Meyers Konversations-Lexikon
4. Auflage
Seite mit dem Stichwort „Buxtorf“ in Meyers Konversations-Lexikon
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Band 3 (1886), Seite 701
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Buxtorf. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig 1885–1890, Band 3, Seite 701. Digitale Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/wiki/MKL1888:Buxtorf (Version vom 19.06.2021)

[701] Buxtorf, 1) Johann, einer der Begründer der hebräischen und besonders der chaldäischen Studien in Deutschland, geb. 15. Dez. 1564 zu Kamen in Westfalen, studierte zu Marburg, Heidelberg, Basel und Genf, ward 1591 Professor der hebräischen Sprache in Basel und starb 13. Sept. 1629 daselbst an der Pest. Sein wichtigstes Werk ist das „Lexicon chaldaicum talmudicum et rabbinicum“ (von seinem Sohn Johann vollendet, Basel 1640; neu bearbeitet von Fischer und Gelbe, Leipz. 1866–74, 2 Bde.). Vgl. Kautzsch, Johannes B. der ältere (Basel 1879).

2) Johann, ebenfalls Orientalist, Sohn des vorigen, geb. 13. Aug. 1599 zu Basel, folgte seinem Vater 1630 auf dem Lehrstuhl der hebräischen Sprache in Basel und starb daselbst 16. Aug. 1664. Er gab heraus des Maimonides „More Nevochim“ (Basel 1629), dann viele Abhandlungen, Kommentare und Übersetzungen, auch Werke seines Vaters. – Sein Sohn Jakob B., geb. 4. Sept. 1645, war Nachfolger seines Vaters auf dem hebräischen Lehrstuhl und starb 4. April 1704. Seine Handschriften, meist Übersetzungen rabbinischer Schriften, liegen auf der Baseler Bibliothek. – Dessen Neffe Johann B., geb. 8. Jan. 1663, war sein Nachfolger in der hebräischen Professur und starb 19. Juni 1732.