Hauptmenü öffnen
Textdaten
<<< >>>
Autor: Johann Georg Theodor Grässe
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Die unglückliche Wette in Zittau
Untertitel:
aus: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen, Band 2. S. 212–213
Herausgeber:
Auflage: Zweite verbesserte und vermehrte Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1874
Verlag: Schönfeld
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Dresden
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Google-USA* und Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite
[212]
817) Die unglückliche Wette in Zittau[1].

C. G. Moraweck, Einige Nachrichten über 100 Denksteine, wovon 32 Kreuzform haben, welche sich in Zittau und der Umgegend an Wegen und öffentlichen Plätzen finden. Zittau, 1854 12. S. 8. Poet. beh. v. Segnitz, Bd. I. S. 216 sq.

Bei dem Bau der Kirche der heiligen Dreifaltigkeit zu Zittau hat unter den Maurern ein Lehrling mit seinem Meister um die Wette gearbeitet, um zu sehen, wer einen Pfeiler der Kirche eher als der andere vollendet haben werde. Beide haben also zu gleicher Zeit angefangen und sich tapfer dazu gehalten, darnach aber ist der Lehrling mit seinem Pfeiler eine ziemliche Zeit eher als der Meister fertig geworden, hat also die Wette vor dem Letztern gewonnen, was diesen dermaßen geärgert hat, daß er den Lehrling, ehe dieser sich es versehen, meuchlings ermordet hat. Zum Lohne dafür ist dem Maurermeister der Kopf mit dem Schwerte vor die Füße gelegt worden. Man bezeichnet noch heute zwei Pfeiler an [213] der Westseite der Kirche mit nischenartigen Vertiefungen als die sogenannten Wettepfeiler.


  1. Diese Sage wird unter Nr. 824 anders und weitläufiger erzählt worden.