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Titel: „Deutsche Kunst in Lied und Bild“
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aus: Die Gartenlaube, Heft 51, S. 829
Herausgeber: Ernst Keil
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Erscheinungsdatum: 1874
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[829] „Deutsche Kunst in Lied und Bild.“ Neben dem neulich von uns erwähnten „Deutschen Künstler-Album“, herausgegeben von Ernst Scherenberg, verdient als ein würdiges Denkmal deutschen Dichtens und Schaffens das von Albert Traeger redigirte Jahrbuch „Deutsche Kunst in Lied und Bild“ (Leipzig, Julius Klinkhardt) eine rühmende Hervorhebung; denn es giebt gegenüber der großsprecherischen Behauptung von der Ohnmacht und Armuth der heutigen deutschen Dichtung den erfreulichen Beweis, daß unser Dichterwald an frischen und ursprünglichen Talenten gegenwärtig so reich ist, wie er je war. Alle Töne der Lyrik, vom leichten sangbaren Liede bis hinauf zum ernsten Reflexionsgedichte, daneben die Ballade und die Romanze, die Ode und die Elegie, das Sinngedicht und das Epigramm – alle diese lyrischen Dichtungsarbeiten finden in dem Traeger’schen Album durch oft überraschend schöne Beitrage ihre Vertreter. Und wenn neben dem Guten und Besten hier und da eine Leistung von mittelmäßigem Werthe auftaucht, so ist das ein unvermeidliches Loos, welches das Album mit allen derartigen Unternehmungen theilt. Dichter aus allen deutschen Gauen haben diesmal zu dem Jahrbuche beigesteuert. Am meisten vertreten ist das Königreich Sachsen, so durch R. Gottschall, Fr. Hofmann u. A. Das reichsherrliche Berlin wird vor Allem durch den als Lyriker weniger bekannten Fr. Spielhagen repräsentirt, und unter den übrigen preußischen Dichtern ragt F. Dahn hervor, der aus der Stadt der reinen Vernunft sein philosophisches Lied „Lucifer“ singt; aus München läßt H. Lingg seine Lyra erschallen, während von Stuttgart her K. Gerock u. A. sich in den Reigen der Sangesbrüder mischen; vom grünen Rhein herüber tönen die Lieder E. Rittershaus’ und seiner Genossen, und das schöne Deutsch-Oesterreich wird in erster Linie durch den genialen R. Hamerling repräsentirt. Bietet das Träeger’sche Album somit eine reiche Auswahl duftiger Blüthen der Poesie, zu denen der Herausgeber selbst einige stimmungsvolle Lieder beigesteuert hat, so muß die Sammlung von Lithographien und Farbendrucken nach Gemälden unserer bedeutendsten Künstler, welche den Gedichten beigegeben ist, eine nicht minder reiche genannt werden. Bringen wir noch die prächtige innere und äußere Ausstattung des Werkes und die den Schluß bildenden musikalischen Beiträge in Anschlag, so dürften wir, wegen einer gediegenen Weihnachtsfestgabe befragt, kaum ein passenderes Prachtwerk zu empfehlen wissen, als dieses Album „Deutsche Kunst in Lied und Bild.“