Hauptmenü öffnen
Textdaten
<<< >>>
Autor: Johann Georg Theodor Grässe
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Sage von den Steinringen zu Zittau
Untertitel:
aus: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen, Band 2. S. 213
Herausgeber:
Auflage: Zweite verbesserte und vermehrte Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1874
Verlag: Schönfeld
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Dresden
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Google-USA* und Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite
[213]
818) Sage von den Steinringen zu Zittau.

Moraweck S. 11. Sachsenzeitung 1831. Nr. 109. Lausitz. Mag. 1832. Nr. 28. May, Leben des Bürgermeisters Dornspach in Zittau S. 33 sq. Pescheck, Handbuch d. Gesch. v. Zittau. Zittau 1834. I. S. 706.

Die alte Sechsstadt Zittau war ehedem wegen der Schönheit ihrer Jungfrauen hochberühmt, wie schon ein alter Vers besagt, der also lautet:

Kommst Du von Bautzen ungefangen,
Und dann von Görlitz ungehangen,
Auch von der Zittau ungefreit,
So magst Du wohl sagen von guter Zeit.

Allein mehrere dieser Zittauer Schönheiten nahmen ein trauriges Ende. So sollen einst zwei Brüder um eine Zittauer Jungfrau in der Nähe der Frauenkirche auf offener Straße gekämpft haben, und der eine von ihnen dabei gefallen sein. Zwei Ringe im Steinpflaster, etwa 100 Schritte vom Frauenkirchhofe bezeichnen den Platz, wo der Kampf stattfand, das Kreuz, das am Kirchhofthore liegt,[1] ist das Denkmal des einen Gefallenen, das Frauenbild von Stein aber auswendig an der Kirchhofsmauer, einige Ellen nördlich vom Thore soll jenes Mädchen vorstellen, welches, da es die Veranlassung zu jenem Zweikampfe war, angeblich hier lebendig eingemauert worden sein soll.


  1. Dergleichen Kreuzsteine setzte man ehedem an den Stätten, wo ein Mord vorgefallen war. S. Lausitz. Mon. Schr. 1796. II. S. 328. Schles. Prov. Bl. 1814. S. 297. sq. 1824. S. 328. Iduna u. Hermode. 1812. S. 96. Pescheck, Bd. II. S. 201. 894. 896. Moraweck a. a. O. S. 9. sq. und oben Bd. I. Sage. Nr. 300. u. Dr. Bösigk, Ueber Mordkreuze in Sachsen, in d. Mittheil. d. K. Sächs. Alt.-Vereins 1857. H. X. S. 31 fgg.