Die Krankheiten des Haupthaares und ihre ärztliche Behandlung

Textdaten
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Autor: Joseph Pohl-Pincus
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Titel: Die Krankheiten des Haupthaares und ihre ärztliche Behandlung
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 24, 26, S. 395–397, 426–428
Herausgeber: Ernst Keil
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Erscheinungsdatum: 1871
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[395]
Die Krankheiten des Haupthaares und ihre ärztliche Behandlung.[1]
Vom Stabsarzt Dr. J. Pincus, Docent an der Universität zu Berlin.

„Hülfe, Herr Doctor! Hülfe! Sie haben in Ihrem Aufsatz über den Haarschwund uns mitgetheilt, was die ärztliche Wissenschaft ergründet hat. Wir sind keine Barbaren und wir erfreuen uns daher an den Fortschritten der Wissenschaft an und für sich. Aber wir denken: das Wissen ist doch nicht immer das höchste Ziel, es soll oft ja nur die Vorstufe des Könnens sein! Und außerdem und ganz persönlich und ein ganz klein wenig egoistisch gesprochen (Sie lächeln? Sie tadeln uns doch nicht?): wir haben eine kleine Glatze, oder wir haben Grund zur Besorgniß, sie möchte kommen – also kurz herausgefragt: was vermag die ärztliche Kunst?“

Ich lache Sie nicht aus, meine verehrte Dame ober mein verehrter Herr, und ich schelte Sie nicht eitel! Und was meine Arbeit betrifft, so wissen Sie: die höchsten Entdeckungen sind den edlen Geistern vergönnt gewesen, die nach Wahrheit suchten nur um der Wahrheit willen, ohne Rücksicht auf die Lösung eines praktischen Problems – aber wir kleineren Götter, an die die Noth des Menschen in verschiedener Gestalt täglich so nah herantritt, wir praktischen Aerzte, wir vergessen der praktischen Probleme nicht. Vollends ich nicht, der ich durch mein eigenes Leiden vor vielen Jahren zu dieser Specialität geführt worden bin. Ich lächelte nur, weil es schien, als scheuten Sie sich, unbefangen über Ihr kleines Leiden zu sprechen; als fürchteten Sie, ich möchte Sie für tadelnswerth eitel halten, weil Sie von Ihrem Leiden befreit sein wollten. Keineswegs tadle ich Sie! Aber diese Scheu findet sich so häufig und verleitet die Patienten, an unrechter Stelle Hülfe zu suchen. Nun zur Sache! Was ich vermag, thue ich gern. Wie zeigt sich denn Ihr Haarleiden?

„Ich hatte ursprünglich reiches und kräftiges Haar, von hübschem Glanz, so daß ich nur selten etwas Oel oder Pomade zu nehmen [396] brauchte. Allmählich büßte das Haar an Stärke und Glanz ein; ein so massenhaftes Ausfallen hat eigentlich niemals stattgefunden und ich habe auch nirgends eine kahle Stelle; aber im Ganzen ist der Haarboden und namentlich auf dem Mittelkopf erheblich dünner als vor Jahren.“

Was vermuthen Sie als Grund Ihres Uebels?

„Ich wüßte Ihnen gar Nichts anzugeben. Ich bin im Ganzen gesund. Vor Jahren litt ich etwas an Bleichsucht und mäßigen Unterleibs-Beschwerden; es fand sich damals auch eine geringe Schüppchen-Bildung auf dem Kopfe ein. Jene Beschwerden gingen vorüber; die Schüppchen-Bildung blieb bestehen. Ab und zu trat ein mäßiger Kopfschmerz, an der Stirn oder auf dem Wirbel, auf und derselbe stellt sich auch jetzt mitunter ein, jedoch belästigt er mich niemals in solchem Grade, daß ich genöthigt wäre, mich zur Ruhe zu legen. Diese Dinge sind nicht erheblich und ich kann nicht annehmen, daß die früheren oder jetzigen so unerheblichen Beschwerden in dem Grade nachtheilig auf meinen Haarwuchs eingewirkt haben sollten.“

In dieser Voraussetzung freilich irren Sie. Die wenigsten Ihrer Leidensgefährten haben über die Entstehungsursachen der chronischen Haarkrankheiten richtige Ansichten. Es ist aber die Vorbedingung jedes vernünftigen Heilverfahrens, daß die Quellen des Leidens aufgedeckt werden.

Von je drei Patienten, die zu mir kommen, hat immer einer die Disposition zu seiner Haarkrankheit ererbt; der Vater oder die Mutter haben früh ihr Haar eingebüßt, von den älteren Geschwistern sind einige früh kahl geworden. Sind die Eltern früh gestorben, so läßt sich an einem Onkel, einer Tante, an Vettern und Basen noch die Disposition feststellen.

„Wird denn die Neigung zum vorzeitigen Haarverlust immer vererbt?“

Bewahre! Wäre dies, so hätten unsere Perrückenmacher nicht Hände genug. Finden sich in einer solchen durch Erblichkeit zu Haarkrankheiten geneigten Familie zahlreiche Geschwister, so zeigen nicht alle die frühzeitige Kahlheit. Die Beobachtung lehrt, daß, wie ich schon sagte, nur die Disposition, die Hinneigung zu der Krankheit vererbt wird. Gelingt es, in der Jugend diejenigen Schäden, welche erfahrungsgemäß das Haar angreifen, fern zu halten, so wird auch diese krankhafte Disposition getilgt.

„Es wird also in einem solchen Falle wesentlich sein, das Haar richtig zu pflegen. Aber die Meinungen, wie eine solche Pflege gehandhabt werden muß, scheinen so wenig festzustehen; man hört oft genug widersprechende Rathschläge.“

Nach meiner Ansicht sind alle wichtigen Momente klar, wenn es sich um ein Haar handelt, das etwas schwächlich ist oder zu werden droht. Es ist mit dem Haar wie mit dem Gesammtkörper: eine sehr starke Constitution kann sich Mancherlei bieten, ohne Schaden zu nehmen; ein ursprünglich sehr kräftiges Haar verträgt Vieles – das schwächliche verlangt eine sehr sorgsame Behandlung. Und diese sorgsame Behandlung muß schon sehr früh beginnen.

Zunächst müssen die Kopfausschläge in früher Kindheit aufmerksamer behandelt werden als es zu geschehen pflegt. Früher nahm man an, daß alle Kopfausschläge Ausdruck einer „Schärfe des Blutes“ seien; man hütete sich, sie zu beseitigen; man betrachtete sie als eine Art Sicherheitsventil dafür, daß die „Schärfe“ sich nicht auf edlere Organe werfe. Jetzt wissen wir, daß diese Ansicht nur für Ausnahmsfälle richtig ist, daß vielmehr in den allermeisten Fällen jene Ausschläge rein örtliche Krankheitsprocesse sind, die baldmöglichst geheilt werden sollen. Dauern sie nicht lange an, so bilden sie nur einen mäßigen Reiz für den Haarwuchs und das Haar erscheint nach einiger Zeit in noch größerer Fülle als vorher. Aber bei längerem Bestehen wird der Reiz so stark, daß eine Erschöpfung der Haut eintritt – nur zeigt sich diese Erschöpfung in ihren Erfolgen bei den complicirten Wachsthumsverhältnissen des Haares nicht sofort, sondern erst nach vielen Jahren.

Bezüglich des späteren Kindesalters bemerke ich, daß die Frisur der Mädchen, so lange sie die Schule besuchen, oft eine ungeeignete ist: die Zeit am Morgen vor dem Beginn der Schule ist knapp, es wird etwas rasch und in Folge dessen etwas rauh mit dem Kamm durch das Haar gefahren – viele Haare reißen in Folge dessen ab. Ich habe sehr häufig bei Schulmädchen aus vermögenden Ständen bei der Untersuchung des Haarausfalles fast die Hälfte der Haare abgerissen gefunden, eine solche Behandlung verträgt ein nur mittelstarkes oder gar ein schwaches Haar nicht. Reicht die Zeit, mit Sorgfalt einen Zopf zu flechten, aus, so ziehe ich diese Frisur allen anderen vor; reicht sie nicht hin, so schneide man das Haar kurz.

Diese beiden hier erwähnten Momente sind nach meinen Erfahrungen für die erste Jugend die wichtigsten, für die nun folgenden Lebensjahre hebe ich folgende Punkte hervor:

Von sehr vielen Personen wird die Kopfhaut durch zu häufiges oder zu starkes Bürsten gereizt. Fährt man täglich ein- oder zweimal leicht mit der Bürste über den Kopf hin, so thut man dem Haar keinen Schaden, aber ein Bearbeiten des Kopfes, um ein rebellisches Haar durchaus glatt zu bürsten oder um die letzten Schüppchen zu entfernen, bekommt der Haut schlecht.

Die jetzige Mode verpönt den Gebrauch des Haaröls; namentlich die Damen wünschen, daß jedes Haar einzeln dem Auge des Beschauers sich präsentire; das Haar soll rauh und damit voll aussehen – ein kräftiges Haar verträgt das, ein anderes nicht. Ein sehr starkes Haar wird von dem Oel seiner eigenen kleinen Fettdrüsen genügend durchtränkt; aber schon bei einem mittelstarken ist diese Durchtränkung keine beständige. Aufmerksame Personen wissen, daß ihr Haar an einem Tage voller erscheint als an einem anderen. Dieses Schwanken rührt zum Theil von den verschiedenen Wasserfüllungen des Haares her (je nach dem verschiedenen Füllungszustand der Kopfhaut), zum Theil aber auch von einer nicht genügenden Durchtränkung mit dem natürlichen Oel; in diesem Fall wird das lebende Haar hygroskopisch (ähnlich dem ausgekochten Haar) und verändert sich je nach der größeren oder geringeren Sättigung der atmosphärischen Luft mit Wasserdunst. Ein Haar, welches solche Schwankungen seiner eigenen Füllung oft erfährt, zeigt unter anderen unangenehmen Erscheinungen auch eine fatale: es spaltet sich. (Um Mißverständnissen vorzubeugen, bemerke ich: das Spalten kann auch noch von anderen Ursachen herrühren.) Gegen dies Uebel kann oft erfolgreich eingeschritten werden – ein wesentliches Mittel hierbei ist die reichliche Anwendung des Oeles.

„Bekommt dem Kopfhaar überhaupt besser ein flüssiges Oel oder eine mehr feste Pomade?“

Für die meisten Köpfe ist Oel und Pomade gleich zuträglich. Da das Oel dem Haare eine Weichheit giebt, welche es leicht dünner erscheinen läßt, so habe ich bei Denjenigen, welche einen solchen Schein gern vermeiden, Nichts gegen den Gebrauch einer Pomade, wenn sie gut zubereitet und frisch genug ist, d. h. wenn sie außer reinem Fett, einem unschädlichen Farbstoff und etwas wohlriechendem Oel nicht noch andere, reizende Bestandtheile enthält. Ist die Pomade sehr fest (d. h. enthält sie sehr viel Wachs), so dringt von dem Fett sehr wenig in das Innere des Haares, es bleibt an der Oberfläche und es erscheint das Haar etwas voller – will man diesen Zweck erreichen, so mag man eine wachsreiche Pomade anwenden; aber eine Durchölung des Haares und der obersten Schicht der Kopfhaut erreicht man auf diese Weise nicht.

Mein dringender Rath geht außerdem dahin, von Pomade und Oelen immer nur kleine Quantitäten anzuschaffen. Die Fette zersetzen sich oft ziemlich schnell und ein Product dieser Zersetzung (die Fettsäure, deren Gebrauch wir als ranzig bezeichnen) ist dem Haar sehr nachtheilig. Wo daher für das Haar Vorsicht geboten ist, rathe ich zur Anwendung eines thierischen oder pflanzlichen Oeles ohne jeden wohlriechenden Zusatz; man kann sich dann vor jedem jedesmaligen Gebrauch leicht überzeugen, ob der Geruch noch ganz rein oder schon ein wenig ranzig ist. Im letzteren Falle darf man es als Haaröl nicht mehr anwenden. Will man dem Oel einen wohlriechenden Zusatz geben, so füge man einen Tropfen kölnisches Wasser oder einer anderen wohlriechenden Flüssigkeit dem bereits für den sofortigen Gebrauch abgegossenen Oel bei.

„Wenn man das Haar öfter ölt, stellt sich das Bedürfniß nach häufiger Waschung des Kopfes ein. Was soll man für diesen Zweck verwenden? Seifenwasser? Honigwasser? Kamillenthee?“

Sehr viele Menschen haben eine so geringe Schweißabsonderung am Kopfe und eine so geringe Abschilferung der Oberhaut, brauchen auch so wenig Oel oder Pomade, daß das tägliche Durchkämmen des Haares für die Reinigung genügt – sie brauchen gar kein Waschmittel. Wird eine Waschung zwar [397] nöthig, aber nur selten (etwa jeden Monat einmal), so kann Seifenwasser genommen werden; hingegen ruft der häufige Gebrauch des Seifenwassers eine ziemlich starke Reizung hervor: es trat dann ein Gefühl von Spannung, von Trockenheit und nicht selten eine vermehrte Schüppchenbildung ein. Hier eignen sich nur milde Mittel: das käufliche Honigwasser und Veilchenwasser habe ich aus verschiedenen Droguerien und Parfümladen gekauft und brauchbar gefunden. Das viel angewendete Eigelb ist auch mild, nur braucht man hinterher eine zu große Menge Wasser; besser ist mit Rücksicht hierauf und sonst ganz ebensogut das Weiße des Eies. Am liebsten wende ich folgendes Waschmittel an, das jede Hausfrau für sich und die Ihrigen selbst bereiten kann und das am wenigsten reizend ist: ein Eßlöffel voll Kleie (Mandel- oder Weizen- oder Roggenkleie) wird in einen kleinen Topf kochenden Wassers geschüttet und etwa zwei bis fünf Minuten aufgekocht; das Wasser wird dann durch ein Leinentuch geseiht und lauwarm oder kalt, je nach der Gewöhnung des Kopfes oder je nach dem Wohlbehagen, als Waschmittel benutzt. Empfindliche Naturen sollen nach jeder Waschung ein bis zwei Stunden lang jede starke Abkühlung vermeiden und, sobald die Haare völlig trocken geworden sind, Haut und Haare einölen, es dringt dann das Oel am tiefsten ein und schützt vor dem Eintreten des lästigen Spannungsgefühls.

Dies sind die Momente, welche meine Erfahrung mich als die wichtigsten für die Pflege des Haares gelehrt hat, und sie gelten für gesunde wie für kranke Haare in gleicher Weise.

„Genügt die Beachtung der von Ihnen angeführten Verhaltungsmaßregeln zur dauernden Conservirung des Haares?“

Für die meisten Menschen allerdings; für diejenigen hingegen nicht, deren Haarbildungsstätte von bestimmten Krankheitsreizen getroffen wird.

„Kann man sich gegen diese Krankheitsreize schützen?“

Gegen die meisten allerdings – indeß damit betreten wir ein neues und sehr wesentliches Gebiet der Lehre von den Haarkrankheiten. Für dieses wünschte ich Ihre volle Aufmerksamkeit; diese ist aber heute schon zu sehr in Anspruch genommen worden, und wenn es Ihnen genehm ist, brechen wir daher hier die Consultation ab und beginnen bei der folgenden gleich mit diesem wichtigen Punkte.

[426]
II.


Sie hatten mich gefragt, ob man sich gegen die Krankheitsreize, welche die Kopfhaut treffen, zu schützen vermag, und ich hatte Ihnen geantwortet: gegen die meisten allerdings.

Diejenigen Schädlichkeiten, welche das Haar des Kindes oft dauernd in seinem Wachsthum beeinträchtigen, habe ich bereits erwähnt: Kopfausschläge, und bei Mädchen unsanftes Frisiren.

Bezüglich des späteren Alters habe ich in dem Aufsatz über „den Haarschwund“, den Sie ja nach Ihrer Angabe gelesen haben, schon erwähnt, daß die meisten Laien das allmähliche Hinschwinden der Haare für eine Schwäche des Gesammtkörpers oder der Kopfhaut halten, daß ich jedoch nach meinen Beobachtungen und Untersuchungen dieser Ansicht nur für wenige Fälle zustimmen kann und daß ich für die bei Weitem meisten Fälle den Haarverlust aus einer andauernden Reizung der Kopfhaut ableiten muß. In einigen Aufsätzen, welche ich in medicinischen Zeitschriften veröffentlichte, habe ich den Nachweis geliefert (und ich bitte Sie nur, mir hier einmal ohne ausführlichere Erörterungen auf’s Wort zu glauben), daß nicht ein einfacher Schwund, sondern eine Induration, das heißt eine Verhärtung der Kopfhaut dem Haarverlust zu Grunde liegt. Die Verhärtung ist aber Folge einer krankhaften Reizung. Es erfolgt diese Reizung entweder unmittelbar an der Kopfhaut selbst, oder (und dies ist der weit häufigere Fall) es wird die Reizung anderer Organe durch Vermittlung der Nerven auf die Kopfhaut übertragen.

Bezüglich der örtlichen Reizung unterliegt es zunächst keinem Zweifel, daß auch bei Erwachsenen eine andauernd zerrende Frisur, eine sehr schwere Kopfbedeckung, ein schlecht sitzender Helm, Hiebe auf den Kopf (Studenten-Duelle) einem von Hause aus etwas schwachen Haar erheblich schaden können. Noch bedenklicher ist eine Reizung, welche von Vielen geradezu für heilsam gehalten wird: die täglichen Brausebäder auf den Kopf. Ich selbst und eine große Zahl meiner Patienten, wir verdanken unsern vorzeitigen Haarverlust dieser unpassenden Anwendung des kalten Wassers. Schon das tägliche Waschen der behaarten Kopfhaut mit kaltem Wasser ist ein Reiz, der einen rascheren Haarwechsel hervorruft – aber das tägliche Brausen auf den Kopf (und dies sage ich besonders den zahlreichen Freunden forcirter Kaltwassercuren) viele Monate hindurch, zumal im ersten Mannesalter, greift das Haar gewöhnlich in hohem Grade an. Kann man durchaus (wegen des Gesammt-Befindens) die Brause nicht entbehren, so schütze man wenigstens den Kopf am besten, indem man ihn ganz außer dem Bereich des Wasserfalls bringt; geht das wegen der anderen Zwecke nicht an, dann durch eine Badekappe aus Wachstaffet.

Es leuchtet dem Laien leicht ein, daß Schädlichkeiten, welche die Kopfhaut unmittelbar treffen, auch das Haar ergreifen können. Schwerer begreiflich möchte ihm meine Behauptung erscheinen, daß die Reizung anderer, von der Kopfhaut entfernter Organe sich durch Vermittlung der Nerven auf die Kopfhaut übertragen kann. Indeß diese Behauptung unterliegt keinem Zweifel, und wenn Sie nur sorgfältig Ihre eigenen Erfahrungen oder die Ihrer Bekannten berücksichtigen, so werden Sie selbst bestätigende Beispiele genug angeben können. Zwei Organgruppen sind es besonders, die ihre eigene Reizung auf die Kopfhaut übertragen: die Unterleibsorgane und die Centra des Nervensystems.

Bezüglich der ersteren muß ich Eltern und Erzieher eindringlich und freundlich mahnen, die Entwicklungs-Epoche ihrer Kinder und Zöglinge zu überwachen. In der Zeit, da der Knabe zum Jüngling, das Mädchen zur Jungfrau erblüht, da eine bis dahin nur geahnte oder nicht einmal geahnte Reihe mächtiger Empfindungen auftritt und der Phantasie eine concentrirte Richtung und eine lebhafte Färbung giebt, da wird durch den Mangel richtiger Leitung viel Lebensfrische gedämpft, viel Leid erzeugt: ein solches Leid ist die erhebliche Verschlechterung des Haarwuchses, die in ihren ersten Anfängen sehr bald auftritt, aber erst nach vielen Jahren recht auffällig wird.

„Worin soll die richtige Leitung der heranwachsenden Jugend bestehen?“

In der Aufklärung, in der freundlich warmen, keuschen Darlegung. Sie schütteln den Kopf? Sie zweifeln? Sie meinen: „Ist es nicht bedenklich, wenn ich meinem Sohne, meiner Tochter Aufklärung über die körperliche Entwicklung gebe? Hat es damit nicht noch einige Jahre Zeit, bis eigene Erfahrungen sie zum Nachdenken gebracht haben? Störe ich nicht vielleicht jetzt ihre glückliche, unbefangene Unwissenheit?“ – Ich aber antworte Ihnen: Ihr Sohn, Ihre Tochter bleiben nicht unbefangen, unwissend; Sie können das Ohr Ihres Kindes nicht abschließen vor dem Worte Fremder! Glauben Sie es mir, dem Arzte, der über diesen Punkt viel beobachtet, viel gesonnen und mit Aerzten, Lehrern und Lehrerinnen sehr eingehend gesprochen hat! Durch des Vaters Mund soll der Sohn, durch der Mutter Mund soll die Tochter vernehmen, welche Entwicklung ihr Körper erfährt und weiterhin erfahren wird; – so vernehmen sie es in Züchtigkeit und Milde, und wenn sie nun klar wissen, was sie vorher dunkel ahnten, so können sie trotz dem Wissen unbefangen bleiben, und sie bleiben leichter rein. Und wenn dann ihr Ohr von leichtsinnigen oder schlimmen Unberufenen Worte hört, vor denen wir sie schützen möchten, aber doch nicht schützen können, oder wenn ihnen schlimme Lectüre vor die Augen kommt, dann ist der schädliche Einfluß dieser Worte, dieser Bücher schon halb gebrochen.

Nochmals, ich bitte recht dringend, Aufklärung aus Ihrem Munde ist nöthig. Nun – Sie nicken zustimmend; das freut mich herzlich. Denn ich weiß: es fällt den Eltern oft recht schwer, ihre Zurückhaltung zu überwinden. Aber dies Ueberwinden ist nöthig, durchaus nöthig.

Unter den eigentlichen Krankheiten der Unterleibsorgane haben die acuten Entzündungen oft einen ungünstigen Einfluß auf die Farbe des Haares: sehr viele Fälle vorzeitigen und raschen Ergrauens sind daher abzuleiten. Unter den chronischen Störungen greifen die anhaltenden Katarrhe des Magens und Darmes und die Reizzustände der Leber das Haar oft sehr an. Eine Reihe von Erschöpfungszuständen, welche von chronischen Unterleibskrankheiten eingeleitet oder begleitet werden (Bleichsucht, viele nervöse Beschwerden), haben den gleichen unangenehmen Einfluß auf das Haar.

„Kann man bei dem Bestehen solcher Leiden das Haar durch besondere Maßnahmen schützen?“

Dasjenige, was ich Ihnen früher als die wichtigsten Momente der Pflege des Haares bezeichnet habe, verdient in solchen Krankheitszuständen eine ganz besondere Berücksichtigung Ihrerseits. Diese Krankheiten sind übrigens an und für sich in der Regel so deutlich, daß sie die Betroffenen veranlassen, ärztliche Hülfe zu suchen. Die Curmethoden, welche jene Leiden erfolgreich bekämpfen, kommen auch dem Haarwachsthum zu gut; oft genug schwinden jene Leiden, aber das Haar will sich nicht erholen; dann läßt sich zuweilen (freilich nicht immer) noch nutzreich eine örtliche Behandlung der Kopfhaut einleiten.

Stets behauptet, vielfach bestritten, aber nach meiner Meinung unzweifelhaft feststehend ist die reizende Rückwirkung der Reizungszustände der Centra des Nervensystems, namentlich des Gehirns, auf die Kopfhaut; angestrengte Geistesarbeit, starke Gemüthsbewegungen, stiller Kummer, andauernde Störungen des Schlafes – und das sind, medicinisch gesprochen, Reizungen des Gehirns – haben diese Rückwirkung auf das Haarwachsthum. Nun ist es unmöglich, Kummer, Sorge, Aufregung aus der Welt zu schaffen, und es liegt mir natürlich fern, geistige Anstrengung zu widerrathen, etwa damit das Haar nicht leide – aber die Erfahrung lehrt, daß eine tüchtige körperliche und geistige Organisation allen Widerwärtigkeiten und allen Geistesanstrengungen trotzt, ohne Schaden, auch ohne Schaden für das Haar – man stähle sich daher zu guter Zeit durch Uebung und Gewöhnung, um im Leid Kraftvorrath zu haben, und wer schwach ist, der meide – nicht die Anstrengung, aber wohl die Ueberanstrengung, und unabwendbares Leid trage er in milder Ergebung.

Uebrigens wird auch in solchen Zuständen die Beachtung der von mir gegebenen Regeln für die Pflege des Haares sichtbaren Nutzen für das Wachsthum desselben schaffen. –

Die Worte, die ich hier geschrieben, sie dringen, so weit die deutsche Zunge klingt; sie werden gelesen in tausenden von den Centralpunkten der Geistesarbeit isolirten Familien, die in der [427] Gartenlaube ihren einzigen ärztlichen Berather haben. Als ich jüngst im hiesigen neuen Rathhause bei dem Feste, welches die Stadt Berlin dem ersten deutschen Reichstage gab, von der Höhe der großen Treppe auf die Festversammlung, welche sich zu den Erfrischungssälen hinaufbegab, hinsah und in dieser Gemeinschaft edelster Männer jedes zweite Haupt glänzend kahl fand, da mußte ich, wie schon so oft bei ähnlicher Wahrnehmung in großen Versammlungen, des Satzes denken, den der alte schlesische Schulrath Menzel, ein würdiger Mann, in seiner Geschichte der Deutschen an die Spitze der Vorrede gestellt hat: „Unsere Voreltern behielten, wie die alten römischen Schriftsteller berichten, ihre Haare und ihre Zähne bis in’s hohe Alter unversehrt!“ Und heute? Ist unser Geschlecht entartet? – Wahrlich nicht! In der zweitausendjährigen Geistesarbeit, die wir vollbracht haben, hat unsere Organisation in ihrem Grundwesen keine Erschütterung erfahren – nur äußerlich etwas zerzaust haben uns die Kämpfe.

Ich habe die Ueberzeugung, daß die möglichst vielseitige Beachtung meiner hier gegebenen Rathschläge der heranwachsenden Generation ein dauerhafteres Kopfhaar schaffen wird, als wir haben. Man vermeide die angegebenen Entstehungsursachen der chronischen Haarleiden, so weit dies möglich ist, und wo man Gefahr fürchtet, da zähle man, wie ich in dem früheren Aufsatze angegeben habe, den Haarausfall. Das Zählen ist mühsam, lieber Leser, sehr mühsam! das weiß ich sehr wohl – aber es steckt die Mühe zwölfjährigen Zählens und Untersuchens mehrerer Hunderttausende von Haaren in dem Gesetz, das ich Dir angegeben habe: „in der Norm darf bei lang getragenem Haar nie mehr als der vierte Theil des Haarausfalls unter sechs Zoll messen,“ und es steckt die Arbeit von acht Jahre hindurch fortgesetzten vielen Tausenden von Versuchen in dem Medicament, welches ich Dir am Schlusse dieses Aufsatzes rathen werde. Ich sage Dir das nicht, um einen besondern Dank von Dir einzuernten, denn, so schwer meine Arbeit gewesen ist und noch ist, ich denke nicht gar zu groß von ihr. Vielmehr sage ich Dir das, weil ich es Dir sehr angelegentlich an’s Herz legen will, für Dich oder Deine Kinder auch Deinerseits die Mühe nicht zu scheuen, um Dich und sie zu bewahren, damit es Dir und ihnen nicht ergehe wie mir, der ich erst durch einen Schaden, welchen ich hinterher nicht wieder gut machen konnte, klüger geworden bin.

Sobald nun die Zählung ergiebt, daß der erste Beginn eines chronischen Haarleidens vorhanden ist, so rathe ich zu folgendem Medicament: Zwei bis vier Gramm (ein Achtel bis ein Viertel Loch) doppeltkohlensaures Natron werden in hundertachtzig Gramm (zwölf Loth, anderthalb kleine Kaffeetassen, zwölf Eßlöffel) destillirten Wassers oder durch ein engmaschiges Leinentuch filtrirten Regen- oder Flußwassers aufgelöst und davon bei sehr zarten Personen an zwei aufeinanderfolgenden Tagen der Woche, bei Personen von sonst gutem Befinden an drei oder vier aufeinanderfolgenden Tagen der Woche ein bis zwei Eßlöffel voll mit einem recht weichen Haarpinsel oder einem kleinen Schwamm recht sorgfältig und andauernd, aber nicht rauh, in die Kopfhaut (besonders in den Vorderkopf und Mittelkopf – dies sind die am meisten gefährdeten Gegenden) eingerieben, so daß möglichst viel von der Flüssigkeit auf die Haut (nicht blos auf die Haare) kommt (man macht zu dem Zwecke, besonders bei langem Haar, an verschiedenen Stellen einen Strich mit dem Kamme); darauf werden Kopfhaut und Haare recht sorgfältig mit einem weichen, dünnen Tuche trocken gerieben und der Kopf die nächste Stunde vor Erkältung behütet. Die Einreibung kann zu jeder Tageszeit vorgenommen werden. Die übrigen Tage der Woche (Pause-Tage) wird das Haar in der sonst gewohnten Weise frisirt. Am ersten dieser Pause-Tage wird in die Kopfhaut und das Haar etwas Oel, von dessen Güte man sich vorher durch Riechen überzeugt, eingerieben. Schon nach wenigen Wochen wird eine Abnahme des täglichen Haarausfalls eintreten.

Die Arznei wird fortdauernd (fünf bis zwölf Monate) in der angegebenen Weise angewendet, bis die fortgesetzte Haarzählung ergiebt, daß die kurzen Haare zwischen einem Fünftel und einem Viertel des Gesammtausfalls ausmachen; dann wird einen Monat lang in jeder Woche um einen Tag weniger eingerieben (also ein bis drei Mal pro Woche). Wer nun für die Woche noch mehr als einen Einreibungstag hat, läßt jeden Monat einen weitern Tag pro Woche ausfallen. Ist man bis zu einem Tag für die Woche angelangt, so wird die nächsten drei Monate die Einreibung nur alle vierzehn Tage einmal angewendet! Damit ist die Cur beendet; sie dauert in der Regel zwölf bis achtzehn Monate. „Lange Zeit!“ sagst Du, lieber Leser – aber scheue die Ausdauer nicht! Ermüde nicht! denn es ist etwas Schönes, das Haupthaar bis in’s hohe Alter sich zu bewahren.

Nach Beendigung der Cur prüfe man von Zeit zu Zeit wiederum den Haarausfall: kurzdauernde Störungen brauchen nicht zu beunruhigen; sie sind Folge vorübergehender Reizzustände und schwinden von selbst; treten hingegen nach längerer Zeit wieder andauernde Abweichungen von dem normalen Verhältniß ein, so kehre man für zwei bis drei Monate zu dem Curverfahren zurück; gewöhnlich genügt es alsdann, wenn man für die erste Woche nur zwei Einreibungstage ansetzt und im zweiten Monat auf einen Tag herabgeht. Sehr selten (und dies fast nur bei sehr bedeutender erblicher Anlage) ist es nöthig, noch eine dritte Cur von gleicher Dauer eintreten zu lassen.

Ist die Kopfhaut sehr spröde oder die Schüppchenbildung sehr reichlich, so setze man der Arznei einen Eßlöffel voll reines Glycerin aus einer guten Droguenhandlung oder einer Apotheke hinzu. Selbstverständlich meide man, soweit dies angeht, die oben angegebenen Krankheitsreize, sowohl die directen auf die Kopfhaut als auch die auf die entfernteren Organe.

Hat die Familie einen Hausarzt, so theile man ihm die Absicht, die Cur anzuwenden, mit; es sind zuweilen wegen gewisser Eigenthümlichkeit der Constitution (Neigung zum Rheumatismus, nervöse oder Congestions-Kopfschmerzen) kleine Abweichungen von der angegebenen Methode nöthig, oder es ist die gleichzeitige Verabreichung innerer Medicamente erwünscht (bei Bleichsucht, bei chronischem Magenkatarrh); der Hausarzt wird gewiß gern die angemessenen Anordnungen treffen. Ich habe meine Behandlungsmethode bereits vor fünf Jahren in einem medicinischen Journal veröffentlicht, das ebenso wie dieses Blatt über den civilisirten Erdkreis verbreitet ist;[2] vielen Collegen wird daher mein Vorschlag bekannt geworden sein und sie werden gewiß gern mit ihrem Rathe zur Seite stehen; nur muß ich bitten, daß man dem Collegen nicht zumuthe (was thatsächlich ihm oft zugemuthet worden ist), den täglichen Haarausfall selbst zu zählen; das ist keine Arbeit für den Arzt und selbst, wenn er sich ihr unterziehen möchte: er hat keine Zeit für dieselbe.

Auf eine Nebenwirkung meiner Curmethode will ich noch aufmerksam machen, weil sie die Patienten zuweilen beunruhigt: das angewendete Medicament verändert nämlich in manchen Fällen die Farbe des Haares, es giebt ihr einen schwachen Stich in’s Röthlich-Blonde. Manchen ist diese Veränderung ganz erwünscht, die Meisten indeß ziehen ihre natürliche Farbe vor. Ich bemerke hierauf: wenn die Flüssigkeit nach dem Einreiben recht sorgfältig abgetrocknet wird, tritt die Veränderung der Haarfarbe gar nicht ein oder wird sehr unerheblich, und auch wo das sorgfältige Abtrocknen unterbleibt, tritt wenige Monate nach Beendigung der Cur die ursprüngliche Farbe unverändert wieder hervor.

Aber wohlgemerkt: die angegebene Heilmethode ist nur für das erste Stadium der chronischen Haarkrankheiten berechnet. Sobald hingegen bereits im Verlaufe mehrerer Jahre, also ganz allmählich eine sichtbare Verdünnung des Haarbodens eingetreten ist (zweites Stadium), sobald mithin die Veränderungen der Kopfhaut bereits erhebliche geworden, liegt eine schwerere Krankheit vor, die ich noch niemals in vollständige Heilung habe übergehen sehen. Nach meiner Meinung kann es sich für diese Fälle nur darum handeln, den Verlauf des krankhaften Processes zu verlangsamen, aufzuhalten, und hier ist, wie ich am Ende meines ersten Aufsatzes deutlich zu machen suchte, eine beständige Behandlung durch den Arzt nöthig, weil sich allgemeingültige Vorschriften nicht geben lassen.[3]

Und wenn Dein Arzt Dir sagt, er könne Dir nicht helfen, so bescheide Dich damit und gehe nicht zu einem Nichtsachverständigen, [428] der Dir eine glänzende Heilung verspricht. Denn glaube mir: Dein Arzt, und wenn er auch kein Specialarzt ist, weiß immer noch viel mehr von den natürlichen Functionen und den Krankheitsprocessen der Haut, als ein Laie, der einige medizinische Bücher gelesen hat und Haarwasser verkauft.

Und nun, lieber Leser, nehme ich freundlichen Abschied von Dir und bitte Dich, wenn Du bis hierher gekommen bist, zu gelegener Zeit Dir diesen Aufsatz und den ersten mit Muße noch einmal durchzulesen. Ich denke, ich darf sagen: ein guter Freund hat Dir gerathen.


  1. Den massenhaften Anfragen, welche uns in Folge des Artikels „Vom Haarschwund“ in Nr. 17 der Gartenlaube, theilweise zur weiteren Bestellung an Dr. Pincus, zugegangen sind, und die wir unmöglich alle direct beantworten konnten, glaubten wir nicht besser zu begegnen, als durch eine Aufforderung an den Verfasser, das einmal angeregte Thema, namentlich aber das Capitel von der eigentlichen ärztlichen Behandlung der Haarkrankheiten noch eingehender und ausführlicher zu behandeln. Wir freuen uns, den Wünschen so vieler unserer Leser auf solche Weise heute schon entsprechen zu können: ein weiterer, dritter Artikel wird der Zusage des Verfassers gemäß demnächst folgen.
    D. Red.
  2. Virchow’s Archiv für pathologische Anatomie und klinische Medicin.
  3. Ich habe in Folge meines ersten Aufsatzes eine große Anzahl Briefe durch die freundliche Vermittlung der Redaction erhaltet; – die meisten erheischten Hülfe für einen sehr vorgeschrittenen Grad des zweiten Stadiums; ich habe diese letzteren Briefe unbeantwortet lassen müssen, nicht aus Mangel an Menschenfreundlichkeit gegen den Hülfe Suchenden, sondern in Folge der vorhandenen Unmöglichkeit, die gewünschte Hülfe zu gewähren. Wo ich glaubte, nützen zu können, habe ich geantwortet. Freundlichen Dank Denjenigen, welche durch Einsendung besonders beschaffener oder besonders langer Haare meine Sammlung bereichert haben.