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Die Pfarrer Martin und Barthel Künzelmann zu Döhlen

Textdaten
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Autor: Johann Georg Theodor Grässe
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Titel: Die Pfarrer Martin und Barthel Künzelmann zu Döhlen
Untertitel:
aus: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen, Band 1. S. 189
Herausgeber:
Auflage: Zweite verbesserte und vermehrte Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1874
Verlag: Schönfeld
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Erscheinungsort:
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Originalherkunft:
Quelle: Google-USA* und Commons
Kurzbeschreibung:
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213) Die Pfarrer Martin und Barthel Künzelmann zu Döhlen.
Ziehnert a. a. O. S. 255 sq. Hasche, Dipl. Gesch. v. Dresden Bd. III. S. 31. Petzholdt, Der Plauische Grund. S. 42 fgg.

Im Dorfe Döhlen war in der Mitte des 16. Jahrhunderts (1535-1596) Martin Künzelmann Pfarrer; er galt weit und breit als gewaltiger Teufelsbanner und Wunderdoctor, hat auch einmal einen böhmischen Grafen, der vom Teufel besessen war, geheilt. Gleichwohl war er nicht geldgierig, sondern der Lohn, den er für seine Kuren verlangte, bestand meist nur in einigen jungen Obstbäumen und Propfreißern, die er theils selbst pflanzte, theils unter seine Pfarrkinder vertheilte und dadurch gewissermaßen der Vater der so blühenden Obstplantagen in und bei Döhlen geworden ist. Nach seinem Tode ward ein anderer (Barthel) Künzelmann daselbst Pfarrer, der gewaltig unter dem Pantoffel seiner Frau stand. Als nämlich das Meißner Oberconsistorium, welches unter Christian I. ganz calvinistisch gesinnt war, ein in diesem Geiste abgefaßtes Umlaufschreiben ergehen ließ, welches jeder Superintendent oder Pfarrer in den Churlanden unterschreiben oder sein Amt meiden sollte, hat jene ihren Mann mit den sprichwörtlich gewordenen Worten zur Unterschrift zu bereden gesucht: schreibt, Herr, lieber Herre schreibt, daß Ihr doch bei der Pfarre bleibt.