Fingerzeig für künftige Nationalfeste

Textdaten
<<< >>>
Autor:
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Fingerzeig für künftige Nationalfeste
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 42, S. 671–672
Herausgeber: Ferdinand Stolle
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1861
Verlag: Verlag von Ernst Keil
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Leipzig
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
korrigiert
Dieser Text wurde anhand der angegebenen Quelle einmal Korrektur gelesen. Die Schreibweise sollte dem Originaltext folgen. Es ist noch ein weiterer Korrekturdurchgang nötig.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite

[671] Fingerzeig für künftige Nationalfeste. Voraussichtlich und hoffentlich sind die drei groben deutschen Nationalfeste des vergangenen Sommers: das Schützenfest zu Gotha, das Nürnberger Gesangsfest und das Turnfest zu Berlin, nur der glänzende Anfang einer größern Reihe ähnlicher erhebender Feierlichkeiten gewesen, und die Zukunft wird für eine würdige Nachfolge dieser Feste sorgen. Die Erfahrungen, welche auf den drei genannten Festen gemacht wurden, kommen den künftigen zu Gute, und wir möchten in dieser Hinsicht nach dem übereinstimmenden Urtheile so Vieler ganz besonders Nürnberg und die dort getroffenen Einrichtungen in wohl jeglicher Hinsicht als Muster empfehlen. Eine würdevolle Ausstattung eines solchen Festes ist von großem Einflüsse aus alle Theilnehmer. Malerei und Dichtkunst müssen Hand in Hand gehen, um derartigen Festen die höhere Weihe zu geben, wie dies in letztgenannter Stadt der Fall war. Nürnberg benutzte diese Gelegenheit, um seinem gerechten Stolze auf eine große Vergangenheit Ausdruck durch Wort und Bild zu geben, und die Art und Weise, in welcher dies geschah, hat sicher alle Besucher mit Achtung und Ehrfurcht erfüllt. Es liegt hierin ein Fingerzeig, den andere Städte, welche künftig derartige große Feste veranstalten, nicht unbenützt vorübergehen lassen dürfen, und ganz besonders aus diesem Grunde kommen wir noch einmal aus denselben Gegenstand zurück. Zwar ist in diesen Blättern schon eine ausführliche Beschreibung des Nürnberger Gesangsfestes erschienen, dabei aber der Bilder und Festsprüche nur oberflächlich gedacht worden. Es war jedoch so Vorzügliches in Reim und Bild geboten, daß eine nachträgliche Erwähnung derselben gewiß nicht ungerechtfertigt erscheint, indem sie gleichzeitig ein Sporn zu würdiger Nacheiferung sein soll.

Zwei deutsche Kaiser, Friedrich III. und sein Sohn und Nachfolger Maximilian I., waren es, die eine große Anhänglichkeit für Nürnberg an den Tag legten und wiederholt ihren Aufenthalt dort nahmen. Zwar besuchten sowohl frühere als spätere kaiserliche Machthaber Nürnberg ebenfalls, aber da gerade die herrlichste Blüthezeit der Stadt in die Regierungsperiode der beiden oben genannten Kaiser fiel, so ist deren Vorliebe für die herrliche deutsche Reichsstadt wohl erklärlich. Friedrich III. zu Ehren veranstaltete Nürnberg ein glänzendes Turnier auf dem Herrenmarkte, und die schöne bildliche Darstellung desselben nahm jetzt am Rieter’schen Hause einen gewaltigen Raum ein. Kaiser Maximilian’s war am Scheuerl’schen Hause gedacht, wo er.wiederholt wohnte. Der ritterliche, galante Herr zog die Wohnung im Hause des angesehenen Bürgers dem Aufenthalte in der gewaltigen Burg droben immer vor. Auf dem großen Bilde erscheint Maximilian als Hochzeitsgast im Scheuerl’schen Hause, wo der reiche Tucher sich mit des Hausherrn Schwägerin vermählt. Auch auf dieser Darstellung war der Glanz und Reichthum der Stadt zu jener Zeit gebührend hervorgehoben. Darunter standen die Verse:

Es ging hier, in der Scheuerl Bürgerhaus
Als Gast der Kaiser selber ein und aus,
Wollt’ er der Hofburg stolzes Prangen meiden.
Drum bleibet Nürnberg, das den Fürsten ehrt,
Doch auch was hält auf eignen Werth,
Sein Kaiserstüblein lieb für alle Zeiten.

Noch mehr als durch Pracht und Reichthum glänzte Nürnberg im Mittelalter durch seine Künstler und Gelehrten, und dieser herrlichen Männer durch Bild und Reim zu gedenken, war bei dem Feste das edle Bestreben des neuen Nürnberg gewesen.

Albrecht Dürer’s Geburtshaus und auch das Haus, wo der edle Künstler später wohnte, wären durch tiefempfundene Bilder geziert. Jenes zeigte den Genius der Kunst, wie er dem Neugeborenen den Weihefuß auf die Stirn drückt, das letztere den frommen Künstler in seinem späteren Wirken mit dem Spruch darunter:

Von diesem schlichten Bürgerhaus
Ging einstens eine Leuchte aus,
Die spendete reinen göttlichen Schein
Weit über alle Lande hinein;
Das Licht strahlt hell und wird nimmer getrübt,
So lang eine Kunst, eine deutsche, es giebt.

Des unsterblichen Volksdichtern Hans Sachs war an dessen Wohnhause nicht minder würdig gedacht. Das Bild zeigte ihn uns in seiner Werkstatt dichtend und von Thalia, der Muse, umschwebt, wahrend auf der andern Seite der Schalksnarr stand, dem Sachs in seinen spätern Jahren, durch dessen Schwänke und Erzählungen unwiderstehlich angezogen, lange Zeit folgte. Unter dem Bilde war zu lesen:

Die Ihr vor meinem Hause steht,
Laßt Euch, bevor Ihr fürbaß geht,
Noch sagen einen guten Spruch:
Singen ist fein, doch nicht genug.
Müßt treulich, was die Meister sagen,
Auch heim in Stadt und Häuser tragen,
Daß Fried’ und Einigkeit erwachs’
Durch’s deutsche Land: das wünscht Hans Sachs.

Die Häuser der altberühmten Künstler Adam Krafft, Peter Bischer und Veit Stoß waren ebenfalls in gleich würdiger Art verziert, und daß man bei dieser Gelegenheit auch des Ortes gedachte, wo vor alten Zeiten die Meistersänger Nürnbergs zusammenkamen, war vorauszusehen. Am Katharinensaale, dem ehemaligen Versammlungsorte der edlen Zunft, war das Bild eines Meistersängers angebracht mit der Inschrift:

<poem>Ihr Sänger einer neuen Zeit, Wir grüßen Euch mit Freudigkeit. Und weil Ihr auch zur Zunft gehört, Seid doppelt drum von uns geehrt. Wir kehren im Geiste bei Euch ein Und wollen gute Merker sein.

Draußen in der Festhalle wurde freilich nickt nach Art der alten Meistersänger in der Rosmarin-Weis, in der geblümten Paradies-, Gelblöwen- haut-, scharf Meisterwurz-Weis und wie die Weisen alle heißen mögen, gesungen, dafür erklangen aber Lieder voll inniger Vaterlandsliebe und Kraft vom Gemerke[1] herab, so daß Ihr wohl leicht den Sängern der Neuzeit Euern ersten Preis, den König-David-Gewinn, zugesprochen hättet, wenn es Euch vergönnt gewesen wäre, die gewaltigen Tonmassen daherbrausen zu hören.

Dem edlen Pirkheimer und dem gelahrten Behaim war an deren einstigen [672] Wohnhäusern durch große, herrliche Bilder ein ehrendes Gedächtniß gestiftet. Der Spruch an Pirkheimer’s Hause war eine Mahnung an die durch Geburt bevorzugten Stände, und sie verdient beachtet zu werden:

Der Musen Schirmer in dem Rath,
Dem Kaiser treu in Wort und That,
Der Besten Freund durch's ganze deutsche Land,
Pirkheimer war’s, ein Vorbild seinem Stand.
Daß Adel und Verdienst die Hand sich reichen:
Ihr Edlen, gehet hin und thut desgleichen!

Ein ganz vorzüglicher Volksdichter war der zu Anfang dieses Jahrhunderts gestorbene Flaschner- (Klemper-) Meister Grübel. und die Nürnberger haben vollkommen Recht, aus ihn stolz zu sein. Ein von Grübel verfaßtes und bald überall gesungenes Spottlied auf die Roßbacher Schlacht begründete zuerst seinen Ruf, und eine Menge reizender Gedichte, alle in Nürnberger Mundart, gingen von ihm aus. Grübel durfte bei dem großen Feste nicht vergessen werden, und das Bild an des Dichters Wohnhause war ein ganz vorzügliches. Es stellte Grübel dar, wie er in seiner Werkstatt einigen Freunden seine Gedichte vorliest. Der Reim darunter war in Grübel’s eigner Schreibweise in Nürnberger Mundart und lautete:

Will Aner wiss’n, wöis ba Reichsstadtzeit hö g’wös’n,
Dörf er ner di Gedicht vo unsern Grübel lös’n,
Der haut sei Burger kennt, nix g’lauf’n as der Acht
Und haut a no derzu Nörnberger Tröichter g’macht. –

Wie wir hören, erscheinen die genannten prächtigen Bilder sämmtlich in photographischen Nachbildungen, und wir halten es für unsre Pflicht, das Publicum aus diese Kunstblätter aufmerksam zu machen.

Auch an anderen Häusern bemerkte man sehr treffende Inschriften. Nur einige davon wollen wir hier anführen. – In der Nachbarschaft des Grübel’schen Hauses wohnte ein Zirkelschmied, der an seine Behausung geschrieben hatte:

Ihr lieben Sänger, nehmt’s nicht übel.
Wenn ich’s nicht kann, wie dort der Grübel,
Doch liebe ich, was recht und grad,
Schön rund und immer accurat.
Drum grüßet Euch und Euer Lied
Mit Lust ein deutscher Zirkelschmied.

So mancher, der in Nürnberg gewesen, kennt wohl den „rothen Hahn“, das freundliche Gasthaus mit seinem gemüthlichen Wirthe. Dieser hatte über seiner Thür folgende Inschrift:

Ihr Freunde des rothen Hahns, kommt nur herein!
Ihr sollt hier Alle willkommen sein.
Ich bin ja der gallische raublustige nicht,
Ich habe ein ehrliches, gutes Gesicht.
Doch stürmt mir der Gallier einmal in’s Haus,
Dann hack’ ich die beiden Augen ihm aus.
Euch aber, ihr fröhlichen Sängergäste.
Euch will ich bewirthen auf’s Allerbeste.</poem

Unvergleichlich anziehend ist ein Spaziergang um Nürnbergs Stadtmauern.
Da steht noch Alles so stark und trotzig wie vor Jahrhunderten,
und weder die Zeit, noch umgestaltende und zerstörende Menschenhände
haben an diesen beredten Zeugen eines eisernen Zeitalters gerüttelt. Man
erwartet jeden Augenblick, einen stahlgepanzerten Ritter auf den Zinnen
der Stadtmauer erscheinen zu sehen, oder man schaut hinauf nach den alten
riesigen Thürmen, ob nicht der Thorwart sich droben an einer der Luken
zeige und nach unserm Begehr frage. Alle diese alten, ehrwürdigen Thorthürme
trugen Inschriften und Festsprüche und waren zum Theil noch mit
vortrefflichen allegorischen Darstellungen geziert. Einige dieser höchst charakteristischen
Thorsprüche wollen wir hier anführen, doch vorher noch des
Empfangsspruches am Bahnhofe gedenken. Derselbe hieß:
<poem>Mit des Dampfes raschen Schwingen
Durch die Welt der Sänger zieht.
Doch noch rascher in die Herzen
Dringt sein liebes deutsches Lied.

Das Königsthor, welches zunächst von, Bahnhof in die Stadt führt. war besonders reich geschmückt und führt den die Sänger bewillkommnenden Spruch:

Heil Euch! und Heil der guten neuen Zeit,
Die herbraust mit des Feuers Flügelrossen;
Es ändert sich der Stände wirrer Streit,
Gewerb’ und Kunst sich einen zu Genossen;
Der Forscher löst der Satzung starre Bande,
Und Lied und Wort frei schallen durch die Lande.

In der innigsten Verbindung durch Fleiß und Gewerbsthätigkeit steht Nürnberg mit Fürth. Das nach Fürth führende Spitlerthor zeigte in zwei allegorischen Figuren die beiden Nachbarstätte. Auf Seite der Nürnberg darstellenden Gestalt las man die an Fürth gerichteten Worte:

Du trägst mit uns der Jahre schwere Last,
O Schwesterstadt, voll Arbeit und voll Plage;
Durcheilest dieses Thor mit jäher Hast,
Mit flücht’gem Fuß bei jedem Stundenschlage.
Drum sei willkommen auch beim Freudenfeste,
O Nachbarin, wie alle deutschen Gäste!

Bei der Fürth darstellenden Figur las man gleichsam als Antwort auf jenen Willkommengruß:

Es nahet herzlich dir im Festgewand,
Nicht wie in Tagwerks mühevollem Jagen,
Die Schwester heut und reichet ihre Hand,
Zu rasten selbst an deinen Ehrentagen.
Sind wir in Fleiß und Sorge treuverbunden,
So laß uns theilen auch die guten Stunden!

Ueber der engen, alten Pforte, dem sogenannten Hallerthürlein, war die Klage zu lesen:

Wär’ wie die andern ich groß und weit!
Möchte mich dehnen und recken.
Muß in Scham und Schüchternheit
Leider mich tief verstecken.
Stürmen die deutschen Sänger herein,
Hallerthürlein ist viel zu klein.

Eine andere kleine Pforte in der Stadtmauer, das Casemattenthürlein, war weniger höflich. Wahrscheinlich war kein Nürnberger dort als Thürwart bestellt, denn der Spruch daselbst lautete:

Wer nicht bei Tage kommt, bleibt drauß!
Ich halte Ordnung hier im Haus,
Geh mit den Hühnern schon zur Ruh
Und sperr’ vor Nacht mein Thürlein zu.

Am Thiergartner-Thor war vor alten Zeilen unten im Wallgraben der Bärenzwinger. Mit Bezug hieraus hieß der Festspruch:

Fürcht Dich nicht, lieber Geselle mein!
Trittst zwar in einen Garten ein,
Wo wilde Thiere wohnen;
Doch singest Du ein Liedlein fein,
Gleich werden sie zahm und freundlich sein
Und sicher Dein verschonen.

Das unterhalb der Burg befindliche finstere Bestnerthor hatte für die Eintretenden den Spruch:

Ich bin das alte Bestnerthor;
komme Dir wohl gar trutzig vor;
Laß Dich nicht trügen durch den Schein,
Tritt unverzagt und lustig ein.
Ich weiß, gar bald bekennst Du gern:
Die raube Schal’ hat süßen Kern.

Am Wöhrder Thor war zu lesen:

Singst, Fremdling, Du auch Baß nicht, noch Tenor,
Hast nur ein treues Herz und offnes Ohr
Für deutschen Brudersanges vollen Chor,
Tritt ein durch’s gastlich offne Wöhrder Thor!

Beim Lauferthor strebt ein gewaltiger runder Thurm himmelan. Letzterer ist, wie noch zwei seiner ähnlich gestalteten Genossen, nach Dürer’s Plane errichtet. Durch das Lauferthor ging der Hauptzug der Sänger und Festtheilnehmer hinaus nach der Festhalle. Hier bedurfte es eines doppelten Spruches. Nach der Stadt zu an der innern Seite stand:

Du schmucke Schaar mit Bändern und mit Fahnen,
Dem Ziele nah umweht Dich aus dem Stein,
Dem altersgrauen, noch vom Geist der Ahnen
Aus großer Zeit ein Heller Wiederschein.
Durch Eintracht, ruft er, wuchs auch dieser Thurm
Zum Himmel an und trotzet jedem Sturm.

An der äußern Seite desselben Thores las man einen herrlichen Mahnspruch:

Wie’s mächtig doch zusammen klingt.
Wenn Deutschland treu zusammen singt.
Von Einem Takte getragen!
Und haltet ihr aus in festem Muth,
So eins wie heute mit Gut und Blut,
Bald schweigen die alten Klagen.

Auch in der prächtigen Festhalle waren treffliche Sprüche in Menge zu finden. Nur einige davon wollen wir als Probe zum Schlusse noch geben.

Stehst Du fern im fremden Lande
Einsam und verlassen da:
Nur ein deutsches Lied gesungen,
Und die Heimath ist Dir nah

Das Lied ist aller Zwietracht Feind
Und stärker als ein Heer.
Das Lied ist’s, das uns einig macht
Zu Schutz und Trutz und Wehr.

Was Euer Herz Edles erstrebet und sucht:
Im Liede die Blüthe, in Thaten die Frucht.

Die deutschen Farben erklärte ein Spruch folgendermaßen:

Gold, die deutsche Redlichkeit,
Roth, das Tagen schöner Zeit,
Schwarz, der tiefe Ernst der That:
Das bedenke früh und spat!

Wir schließen hiermit die Proben aus den durch Poesie und Malerei so glänzend gehobenen Nürnberger Festtagen. Erfreulich wäre es, wenn Leipzig und Frankfurt a. M., wo voraussichtlich die nächsten großen Nationalfeste gefeiert werden dürften, dem kunstsinnigen Nürnberg auf würdige Weise nacheiferten. Durch solche Ausstattung erhält ein derartigen Fest einen unvergänglichen Glanz, und die Liebe zu unserm gemeinsamen, schönen Vaterlande wird dadurch mächtig gefördert.

Nicht unerwähnt darf es bei dieser Gelegenheit bleiben, daß viele der auswärtigen Gesangsvereine, die nach Nürnberg gezogen waren, poetische Festgrüße an die liebe Statt und die deutschen Sangesgenossen dargebracht hatten. Manch zündender Gedanke voll Weihe und Kraft war darin enthalten und erweckte warme Begeisterung. Um auch hiervon unsern Lesern eine Probe zu geben, wollen wir nur noch den Schlußvers des von den Münchberger Sängern dargebrachten Festgrußes anführen:

O Brüder, deutsche Brüder,
Reicht alle Euch die Hand!
Stimmt an das Lied der Lieder,
Das Lied vom Vaterland!
Singt es gleich Sturmesbrausen,
Stimmt tausendfältig ein!
Singt es dem Feind zum Grausen:
Ein Deutschland soll es sein!!


  1. Gemerke hieß das Gerüste, worauf die Meistersänger standen, und Merker nannte man die Vorsteher der edlen Zunft.