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Titel: Kleiner Briefkasten
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aus: Die Gartenlaube, Heft 1 bis 52
Herausgeber: Adolf Kröner
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1893
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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Heft 1Bearbeiten

[20] E. G. B. . . t in Sebnitz. Besten Dank für Ihre freundliche Mittheilung! Die „Gartenlaube“ entbietet ihrem alten Freunde, der ihr durch die vierzig Jahre ihres Bestehens so wacker Treue gehalten hat, auch an dieser Stelle ihren herzlichsten Gruß, Möge er uns gestatten, daß wir diesen Gruß auch allen anderen widmen, die, wie er, ihr vierzigjähriges Jubiläum als „Gartenlaube“-Leser feiern!

Vier alte Abonnenten in Frankfurt a. M. Sie ereifern sich über das Copyright by etc. an der Spitze des im letzten Jahrgang erschienenen Heimburgischen Romans. Ohne erst mit Ihnen in eine Erörterung über die Gesetze der Höflichkeit einzutreten, bemerken wir, daß dieser englische Vermerk durch die im laufe des Jahres 1892 erlassene amerikanische Copyright-Bill bedingt ist. In der Ihnen so sehr anstößigen Formel liegt die einzige Möglichkeit, einen Roman im Gebiet der Vereinigten Staaten von Nordamerika vor Nachdruck zu schützen.

Heft 9Bearbeiten

[148] F. R. in Nußloch, Baden. Es freut uns herzlich, daß zu den Hunderten, die uns in den letzten Jahren von ihrem ununterbrochenen 25jährigen Festhalten an der „Gartenlaube“ in Kenntniß gesetzt haben, immer neue Freunde von solcher Treue treten. Liegt ja doch darin eine Antwort auf unser Streben, die „Gartenlaube“ unseren Lesern zu einem Hausfreund zu machen, dem die Zuneigung gewahrt wird in guten wie in bösen Tagen trotz aller „Stürme, Leiden und Widerwärtigkeiten“, von denen Sie schreiben. Empfangen Sie unseren Dank und die Bitte, uns auch ferner Ihr Wohlwollen zu erhalten.

H. W. in Göttingen. Vergleichen Sie gefälligst den Jahrgang 1878.

E. Freund. in Rotenburg i. H. Wir haben Ihnen unter obenstehender Adresse auf Ihre Anfrage bereits am 24. Januar brieflich geantwortet, aber der Brief kam als unbestellbar zurück. Ihr Vorwurf fällt daher auf Sie zurück.

Heft 11Bearbeiten

[180] An die Hausfrau, die’s eintheilen muß.

Weißt Du nicht, Hausfrau, daß verschieden
Die Hühner ihre Eier bieten,
Bald reichlich und bald wieder knapp,
So, wie’s der Schöpfer ihnen gab?

Drum wart’, bis ihre Wirkung thut
Des Lenzes warme Sonnengluth,
Dann kannst Du Dich darauf verlassen,
Du findest „Hans in allen Gassen“.

Joh. B. in Parchwitz. Wenn Sie Ihren Jungen im Staatsdienst unterbringen wollen, so finden Sie den besten Rathgeber immer noch in dem alterprobten Buche von A. Dreger, „Die Berufswahl im Staatsdienste“. Erst kürzlich ist eine neue, vierte Auflage davon erschienen (Leipzig, E. A. Kochs Verlagsbuchhandlung).

F.K. in G. Anregende Bemerkungen über die Fortschritte der Technik auf den verschiedensten Gebieten, über humane Einrichtungen in Krieg und Frieden, auch manches hübsche Wort über den Werth treuer Arbeit finden Sie in den „Skizzen aus der Welt der Arbeit“ von Friedrich Bücker (Perthes, Gotha).

Heft 13Bearbeiten

[219] P. Fr. in Hamburg. Mit Freuden erfüllen wir Ihre Bitte, unsere Leser darauf aufmerksam zu machen, daß Marianne Kunhardt, Lehrerin am Waisenhause zu Hamburg, ein Festspiel für Kinder unter dem Titel „Kolumbus“ verfaßt hat, dessen Reinertrag für die Cholera-Waisen bestimmt ist (Verlag von Lübcke und Hartmann in Lübeck).

Fr. Holst in Wien. Besten Dank für die uns nachträglich eingesandten 10 fl. ö. W. Wir haben dieselben alsbald an das Nothstandskomitee für die armen Weber der Grafschaft Glatz weitergesandt.

Leipzig, ohne Namen, mit 5 Mark „für den armen Unglücklichen in Freiberg“. Wir bitten um gefl. Angabe Ihrer Adresse, da wir Ihnen Mittheilungen zu machen haben.

H. Fr. in Artern. Wir sind sehr erfreut über die begeisterte Aufnahme, welche Rud. v. Gottschalls „Landwehrlied“ in der Komposition von H. Ungewitter gefunden hat. Ihre Glückwünsche geben wir gerne an den Dichter und an den Komponisten weiter.

Heft 37Bearbeiten

[628] E. M. in Dresden. Wir verweisen Sie auf die früher in der „Gartenlaube“ erschienenen Artikel Eine Wanderung durch die „Adelsberger Höhle in Krain“ und „Entdecker in der Unterwelt“, welche einige der von Ihnen genannten Grotten behandeln.

J. B. in Oberstein. Nehmen Sie einen Atlas, lieber Freund, und stechen Sie darauf mit einem Zirkel die Entfernung Bremerhaven - Newyork ab. Dividieren Sie das Ergebniß mit der Personenzugsgeschwindigkeit von rund 40 km in der Stunde – dann brauchen Sie die „Gartenlaube“ nicht mehr für so einfache Dinge in Anspruch zu nehmen.



Heft 39Bearbeiten

[668] I. B. K. in Tapiau. ueber ein Vierteltausend Bände umfaßt zur Zeit Engelhorns allgemeine Romanbibliothek: sie berücksichtigt auch die fremden Litteraturen in guten Uebersetzungen und dürfte daher dem, was Sie wünschen, entsprechen.

D. M. in Fr. 0b es wohl rathsam und aussichtsvoll ist, ein Heirathsgesuch in die Zeitung zu setzen? Das ist eine schwierige Frage, zu deren Beantwortung uns die persönliche Erfahrung fehlt. Wenn es unbedingt sein muß - wir glauben nicht an diese Notwendigkeit - dann mag es wenigstens in eigenartiger Fassung geschehen. Wir legen Ihnen hier aus dem in Osaka erscheinenden Blatt „Mainichi Shimbnu“ ein japanisches Muster vor, welches uns neulich zu Gesicht kam und an Bestimmtheit und Originalität nichts zu wünschen übrig läßt. „Gesucht eine Frau! Wenn sie hübsch ist, braucht sie nicht klug zu sein. Wenn sie reich ist, braucht sie nicht hübsch zu sein. Wenn sie klug ist, braucht sie nicht vollendeter Gestalt zu sein, in jedem Fall aber darf sie nicht eingenommen von sich selbst sein. Sie muß ungefähr 2o Jahre alt sein, etwas darüber oder darunter, Der Antragsteller ist; ein Künstler in Osaka, welcher den mittleren Ständen angehört. Näheres theilt der ‚Mainichi Shimbnu’ auf persönliche Anfrage mit.“ Meinen Sie nicht, daß diesem Gesuch mit geringen Aenderungen auch für Sie brauchbar wäre? Besonders die zwei ersten Sätze zeigen doch eine merkwürdige Uebereinstimmung zwischen japanischer und europäischer Anschauung!

Heft 49Bearbeiten

[836] Albertine F. in G. Wer der Erfinder der Stahlfeder war? Genau wird Ihnen das niemand sagen können, denn ihre Einführung ist nicht als einzelnes Ereigniß im Gedächtniß der Mitwelt haften geblieben. Soviel nur ist sicher, daß schon in den zwanziger Jahren in Birmingham der Versuch gemacht wurde, an die Stelle der rasch abgenutzten Gänsekiele Federn von Metall zu setzen, die indessen mit dem Federhalter eins waren und sehr mühsam durch Handarbeit hergestellt werden mußten. Der Preis war ein entsprechend hoher, fünfzehn Schillinge, also mehr als ebensoviele Mark. Wenn sich die Feder abstumpfte, so kostete es viele Mühe, sie wieder zu schleifen, der Gebrauch dieser neuen Stahlfeder konnte also kein allgemeiner sein. Erst im Jahre 1881 erfand ein Mechaniker Gillot in Birmingham eine Maschine zur Herstellung der Stahlfeder, nahm ein Patent darauf, und von dieser Zeit an schreibt sich die Fabrikation im großen und der immer steigende Verbrauch. Ganz allgemein eingeführt wurde die Stahlfeder bei uns in Deutschland erst gegen Ende der vierziger Jahre, die älteren unter uns haben alle noch die Kunst des Federschneidens erlernen müssen, von welcher die heutige Jugend keine Ahnung mehr hat, und manche der Alten schreiben heute noch mit dem Gänsekiel, weil sie sich nicht mehr an die „neue Feder“ zu gewöhnen vermochten!