Gedenket Eurer Brüder zur See!
[416] Gedenket Eurer Brüder zur See! Zu wiederholten Malen hat die Gartenlaube Anlaß genommen, die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, die sich im vorletzten Jahre in Bremen gebildet hat, auf das Wärmste der Theilnahme ihrer Leser zu empfehlen. Jetzt nun veröffentlicht der Vorstand des Vereins, Consul H. H. Meier in Bremen, einen Bericht über die im verflossenen Jahre durch die verschiedenen Stationen der Gesellschaft bewerkstelligten Rettungen, welche Zeugniß ablegen von dem reichen Segen, den der Verein bereits gestiftet (es sind zusammen hundertundeinvierzig Menschenleben durch ihn gerettet worden), und zugleich die Rechnungsablage, aus welcher sich zwar ergiebt, daß die Mittel der Gesellschaft schon jetzt eine Erweiterung des Rettungswesens ermöglichen, allein noch nicht im Entfernten hinreichen, um alle unsere Küsten mit den nöthigen Rettungsstationen zu versehen. Er wendet sich daher von Neuem an die Opferfreudigkeit der deutschen Nation und glaubt dies nicht beredter thun zu können, als indem er seinem Rechenschaftsberichte das wirkungsvolle Bild aus Nr. 17 des laufenden Jahrgangs der Gartenlaube beifügt, das nach einer Zeichnung Leich’s die Rettung Schiffbrüchiger mittels Raketenapparat und Rettungsboot so lebenswahr und ergreifend darstellt. Der Bericht ist von dem Generalsecretär der Gesellschaft Dr. H. A. Schumacher in Bremen zu beziehen; wir aber legen das Liebeswerk abermals allen Freunden unseres Blattes recht dringend an das Herz.