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Die erste chinesische Eisenbahn (Die Gartenlaube 1888)

Textdaten
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Titel: Die erste chinesische Eisenbahn
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aus: Die Gartenlaube, Heft 46, S. 787
Herausgeber: Adolf Kröner
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Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1888
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
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[787] Die erste chinesische Eisenbahn. Früher hatten englische Ingenieure mit ihrem Plan, im Reiche der Mitte eine Eisenbahn zu bauen, keinen Erfolg; jetzt sind französische Ingenieure, unterstützt von dem Vicekönig Li-Hung-Tschang und dem General Tschenk-ki-Tang, glücklicher gewesen. Es handelt sich zunächst nur um eine Privat- und Luxuseisenbahn, welche Tientsin mit dem sechs Kilometer entfernten Landsitze des Vicekönigs verbinden soll. Land und Volk werden zunächst davon nur geringen Nutzen haben, doch der erste Schritt für China ist damit gethan und das Wunderwerk europäischer Kultur, das so jetzt durch die Wüsten Afrikas und die Steppen Asiens seinen Weg gefunden, wird auch jenseit der chinesischen Mauer sich alsbald einbürgern. Die Wagen dieser Bahn sind in Lyon gebaut worden und haben eine bedeutende Länge (11 Meter). Unter einander sind sie durch kleine Brücken mit Sicherheitsgeländern verbunden. Von den sechs Wagen des Zugs sind drei Luxuswagen; der zweite, für den Vicekönig bestimmt, ist außen in blau gemalt und mit Goldverzierungen versehen; in jeder Längswand wird das mittlere Feld durch das kaiserliche Wappen und den Drachen mit fünf Krallen eingenommen. Das Innere ist im Geschmack Ludwigs XV. eingerichtet, der Salon mit kirschrothem Atlas und Plüsch und einer Decke in grauer Seide ausgestattet. Die zwei andern Luxuswagen sind roth mit goldenen Strichen gemalt, der eine enthält ein Rauchzimmer mit havannafarbigem Saffian und einem großen für die Mandarinen bestimmten Raum in grünem Plüsch und Atlas. Der dritte Wagen enthält einen großen, in violettem Sammet und Atlas ausgestatteten Theesalon.