Hauptmenü öffnen
Textdaten
<<< >>>
Autor:
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Der letzte Namenszug des Kaisers Wilhelm
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 15, S. 260
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1888
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Leipzig
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite

[260] Der letzte Namenszug des Kaisers Wilhelm. Mag derselbe auch bereits in Millionen von Abdrücken verbreitet sein, er darf in unserer „Gartenlaube“, welche sich in vielen Familien von Geschlecht zu Geschlecht forterbt, nicht fehlen; er bleibt denkwürdig für alle Zeiten, ein historisches Dokument, welches für jeden Deutschen etwas unendlich Rührendes hat.

Die Gartenlaube (1888) b 260 1.jpg

Es war der 9. März, als Fürst Bismarck in tiefbewegter Rede dem Reichstage Kunde gab vom Hinscheiden des großen Kaisers; er erklärte, daß er in den letzten Tagen von dem hochseligen Herrn, in Bethätigung seiner Arbeitskraft, die ihn nur mit dem Leben verlassen, die vorliegende Unterschrift erhalten, welche ihn ermächtigte, den Reichstag in der üblichen Zeit nach Abmachung seiner Geschäfte zu schließen; er habe die Bitte an den Kaiser gerichtet, nur den Anfangsbuchstaben des Namens zu unterzeichnen. Der Kaiser habe darauf erwidert, daß er glaube, noch den vollen Namen unterzeichnen zu können. Und so ist dies denkwürdige Aktenstück ein Beweis der seltensten Pflichttreue des Monarchen und es bleibt bedeutsam, daß es der Vertretung der deutschen Nation, daß es dem Reichstage galt. Es fehlt in diesem kaiserlichen Namenszug kein Buchstabe, und auch nicht der große Federzug, mit dem er seine Unterschrift abzuschließen pflegte.
†