Heimath des Mutterherzens

Textdaten
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Autor: U.
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Titel: Heimath des Mutterherzens
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 50, S. 725
Herausgeber: Ferdinand Stolle
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1859
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
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Heimath des Mutterherzens.



Mein Mütterlein hat mir verkündet,
Als ich gefragt dereinst als Kind,
Wozu die Sterne angezündet
Des Nachts am dunklen Himmel sind:

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Daß für ein jedes Menschenwesen,

Das auf der Welt gesehen wir,
Als Wohnung sei dort auserlesen
Ein Stern, wenn’s erst gestorben hier,
Und selig soll’ es dann von drüben

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Herüberschau’n mit treuem Blick

Auf all’ die Herzen, die geblieben
Noch auf der Erde sind zurück.
Und wenn ein Mensch, das Aug’ voll Thränen,
Noch nicht vollbracht den dunklen Lauf,

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Da soll sich seine Seele sehnen

Nach seiner Lieben Heimath auf.

Manch’ liebes Haupt hab’ ich verloren
Und Leid darum gehegt und Schmerz,
Manch’ treues andre Herz erkoren,

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Jedoch – kein zweites Mutterherz.

Ob ich in Aengsten und Gefahren
Mit Wog’ und Stürmen auch gekämpft,
Ob Glück und Heil mir widerfahren,
Nie ward die eine Lust gedämpft,

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Die Lust, den Blick hinauf zu lenken

Zum Sternenhimmel, licht und klar,
Und eines Wesens zu gedenken,
Das hier mein Ein und Alles war.
Denn, wie das Kind erfüllt vor Jahren

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Der Mutter Deutung einst mit Lust,

Hab’ ich die Kunde zu bewahren
Der Sternenheimath stets gewußt.

So wurde denn das schönste Feuer,
Das hoch am nächt’gen Himmel kreist,

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Der Liebe Stern mir ewig theuer,

Weil ihn bewohnt der Mutter Geist,

U.