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Ein Weib als Oberhaupt einer zeitgenössischen Religionssecte

Textdaten
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Autor: Leopold Katscher
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Titel: Ein Weib als Oberhaupt einer zeitgenössischen Religionssecte
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 47, S. 782–783
Herausgeber: Ernst Ziel
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1879
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originaltitel:
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Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
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Ein Weib als Oberhaupt einer zeitgenössischen Religionssecte.

Beitrag zur Geschichte des modernen Aberglaubens.

Von Leopold Katscher.


Vor etwa zwei Jahren las ich in einem Londoner Blatte einen Brief, den Mrs. Girling, die Begründerin einer neuen „Shaker“-Secte, an den Redacteur gerichtet hatte und dem ich folgende charakteristische Stellen entnehme:

„Meine Ansichten über Kauf, Verkauf und Arbeit scheinen vielen vagen Vermuthungen zum Gegenstand zu dienen; ich will sie daher mittheilen. Gestattet uns das Gesetz der Liebe, einem Menschen behülflich zu sein, sich selbst zu Grunde zu richten? Sagt doch der Prophet Jesajah: ‚Wehe Jenen, die Haus an Haus, Feld an Feld fügen, bis sie keinen Raum mehr finden!’ und der Psalmist erklärt: ‚Die Erde gehört dem Herrn.’ Im neuen Testamente steht geschrieben: ‚Gehet, Ihr reichen Leute, weinet und heulet ob des Elends, das über Euch kommen wird! Euere Reichthümer sind verderbt. Euer Gold und Silber ist verrostet, und der Rost soll gegen Euch Zeugniß ablegen. Ihr habt Schätze auf Schätze gehäuft; der von Euch betrügerischer Weise zurückgehaltene Lohn der Arbeiter, die Euer Feld bebauen, schreit wider Euch …’ Wir dürfen solchen Leuten in ihrem Selbstruin nicht beistehen; wir dürfen ihnen durch unsere Arbeit nicht dazu verhelfen, Schätze anzuhäufen, die unfehlbar zu ihrer Verdammniß in der künftigen Welt führen müssen. Als Kinder Gottes sollten wir ihnen zeigen, wie sie irren, und wir thun das, indem wir uns weigern, für sie zu arbeiten und uns an dem im Kaufe und Verkaufe liegenden Unrecht zu betheiligen. Die Kinder Gottes sollten eine Familie bilden und nicht von einander kaufen oder einander Gewinn abnehmen. Jesus und seine Jünger kauften zwar, aber sie verkauften nicht. Wird es auch im Himmel Schacher geben? Wir tauschen mit unseren Brüdern aus, was wir und sie benöthigen, und wir kaufen anderweitig, was wir müssen, aber wir verkaufen nichts, denn wir könnten nichts verkaufen, ohne mit den Aussaugern der Armen in Berührung zu kommen. Ein Beispiel: ich verfertige einen Artikel und verkaufe ihn um vier Pence; der Käufer verkauft ihn für sechs Pence, der nächste Besitzer für acht Pence. Bis der Artikel in die Hände des armen Mannes gelangt, kostet er zehn Pence oder einen Schilling. Es ist sonnenklar, daß wir als Kinder Gottes ein dem Gesetze der Liebe so entgegengesetztes System nicht unterstützen können.“

Diese höchst seltsamen volkswirthschaftlichen Anschauungen verblüfften mich nicht wenig, und ich begann, mich für die sonderbaren Schwärmer zu interessiren, die solchen patriarchalischen Grundsätzen huldigten. Ich erfuhr, Frau Girling sei das Oberhaupt der „New Forest Shakers“, das heißt: der im „Neuen Walde“ bei London bivouakirenden „Schüttler“ oder „Hupfer“, einer Secte, die sich einerseits durch einen merkwürdigen Gottesdienst, andrerseits durch merkwürdige Lebensansichten auszeichnet, nicht viel über hundert Mitglieder zählt und ihrer Führerin mit unglaublicher Bedingungslosigkeit anhängt. Durch diese Mittheilungen wurde in mir der Wunsch rege, die Shakercolonie persönlich in Augenschein zu nehmen. Ich machte mich denn auch mit einigen Freunden an einem schönen Sommersonntag – ich wollte natürlich hauptsächlich dem Gottesdienste beiwohnen – auf den Weg nach New Forest. Einige Stunden lang irrten wir vergeblich umher, ohne das Heim der „Schüttler“ finden zu können, aber die Schönheit der Landschaft entschädigte uns für unsere Mühe und die Hitze. Wir waren schon im Begriffe, uns auf den moosigen Rasen zu legen, als endlich Jemand vorbeiging, der uns mittheilte, daß das Shakerdorf ganz in der Nähe sei, und uns die Richtung angab. Bald erblickten wir das große Gebäude, in welchem die ganze Secte früher wohnte, aus dem sie aber im Jahre 1875 vertrieben worden war, weil sie es unter ihrer Würde hielt, Miethzins zu bezahlen. Seither campirt sie in der Nähe in Zelten; trotz des Ungemachs, dem die Mitglieder seit ihrer Austreibung ausgesetzt sind, bleiben sie einander, ihrem Oberhaupt und ihrem Glauben felsenfest treu.

Fünfhundert Schritte nach dem Passiren jenes schönen Gebäudes vernahmen wir eine von jenseits einer Hecke her tönende, sehr laute, klare, ernst klingende Frauenstimme, welche ausrief: „Die Erlösung ist unentgeltlich; das ewige Leben ist ein Geschenk. Man kann es weder verdienen noch kaufen. Ich wiederhole: es ist ein Geschenk.“ Wir erriethen, daß der Gottesdienst bereits begonnen haben mußte, und schritten auf die Hecke zu; an einer Thür empfing uns ein anständig gekleidetes Mitglied der kleinen Gemeinde, das unsere Frage, ob wir eintreten dürfen, bejahte. Bald schloß sich uns ein höflicher, intelligenter Mann an, den wir für einen Besucher gleich uns hielten, der sich aber als ein die Honneurs machender Shaker entpuppte, denn auf die Bemerkung eines meiner Begleiter: „Die Leute haben da ein nettes Lager,“ erwiderte er: „Wir thun unser Mögliches.“

Er lud uns ein, dem Gottesdienste beizuwohnen, und führte uns zur Capelle, das heißt, zu einem der vier Zelte, die in Zwischenräumen von je dreißig Schuh aufgeschlagen waren; offenbar diente dieses Zelt nur an Sonntagen als Capelle, denn in der Nähe lagen Berge von Möbeln und Bettzeug aufgethürmt. Von außen bot das improvisirte Gotteshaus womöglich noch weniger Anziehendes, als die übrigen Zelte, aber ein Blick in’s Innere zeigte, daß es für Sonntagszwecke ganz gut hergerichtet war. Viele Fromme, die drinnen keinen Platz fanden, lauschten von außen mit größter Aufmerksamkeit. Wir Besucher blieben am Eingang stehen. Mit großer Geläufigkeit predigte Mrs. Girling ihrer aus Männern, Frauen und Mädchen bestehenden Gemeinde bald in rhetorischem, bald in conversationellem Ton über die „unentgeltliche Erlösung“. Sodann wurde bei guter Harmoniumbegleitung jener Wechselgesang recht hübsch gesungen, welcher der Seelsorgerin den Text zur Predigt geboten hatte.

Hierauf schritt unsere Heldin zur Auslegung der Anfangsverse des zweiten Capitels der Offenbarung Johannis, und sie erging sich dabei namentlich in einer drastischen Abhandlung über die verschiedenen Arten irdischen und himmlischen Lichtes. Von Zeit zu Zeit stimmten die Andächtigen ihr durch Ausrufungen zu, wie: „Lob dem Herrn!“ „Preisen wir ihn!“ u. dergl. m. Nachdem sie ihre Ungläubigkeit hinsichtlich des gleichzeitigen Bestehens der „sieben Kirchen“ auf das Energischste demonstrirt hatte (sie bemerkte unter Anderem: „Und wenn ein Engel vom Himmel mir versicherte, daß sie existirten, ich würde ihm keinen Glauben schenken“), kam sie auf den „Geist der Liebe und Wahrheit“ zu sprechen und erläuterte, wie derselbe von Christus auf Paulus, von diesem mittelbar durch eine lange Reihe von Erwählten auf Wesley, den Stifter der Methodistensecte, und von diesem auf sie selbst, Mrs. Girling, übergegangen sei.

Bevor sie dies jedoch heraussagte, lächelte sie kindisch, als schämte sie sich des zu Sagenden, und bemerkte: „Nehmt keinen Anstoß an dem, was ich Euch mittheilen werde!“ und sich plötzlich stolz aufrichtend, fügte sie hinzu: „Der Geist der Liebe und Wahrheit ging auf ein armes altes Weib über, auf mich. Ich sage Euch, die Verkündigung des Evangeliums hört bei mir auf. Christus hat mich inspirirt, und nach mir wird er herabkommen, um auf Erden zu regieren. Ich weiß das; ich bin dessen ganz sicher; möge also keiner von Euch einen Irrthum begehen!“

Dabei wurde sie häufig von den schon erwähnten Ausrufungen unterbrochen. Alsdann zog sie gegen die Nikolaiten zu Felde, und erklärte die Doctrin von der Auserwählung, wobei sie unter Anderem sagte: „Ihr alle seid auserwählt; wenn Ihr die Wahl nicht annehmt, so ist das Euer eigener Fehler. Die Natur sagt, daß Ihr sterben sollt, ich aber sage, daß Ihr leben müßt. Für die Erwählten des Herrn giebt es keinen Tod, nicht einmal einen physischen. Das hat mir Christus gesagt –“

Die Gemeinde unterbrach sie: „Gesegnet sei er!“

„Und ihm darf ich sicherlich glauben!“ fuhr Mrs. Girling fort.

Die Gemeinde antwortete stürmisch: „Ja!“

„Ihm darf ich glauben; darf ich?“ fragte sie nochmals.

„Lobet den Herrn; ja!“ erwiderte die Gemeinde. In diesem Augenblicke bemerkte die Predigerin, daß ein von der Hitze überwältigter Bauer einzuschlummern begann. Sofort ließ sie ihr Erbauungsthema im Stiche und rief dem Manne zu:

„Wenn Du hier schlafen willst, solltest Du Deine Nachtmütze mitbringen.“

Nun wollte sie ihre Predigt fortsetzen, aber es entstand ein allgemeines Gekicher, in das sie selbst alsbald mit einstimmte; sie [783] entschuldigte sich sodann mit den Worten. „Ich konnte mich des Lachens nicht enthalten, als ich sah, wie rasch Eure soeben noch so langen Gesichter einen anderen Ausdruck annahmen.“ Mit Bezug auf die Lage der Gemeinde äußerte sie: „Alle Geschöpfe Gottes sind gut, und wir essen und trinken, was wir bekommen können – warum auch nicht? Zuweilen essen und trinken wir sehr wenig, zuweilen gar nichts, aber wir sind’s zufrieden. Das verborgene Manna kommt. (Gemeinde: ‚Preiset Gott!’) Es kommt irgendwie; ich sage Euch, irgendwie, und wir sind befriedigt.“

Sie schloß ihre seltsame oratorische Leistung mit den Worten: „Ich bin vollkommen, und auch Ihr seid es, wenn Ihr Gottes Kinder seid. Ihr kennt mich, Ihr seht mich, das wahnsinnige Weib, die fanatische Mrs. Girling; nun denn, ebenso wie Ihr mich kennt und seht, habe ich unsern Herrn Christus gekannt und gesehen. Darum dauert aus!“

Es konnte kein Zweifel darüber herrschen, daß die Gemeinde von der Predigt einen tiefen Eindruck empfing; dies bezeugten die fortwährenden eifrigen Ausrufungen der unserer Dame näher sitzenden Andächtigen ebenso, wie die gespannte Aufmerksamkeit, mit der die hinteren Reihen der Anwesenden ihren Worten schweigsam lauschten. Nach der Predigt kündigte Mrs. Girling „Die vierzigste Hymne des amerikanischen Buches“ an, ein von Märschen, Fehden und Siegen sprechendes, nach einer lebhaften Melodie gesungenes Schlachtlied, dessen einzelne Strophen auch ausgelegt wurden. Bis dahin war der Gottesdienst der Shakers, wenn man von der Seltsamkeit der Predigt absieht, in seinen Aeußerlichkeiten von dem vieler anderer englischer Secten nicht wesentlich abgewichen. Nun aber kam etwas ganz Apartes an die Reihe.

Kaum hatte Frau Girling einige Sätze eines Schlußgebets hergesagt, so zog sie auf die sonst nur hysterischen Personen eigene Weise den Athem ein, verließ die Plattform, die ihr zur Kanzel gedient, und hüpfte – wobei die Gemeinde mit besonderer Wärme ausrief: „Gott sei gepriesen!“ – bald mit dem einen, bald mit dem andern Fuß umher, gleichzeitig mit den Armen heftig herumfuchtelnd und kurze Erbauungssentenzen hervorstoßend. Sie blieb nicht lange allein; denn bald stieß eine junge Frau, die in einer Vorderbank saß, ebenfalls einen hysterischen Schrei aus, erhob sich und tanzte auf dieselbe Weise; nur waren ihre Bewegungen elastischer als die des alten Weibes. Der Gegensatz zwischen den zwei hüpfenden Gestalten und den sie umgebenden feierlich-ernsten Gesichtern deren Besitzer einander zuflüsterten, „der Geist“ sei über jene Beiden gekommen – dieser Contrast reizte fast unwiderstehlich zum Lachen und es bedurfte unserseits der strengsten Selbstbeherrschung, um nicht in ein die Rücksichten der Schicklichkeit verletzendes Gelächter auszubrechen. Der Zwang war aber so groß, daß wir einander zuwinkten und uns lieber entfernten.

Unser Cicerone führte uns in der kleinen Colonie umher. Die Zelte der Männer waren weit reinlicher und behaglicher, als die der Frauen und Kinder. Die Zelte müssen offenbar übervölkert sein, da hundertzwanzig Personen Raum darin finden sollen; viele Möbelstücke, Schachteln und Geräthe lagen denn auch in Folge Raummangels im Freien der Unbill des Wetters ausgesetzt. Gekocht wurde sehr wenig, denn die ganze Gemeinde besaß nur einen einzigen, kurz vor unserem Besuche von einem Eisenhändler gespendeten Kochofen, und selbst dieser wurde nur wenig benutzt. Ein kleines Kartoffelfeld, ein Dutzend Spanferkel, zwei Pferde und zwei Karren machten den ganzen landwirthschaftlichen Reichthum der Shakers aus. Dennoch waren dieselben an Wochentagen keine Faullenzer; zumeist Handwerker, arbeiteten sie in ihren verschiedenen Fächern theils was sie für sich benöthigten, theils was sie in der Stadt austauschen konnten. Der Gottesdienst war bald zu Ende, und die Gemeinde kam aus der Capelle, um sich zu sonnen. Während die nett gekleideten und reinlichen Kinder spielend herumliefen, bildeten die ebenfalls sorgfältig toilettirten Erwachsenen plaudernde Gruppen.

Als Mrs. Girling uns mit einem ihrer Jünger beisammen sah, kam sie, uns die Hand reichend, auf uns zu. Sie war wie verwandelt; hätte sie nicht dasselbe schwarze Seidenkleid und dieselbe turbanartige, rosa und weiße Haube getragen, wir hätten kaum geglaubt, daß das kluge, intelligente Gesicht, die humorvollen Augen und die ruhige Art und Weise derselben Dame angehören, die soeben noch da drinnen gepredigt und getanzt hat. Die zärtlichen liebevollen Blicke, die ihr nachgeworfen wurden, ließen den Umfang ihres Einflusses ermessen. Auf meine Frage, ob das lebhafte Predigen, Singen und Tanzen nicht ermattend wirke, antwortete sie:

„Erschöpfung! Sehen Sie jene Blätter, die der Wind hin und her bewegt? Sie sind nicht ermüdet, weil die Kraft ihnen von außen her kommt. So verhält es sich mit uns; der Geist wirkt auf uns ein, sodaß wir nicht nur keine Müdigkeit, sondern sogar frische Kraft fühlen.“

„Waren Sie sich Ihrer Reden bewußt, als Sie ‚im Geiste’ waren?“

„Ja, aber ohne vorher zu wissen, was ich sagen würde. Der Geist inspirirte mich.“

„Warum bleiben Sie in dieser Gegend, da Sie kaum hoffen können, jenes große Gebäude wieder zu erlangen?“

„Wir wagen es nicht, die Rechte des Herrn aufzugeben. Für uns verlangen wir wenig, aber Ihm müssen wir treu bleiben; sobald er kommt, wird Alles gut sein.“

„Erwarten Sie seine Ankunft bald?“

„Tagtäglich.“

All die vielen Fragen, die wir noch stellten, wurden in demselben Geiste beantwortet.

Es ist darüber gestritten worden, ob diese sich für die unmittelbare Vorläuferin des „Königs der Könige“ ausgebende Frau eine Betrügerin oder das Opfer einer fixen Idee sei. Wir glauben entschieden, für das Letztere einstehen zu sollen, denn Mrs. Girling hat offenbar keinerlei Interesse, einen solchen absichtlichen Betrug zu verüben; schon die Eingangs angeführten volkswirthschaftlichen Principien scheinen uns eine solche Annahme auszuschließen. Auch verschiedene aus der Geschichte der Secten zu schöpfende Analogien sprechen für unsere Ansicht. Thatsache ist, daß nur der Einfluß der Mrs. Girling die Gemeinde, die sich in so precärer Lage befindet, zusammenzuhalten vermag, und zweifellos wird die Secte der Shakers über kurz oder lang sich wieder auflösen.