Geschichte von Kloster Heilsbronn/Heglau

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Hirschlach »
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22. Heglau,

Heglin, Weiler bei Merkendorf. Auch in Heglau, wie in Dürrnhof, siedelte sich das Kloster früher an, als in Merkendorf. 1190 erwarb es durch Tausch eine Waldparzelle am Nesselbach, wozu die Bischöfe Eckbert von Bamberg, Otto und Hertovicus von Eichstätt dem Abt den lehensherrlichen Konsens ertheilten: ut possit permutare aliqua bona pro locis quibusdam incultis prope fluvium Nesselbach et vicum Heglein (s. unten „Mönchswald.“) Durch fortgesetzte Erwerbungen wurden 15 Anwesen (der ganze Ort) heilsbronnisch, auch die Mühle mit dem Weiher, welcher oft Konflikte und Prozesse mit den Herren von Lentersheim in Muhr veranlaßte, wie vorhin bei Dürrnhof berichtet wurde. Man stritt bald über den Abfluß von dem Weiher, bald über die Jagd nach Wasservögeln. Der 19. Abt Arnold verwehrte durch Waffengewalt den Herren von Lentersheim, dort zu jagen; daher 1373 folgende Ausgabsposition: Raysariis pro defensione piscinae in Heclin 26 talenta. Noch im Reformationszeitalter hatte der Abt Schopper wegen der Jagd auf diesem Weiher und zugleich wegen der Vogelherde und wegen des Viehtriebes im benachbarten heilsbronner Wald zu kämpfen, namentlich 1531 gegen Kraft und Hans Wolf von Lentersheim zu Altenmuhr, auch gegen den Markgrafen Georg (s. Beitr. S. 140). Gleichzeitig prozessirten lang und erbittert Heglau und Merkendorf gegen einander wegen des Viehtriebs. Der amtliche Bericht über Heglau von 1635 lautet: „Ist alles abgebrannt, auch die Mühle; von den 15 Unterthanen sind 7 weggezogen, 7 gestorben.“