Gotteslästerer bestraft (Grässe)

Textdaten
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Autor: Johann Georg Theodor Grässe
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Titel: Gotteslästerer bestraft
Untertitel:
aus: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen, Band 2. S. 131–132
Herausgeber:
Auflage: Zweite verbesserte und vermehrte Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1874
Verlag: Schönfeld
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Erscheinungsort: Dresden
Übersetzer:
Originaltitel:
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Originalherkunft:
Quelle: Google-USA* und Commons
Kurzbeschreibung:
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[131]
747) Gotteslästerer bestraft.
Annalen a. a. O. u. d. J. 1607.

Im Jahr 1607 den 24. December in der Christnacht sitzen etliche Bauernbursche in einem Dorfe zwei Meilen von Bautzen (zu Milckel genannt Minakaw, oder Wessel) beisammen, saufen und spielen das Glück auf das kommende Jahr, wie es bei den Wenden damals Gebrauch war. Als nun der eine die Schanze verspielt, hat er darüber gräulich gelästert und geflucht, schrecklich geschworen und sich vermessen. In solcher Gotteslästerung bleibt er hinter dem Tische sitzen, [132] die Augen offen, als sehe er noch, hält auch die Kartenblätter in den Händen und verstummt. Die Andern vermeinten, er zürne, weil er nicht reden und zum Spiel nicht zuwerfen wolle, ermahnen und rufen ihm zu, er solle doch zugeben, rütteln und stoßen ihn, da fällt er um und ist todt, ist also ein solcher Gotteslästerer jählings durch Gottes Strafe und ernstes Gericht dahingefahren und also todt nach Hause getragen worden.