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Für die braven Schleswig-Holsteiner (Die Gartenlaube 1864/18)

Textdaten
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Autor: Ernst Keil
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Titel: Für die braven Schleswig-Holsteiner
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aus: Die Gartenlaube, Heft 18, S. 288
Herausgeber: Ernst Keil
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Erscheinungsdatum: 1864
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
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[288]
Für die braven Schleswig-Holsteiner

gingen in den letzten Wochen ferner bei mir ein: 4 fl. rhein. von A. S. in Gräfendorf – 1 Thlr., Monatsbeitrag für den Kampf von A. – 1 Thlr. von einer für die Erhaltung ihres Sohnes dankbaren Mutter – 1 Thlr., ges. von deutschen Jünglingen in Apolda durch F. L. jun. – 1 Thlr., Erlös aus zwei abgeschnittenen Zöpfen von einer deutschen Jungfrau in Kranichfeld – 3 Thlr., Sammlung vom „Lotto Dauphin“ durch eine deutsche Frau in Dresden – 3 Thlr. von E. G. aus P. „dem deutschen Schleswig-Holstein“ – 1 Thlr. von einem armen Mädchen in Oschatz – 10 Thlr. von Fräulein Sophie Michael in Plau in Mecklenburg – 15 Thlr., in Plau in Mecklenburg gesammelt durch Dr. R– e – 1 Thlr. von L. G. K. in Leipzig – 15 Thlr. von vierzehn deutschen Studenten in Utrecht – 1 fl. rhein. von N. N. in Nürnberg, bei der Feier eines Geburtstags gesammelt – 2 Thlr., ges. in der Bürgerschenke zu Hammerunterwiesenthal im Erzgebirge – 3 Thlr. von einem jungen Mädchen in Bautzen – 2 Thlr. 21/2 Ngr., ges. in der baierischen Bierstube der Harmonie in Chemnitz – 9 Thlr. 201/2 Ngr., Ertrag einer Sammlung bei einer Abendunterhaltung des Turnvereins zu Liebertwolkwitz – 5 Thlr. aus Nürnberg – 4 Thlr. 5 Ngr. im Auftrage von Mehreren durch A. P. in Cassel – 1 Thlr. 3 Ngr. 6 Pf., ges. von einigen Schülern der vierten Knabenclasse der höheren Bürgerschule in Chemnitz – 10 Thlr. von Gymnasiasten in Anclam – 1 Thlr. von einer deutschen Gouvernante in England – 2 Thlr. von einem Verein in Eckarts-Rupboden – 2 Thlr. von Fräulein Henriette Stelzncr in Rupboden – 15 Thlr. von der Zetzschink’schen Riege in Leipzig – 5 Thlr., ges. bei einem Karpfenschmause in Zöllnitz – 1 Thlr. 10 Ngr., ges. von einigen jungen Leuten in Steinpleiß bei Werdau – 3 Thlr. 7 Ngr., ges. bei einem Essen des Boule-Clubs in Weißenberg bei Löbau – 5 Thlr. von N. N. in Borna – 2 Thlr., ges. in einem fröhlichen Kreise von Bergakademisten in Clausthal (Kampf) – 3 Thlr. 5 Ngr., ges. in einer heitern Gesellschaft in Falkenhain bei Lucka – 16 Thlr. 15 Ngr., ges. beim Stiftungsfeste des landwirthschaftlichen Vereins in Buttstädt – 1 Thlr., für die Armen in Schleswig-Holstein von einer deutschen Frau in Thüringen: „das einzige Töchterlein soll lernen der Mutter Geburtstag besser feiern als sonst. – Wenig aber so gern“ – 1 Thlr. 24 Ngr., ges. im Sonntag-Abend-Cirkel der Harmonie-Gesellschaft in Wunsiedel – 5 Thlr., ges. am 21. Februar im Liederkranz zu Bautzen – 4 Thlr. 15 Ngr., Ueberschuß einer musikalisch-declamatorischen Abendunterhaltung in Hohenleuben durch Schack – 6 Thlr. durch F. H. in Burgstädt – 2 Thlr. von G. B. in Burgstädt – 11 Thlr., ges. beim Ball der Casinogesellschaft in Zaschwitz am 28. Februar – 1 Thlr., K –se in Leipzig – 3 Thlr. von R – l – 2 Thlr., ges. im Leseverein und in der Schule zu Waltersdorf bei Gera, mit dem Motto: „Und wenn die Welt voll – Teufel wär’“ – 4 Thlr. 20 Ngr., ges. in heiterer Gesellschaft in Oberwiesenthal – 11 Thlr. 25 Ngr. von der Gemeinde Göbschelwitz (für nothleidende Landbewohner) – 5 Thlr. von einer Gesellschaft in Ludwigshafen – 10 Thlr., ges. in der Gesellschaft „Rose“ in Chemnitz mit dem Motto: „Recht geht vor Gewalt“ – 37 fl. österr., Ertrag eines Sängerabends des Männergesangvereins zu Bistritz in Siebenbürgen – 16 fl. österr., ges. unter den Mitgliedern des Männergesangvereins in St. Pölten (Niederösterreich) – 1 Thlr. 10 Ngr. „Wenig mit Liebe“ aus Borna – 3 Thlr. und 7 fl. rhein., ges. im Turnvereine und am Namensfeste Friedrich Barbarossa’s zu Kaiserslautern (Pfalz) – 2 Thlr., ges. von sechs Mädchen in einem Lesekränzchen zu Oschatz – 2 Thlr. 3 Ngr., ges. in einer fröhlichen Gesellschaft in Lucka (Altenburg) – 1 Thlr. von Wiesbach in Wiesthal mit einem lateinischen Distichon – 1 Thlr. von einem jungen Deutschen in Stockholm – 1 Thlr. 15 Ngr., ges. bei dem Einzugsschmauß in Kl. Neußlitz von L -th in M. – 15 Ngr. von F. T. in Zwickau – 1 Thlr. 15 Ngr. von M. K. in Ronneburg – 4 Thlr., Erlös einer Auction bei einer Ananasbowle in Chemnitz – 2 Thlr. 5 Ngr., bei einem Fäßchen baierischen Biers – 140 Mark Banco in einem Wechsel per Juli aus Hamburg als Ertrag einer Sammlung von einigen Deutschen in Helsingfors. (Ein Händedruck nach Finnland hinüber) – 2 Thlr. 17 Ngr. vom Schleswig-Holstein-Comité in Großröhrsdorf bei Oelsnitz – 4 Thlr. 23 Ngr. vom Turnverein daselbst – 14 Thlr. 171/2 Ngr., Ertrag eines Vocal- und Instrumental-Concertes in Mühltroff im Voigtlande – 2 Thlr. von B. S. W. und F. in Schandau – 6 Thlr. 25 Ngr. 4 Pf. vom Turnverein zu St. Lengsfeld 16 Thlr. von der Familie V. in L … a – 14 Thlr. von mehreren Thüringer Seminaristen – 34 Thlr. 20 Ngr. = 130 Franken in Gold vom deutschen Arbeiterbildungsverein in Glarus in der Schweiz – 2 Thlr. von D. in Schwallungen – 6 Thlr. von L. R. in Riesa – 4 Thlr. von P. H. und K. M. in Malchin – 6 Thlr. 5 Ngr., ges. im geselligen Verein zu Flöha – 11 Thlr. 15 Ngr. von der Liedertafel zu Wermsdorf – 10 Thlr. vom Gewerbeverein zu Altenberg bei Dippoldiswalde – 2 Thlr. von den Schülerinnen der ersten Mädchenclasse in Waldheim – 2 Thlr., Ertrag einer Pfennigsammlung unter einigen Arbeitern in der Blochmann’ schen Maschinenfabrik in Dresden – 7 Thlr. 4 Ngr., Ertrag einer von vier kleinen Mädchen in Leipzig veranstalteten Verloosung – 6 Thlr. 4 Ngr. von einer deutschen Mutter, ihren Kindern und einem Frauenkränzchen in Liegnitz – 105 Rubel Silber, Ertrag eines in Wenden in Livland veranstalteten Concerts – 10 Rubel Silber von einigen Deutschen im Innern Rußlands – 15 Thlr. und 10 Rubel Silber, ges. am Sylvester-Abend in fröhlichem Kreise von E. B. in Dorpat – 150 Thlr. von dem Schleswig-Holstein-Comité in Großschönau – 126 Thlr., Ertrag einer von der „Büchner’schen Gesellschaft“ in Rudolstadt veranstalteten Lotterie – 20 Thlr., Ertrag einer von den Frauen und Jungfrauen der Lößnitz bei Dresden veranstalteten Lotterie – 92 Thlr., Ertrag einer durch die Frauen in Holzminden veranstalteten Lotterie und von Sammlungen in den dortigen Schulen – 10 fl. rhein. von den Schülern der Gewerk- und der 2. Oberclasse der Lateinschule zu Wunsiedel – 8 fl. 5 kr. von einer heitern Gesellschaft zu Alexandersbad im Fichtelgebirge – 15 Thlr. von drei Schwestern.


Außerdem wurden mir zu gleichem Zwecke abermals eine Reihe von Schmuckgegenstäuden und dergleichen übersandt, und zwar: ein silberner Strickring und ein silberner Haarpfeil von Wilhelmine und Louise Schmidt in Dresden – ein Paar Ohrringe mit emaillirten Portraits von H. K. und J. K. in Altenburg – ein silbernes Armband und eine Korallenkette von einer deutschen Frau und ihren beiden Töchtern an der böhmischen Grenze mit dem Motto: „Gott segne das Wenige!“ – ein mit Türkisen besetzter Ring und 1 Thaler als „ein kleines Glied zu der heiligen Sache“ aus Leißnig – eine Denkmünze auf das Jubiläum der Reformation 1817, eine andere, auf Heinr. Eberhard Gottl. Paulus 1846 geprägt, und eine Silbermünze mit dem Brustbilde des Kurfürsten Moritz von Sachsen, aus Dürkheim – ein Ring mit einer echten Perle und Amethysten besetzt, von L. P. in Markt Rheinfeld in Baiern – ein Kästchen mit 38 zum Theil seltenen alten Silbermünzen von einer deutschen Jungfrau in Leipzig – ein Riechfläschchen von Bernstein, eine goldene mit Amethysten besetzte Broche und einem eisernen Kreuzchen, wie man es vor 50 Jahren zum Andenken an Deutschlands Befreiung trug, von einer Unbekannten in Hildburghausen – ein Paar Armbänder von Haaren mit goldenen, granatgeschmückten Schlössern nebst einem sehr patriotischen Schreiben (das ich vielleicht später auszüglich mittheilen werde) von einer deutschen Frau in Leipzig – eine aus Haar geflochtene Uhrkette mit Goldschloß von einem deutschen Mädchen, das keinen Juwelenschmuck besitzt – ein goldener Ring von einer Wittwe in H. – ein Armband von geflochtenem Haar, eine kleine goldene Kette, ein goldener Ring, ein goldenes Medaillon und zwei Manchettenknöpfe von einem deutschen Mädchen aus Kaiserslautern – eine goldene Uhrkette von drei Schwestern. -

Schließlich bemerke ich noch, daß mir auf den von einer deutschen Frau in Braunschweig eingesandten Battistkragen von einer Gesellschaft im goldenen Schwanen zu Fürth die Summe von 34 Thalern als Erstehungspreis übermittelt worden ist, und, zur Notiznahme für die mildthätigen Geber, daß ich eine zweite Summe von eintausend Thalern an das Hamburger Comité für die Nothleidenden in Schleswig abgesandt habe, während der übrige Betrag der bei mir eingelaufenen Gelder für den „verlassenen Bruderstamm“, in einigen Tausend Thalern bestehend, vorläufig bei der hiesigen Creditanstalt verzinslich angelegt worden ist, um damit zu den sich leider wahrscheinlich machenden Unterstützungen für künftige Märtyrer des Patriotismus beisteuern zu können.
Ernst Keil. 

Berichtigung: Unter den Quittungen in Nr. 12 ist anstatt: 11 Thlr. 121/2 Ngr. von der Milius’schen Riege von der Möbius’schen Riege in Leipzig zu lesen.