Lulustein auf dem Exercirplatz bei Saarbrücken

Textdaten
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Autor: Georg Arnould
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Titel: Lulustein auf dem Exercirplatz bei Saarbrücken
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 45, S. 753-760
Herausgeber: Ernst Keil
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1871
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originaltitel:
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Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
Siehe auch Lulustein
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[753]
Die Gartenlaube (1871) b 753.jpg

Ein deutscher Denkstein für französische Prinzenthaten.
Nach der Natur aufgenommen von G. Arnould.

[760] Lulustein auf dem Exercirplatz bei Saarbrücken. (Mit Abbildung.) Einen Denkstein der eigenthümlichsten Art hat jetzt wohl Deutschland aufzuweisen; es ist dies der Lulustein auf dem Exercirplatz bei Saarbrücken. Nach Angabe eines gefangenen Franzosen vom 2. August vorigen Jahres hat an dieser Stelle, wo jetzt der Stein steht, Napoleon seinen Sohn die erste Kanone abfeuern lassen. Hier empfing das hoffnungsvolle Kind von Frankreich die Feuertaufe. Hat er sich auch keine Lorbeern errungen, so wird doch dieser Stein zum ewigen Andenken an seine erste Heldenthat bestehen. Der Gedanke, hier einen Stein zu setzen, war der launige Einfall eines Reisenden, welcher die Schlachtfelder besuchte, und zwar eines Veteranen von 1814 bis 1815, Herrn H. H. Baumann aus Bremen. Auf dem Steine steht folgende Inschrift:

 Lulu’s
 erstes Debut
 2ten August 1870,
err. v. H. H. Baumann,
 Vet. v. 1814–1815.

Es vergeht kein Tag, wo nicht dieser Stein von Reisenden besucht wird. Es sind indeß bereits so viele Stücke davon abgeschlagen und aus den Pappeln so oft Andenken herausgeschnitzt worden, daß nächstens weder vom Steine noch von den Pappeln etwas übrig sein wird. Man hat von hier aus eine Aussicht auf St. Johann mit dem Bahnhofe und rechts Saarbrücken.

G. A.