Der Windmüller

Textdaten
<<< >>>
Autor: Johann Karl Wilhelm Geisheim
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Der Windmüller
Untertitel:
aus: Gedichte, Zweites Bändchen.
S. 187–188
Herausgeber:
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1839
Verlag: Josef Max & Komp.
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Breslau
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Commons, Google
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
[[index:|Indexseite]]
[187]
Der Windmüller.


Meine Mühle geht,
Meine Mühle steht,
Wie die Zeit es will.
Wachsam und geduldig,

5
An dem Wind’ unschuldig,

Halt’ ich seinen Launen still.

Und so wie sie wehn,
Muß die Mühl’ ich drehn,
Bald nach Ost, nach West;

10
Muß vom Winde leben,

Glücklich, wenn er eben
So wie ich ihn brauche, bläst.

Achten früh und spät
Muß ich, wie er weht;

15
Muß nach seiner Kraft

Lüften meine Flügel,
Daß nicht sonder Zügel
Meiner Mühl’ er Unglück schafft.

[188]
Und Trepp auf, Trepp ab,
20
Sack hinauf, hinab,

Geht’s den ganzen Tag;
Und auch durch die Nächte
Klappert jede rechte
Mühle, wenn’s nur klappern mag.

25
Nehmt euch, Mann für Mann,

Hübsch ein Beispiel dran,
Macht es mir nur nach.
Fröhlichkeit und Frieden
Ist euch dann beschieden,

30
Wie mir unter’m Windmühldach.


Denn aus meinem Haus
Guck ich lustig ’raus,
In die Welt umher;
Darf doch niemals fasten,

35
Hätt’ auch mehr im Kasten,

Wenn, ja wenn der Krug nicht wär’.