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Schedelsche Weltchronik d 032.jpg
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XXXI verso:

Das drit alter

Als nw moyses nach dreyen monaten des außgangs auf den perg Synai gestigen was. vnd daselbst. xl. tag vnd. xl. nacht gefastet vnd verdient het. das gesetz des herren zeempfahen. do gepote im der herr. dz er solt machen von den vnfaulenden hoeltzern sethim ein archen drithalb elnpogen lang vnd anderhalb elnpogen prait vnd des gleichen hoh. vnd gantz innen vnd außen mit allerrainisten gold bedeckt. vnd darueber ein guldine kron. vnd ein guldeins gebetthewßlin. oder tafeln derselben prait vnd lenge wie die arch das es die archen zebedecken genugsam wer. Nw wz ein uebersich auffgerichts fuerscheinends ding der archen als ein decklein das nennet man ein gnaden sarchlein. vnd an yeder seitten der lennge warn zwen gueldein rinng durch dz gantz holtz geende. vnd guldein stangen vom sethim holtz hindurch mit den man die archen truoge vnd die nimmer herauß gezogen wurden. vnd an beden oertern des gnaden sarchleins als in den zweien voerdern winckelen waren zwen guldein cherubin einer sahe den andern an. mit angesihten in dz gebetthewslein gekert die bedeckten dz gnaden sarchlein mit zwaien außgepraiten vnd aneinander ruerenden fluegeln. vnd die fluegel streckten sie auß geineinander ueber. vnd dise ding het man in sancta sanctorum. aber in der archen lagen der guldein eimer mit dem himel prot. die ruot Aarons. vnnd die zwu tafeln der zehen gepott.



Gleicherweis sprach der her zu moysen wirstu machen einen tisch von sethim holtz mit guldein plechen bedeckt. auff vier stollen oder fueßen. in yedem fueß was ein guldeiner rinng. vnd in den ringen guldein stangen. mit den der tisch getragen wardt. Nw was daran ein lesten geringsuemb als an der archen. vnnd an die leisten geheftet ein guldine kron vier finger hoh: also das der halbteil auff dem tisch fuerschine. das die daraufgesetzte ding nit herab fieln. der ander halbteil hienge vnden herab zu einer zierde. auff demselben tisch warden. xij. vngeseuerte prot. vi. zu der rechten. vi. zu der lingken hand gesetzt. vnd auff yeds ein guldiner becher oder kelch mit weyrach gelegt des morgens frue amm sabbath legten sie frische vnnd warme prot daruff die bliben vnbewegt bis an den nachfolgenden sabbath wenn die von dannen genomen wurden so assen allain die briester dieselben prot. darumb hießen sie die briesterlichen prot. dz sie die briester machten. buochen. auff dem tisch. vnd wider douon legten. wiewol sie das nit hielten: man nennet sie auch die prot der fuerlegung. dann sie warden gelegt vor dem herren zu ewiger gedechtnus der. xij. geslecht der kinder israhel.



XXXII recto:

Blat XXXII

der werlt

Der herr gepote auch zewerden einen leuechter auß allerrainstem gold gegoßen. des schefft oder stamm was dem leuechterstock oder fueß angehefftet. vnd eyßnin. vnd gezieret mit guldein roern: geknoepfft in gestalt eins rors. vnnd wa sich die hawbter der roern zu einander fueegten do waren als zwen knoepff oder kelch in gestalt einer nuss vnd auß dem grund des knopfs raichten gepogen plumen gerfuer als die lilien. vnd in dem selben grund zwischen dem knopff vnd den lilien was ein vmlawffends knoepflein. vnd so denn also in dem scheft oder stemmen fuenff roern in dise gestalt zu einander gefueegt warn. so waren daselbst vier fuegen der yede het als zwen zusamen gefueegt koepf vnd die knoepflein beyeinander vnd die lilien. Aber der leuechterstock gienge gestracks auff in die hoehe vnd het vnden drey stollen oder fueß. vnd oben sechs roern auß dem stammen. drey auff einer vnd drey auff der andern seyten gepogen uebersich aufraichende bis an die hoehe des stammen. vnd an dem stammen vier knoepff gleich einer nuss die ettlich appfelein nennen. also das zwen knoepff einer gegen dem andern gelegt ein appfelein machten. Rabi salomon schreibt das dise knoepff[1] lenngelet in die lennge geformet vnd also geschickt weren das ein ror durch mittel des knopfs wer gegangen. vnd die knoepflein beyeinander vnd die lilien vnd das appfelein vnnd die pluem (als die hebreyschen sprechen) sind imm leuechter zu zierde gesetzt. vnd diser leuechter was (als Josephus setzt) auß. lxx. zusamen gesetzten stucken in einem stock aufgerichtet. vnnd wie er ymmer gemacht was so het er oben syben gleiche




  1. WS:Vorlage: kuoepff