvāni. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 6, Seite 870. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Galv%C4%81ni (Version vom 11.04.2021)

[870] Galvāni, Luigi, Naturforscher, geb. 9. Sept. 1737 zu Bologna, studierte anfangs Theologie, später Medizin, wurde 1762 Professor der Medizin zu Bologna und 1775 der praktischen Anatomie daselbst. Der Beifall, den seine Abhandlung „De renibus atque urethris volatilium“ fand, führte ihn zu dem Entschluß, die Physiologie der Vögel zu bearbeiten; doch beschränkte er sich später auf die Untersuchung ihrer Gehörwerkzeuge. Ein Zufall führte ihn 6. Nov. 1780 zur Entdeckung des nach ihm benannten Galvanismus (s. d.), worüber Du Bois-Reymond im 1. Band seiner „Untersuchungen über tierische Elektrizität“ (Berl. 1848) berichtet. Da er während der Revolution den Beamteneid zu leisten sich weigerte, verlor er sein Amt, wurde jedoch bald wieder eingesetzt und starb 4. Dez. 1798 in Bologna. Er schrieb außerdem: „De viribus electricitatis in motu musculari“ (zuerst in den „Commentariis academiae Bononiensis“, 7 Bde.; dann besonders Modena 1792; übersetzt von Mayer, Prag 1793). Seine sämtlichen Schriften erschienen als „Opere edite ed inedite del Prof. G.“ (Bolog. 1841–42). Vgl. Alibert, Éloge de G. (Par. 1806). Zu Bologna wurde ihm 1879 eine Statue errichtet, ausgeführt von A. Cencetti.