Ein Amateurzeichenapparat

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Titel: Ein Amateurzeichenapparat
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aus: Die Gartenlaube, Heft 2, S. 36 d
Herausgeber: Adolf Kröner
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Erscheinungsdatum: 1899
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger G. m. b. H. in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
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[36] Ein Amateurzeichenapparat. Die Liebhaberkünste würden eine größere Verbreitung als jetzt haben, wenn die Kunst des Zeichnens in weiteren Volkskreisen mehr heimisch wäre. Wie viele nehmen nicht von einer ihnen sonst sympathischen Liebhaberbeschäftigung Abstand, weil sie nicht im stande sind, Vorlagen auf das Rohmaterial zu übertragen. Die gewöhnlichen Hilfsmittel, wie das Durchpausen oder die Anwendung des Storchschnabels, erweisen sich für den Kunstdilettanten nur zu oft unzulänglich. Sehr gute Dienste leistet in dieser Hinsicht aber das Dikatopter, ein Apparat, der durch zwei hochglanzpolierte Silberspiegelchen von Vorlagen, Landschaften und allen möglichen Gegenständen überaus scharfe Bilder auf die Zeichenfläche wirft. Mit seiner Hilfe vermag sogar der des Zeichnens sehr wenig Kundige gute Kopien der Vorlagen anzufertigen. Namentlich „Eppers großes Dikatopter“ ist so ausgestattet, daß es sich trefflich für Bedürfnisse der Kunstdilettanten eignet und sogar Musterzeichnern. Naturforschern und Künstlern sich wesentlich nützlich erweist. Eine genauere Beschreibung des Apparates würde zu viel Raum beanspruchen. Wer sich dafür interessiert, kann von der Firma G. J. Pabst in Nürnberg einen Prospekt beziehen. Wir möchten nur auf den Apparat aufmerksam machen. Er ermöglicht ein leichtes Kopieren von Vorlagen, Zeichnen von Gegenständen und Personen nach der Natur, Aufnahmen von Landschaften etc. Die Vorlagen können mit seiner Hilfe verkleinert oder vergrößert werden. Landschaftsmaler können auf der Zeichenfläche sofort mit Pinsel und Farbe arbeiten, da das Bild in natürlichster Farbenwirkung erscheint. Sehr leicht gelingt es, neue Muster zu gewinnen, indem man natürliche oder künstliche Blumen, Figuren, Embleme u. dergl. zu Gruppen zusammenstellt und diese dann mit Hilfe des „Dikatopters“ abzeichnet.