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Textdaten
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Autor: Wilhelmine von Wickenburg-Almásy
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Titel: Illona
Untertitel:
aus: Die zehnte Muse. Dichtungen vom Brettl und fürs Brettl. S. 72
Herausgeber: Maximilian Bern
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1904
Verlag: Otto Eisner
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Erscheinungsort: Berlin
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Originalherkunft:
Quelle: Commons = Google-USA*
Kurzbeschreibung:
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Die zehnte Muse (Maximilian Bern).djvu
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[72]

Illona.

Sag’ an, mein braunes Mägdelein,
Wie komm’ ich nachts zu dir herein?
Der Hund bellt auf den Gassen,
Da werden sie mich fassen!

5
»Dem Hunde geb’ ich Fleisch und Bein,

Da lässt er gleich das Bellen sein,
Und du, du kannst herein!«

Sag’ an, mein braunes Mägdelein,
Wie komm’ ich nachts zu dir herein?

10
Im Stall die Gänslein schnattern,

Da wird man mich ergattern!
»Ich gebe Hafer den Gänselein,
Da lassen sie das Schnattern sein,
Und du, du kannst herein!«

15
Sag’ an, mein braunes Mägdelein,

Wie komm’ ich nachts zu dir herein?
Im Hofe miau’n die Kätzchen,
Da fängt man mich, mein Schätzchen!
»Ich gebe Milch den Kätzelein,

20
Da lassen sie das Miauen sein,

Und du, du kannst herein!«

Sag’ an, mein braunes Mägdelein,
Wie komm’ ich nachts zu dir herein?
Die Mäuslein werden pfeifen,

25
Da wird man mich ergreifen!

»Und schreckst du dich vor einer Maus,
Da schier dich lieber gleich hinaus
Und bleib’ mir aus dem Haus!«


Wilhelmine Gräfin Wickenburg-Almásy.