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Titel: Die koptischen Christen in Kairo
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aus: Die Gartenlaube, Heft 20, S. 268
Herausgeber: Ferdinand Stolle
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Erscheinungsdatum: 1855
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[268] Die koptischen Christen in Kairo. Nach H. Brugsch Reiseberichte aus Aegypten beträgt die gegenwärtige Zahl der dortigen Christen 150 bis 180.000 Köpfe. Die Zahl derselben vermindert sich aber von Jahr zu Jahr durch ihren gezwungenen oder freiwilligen Uebertritt zum Islam. Ihre Gesichtsbildung hat starke Züge, welche unwillkürlich an die alten Aegypter auf den Monumenten erinnert. Ihre Augen sind groß und mehr länglich als rund, ihre Nase ist gerade, an der Spitze sanft eingebogen, ihre Lippen sind aufgeworfen und ihre Gesichtsfarbe ist heller als die der Araber. Ihre Tracht ist auch eine verschiedene von den Muslimen. Der Turban ist schwarz oder blau, ihr Ueberwurf gleichfalls schwarz, auch der Schleier der Frauen ist schwarz, während die Frauen der Muslimen einen weißen tragen. An Gesicht und Armen sind sie grau tättowirt, und das Kreuz bildet hier die Hauptfigur. Die Kopten sind furchtsam und feige, dabei hinterlistig und verschlagen. Sittenreinheit ist einer der seltensten Vorzüge ihres Charakters. Sie haben einen Patriarchen an ihrer Spitze, der förmlich in Kairo residirt. Ihr Jammer, gegenwärtig Kriegsdienste zu thun ist groß, und sie flüchteten deshalb aus den Dörfern. Dafür wurden Mütter und Weiber von Muslimen mit glühenden Eisen gebrannt und durch Martern aller Art hezwungen, ihre Angehörigen zu verrathen. Neuerdings sollten sie vom Kriegsdienste befreit sein, dafür aber Frohndienste leisten. Der Patriarch hat dies aber entschieden zurückgewiesen.