Die italienische Nationalität

Textdaten
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Autor: unbekannt
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Titel: Die italienische Nationalität
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 39, S. 564
Herausgeber: Ferdinand Stolle
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1859
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[564] Die italienische Nationalität. Es ist eine eigenthümliche Erscheinung, daß der Staat, der in der jüngsten Zeit am meisten im Kampfe gegen die Verwirklichung der italienischen Nationalität gelitten, daß Oesterreich zuerst dieses Sehnen nach Unabhängigkeit in Italien angeregt und genährt hat. Als Oesterreich im Jahre 1809 (wie in Deutschland) die nationalen Kräfte zur Fortsetzung seines Feldzugs in die Waffen rief, sandte es auch den Erzherzog Johann, nachmaligen deutschen Reichsverweser, nach Italien, und dieser warf in seinen Proclamationen den Italienern vor: sie wären keine Italiener mehr, nur Sclaven Frankreichs, das Königreich Italien sei nur ein Traum; „darum erhebt euch wie die Spanier und Tyroler und werdet unabhängig vom Auslande! seid von der Wahrheit durchdrungen, daß, wenn ihr in strafbarer Schlaffheit diese letzte Gelegenheit nicht ergreift, welches Heer auch siege, ihr euch damit dem Schicksale aussetzet, nur ein erobertes Volk ohne Namen und Rechte zu sein.“

Man scheint sich dieser Worte neuerdings in Italien wieder erinnert zu haben!