Der Urgrund der Fehde wider die Fremdwörter

Textdaten
<<< >>>
Autor: Ernst Eckstein
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: Der Urgrund der Fehde wider die Fremdwörter
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1890
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Leipzig
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite


[060]

Der Urgrund der Fehde wider die Fremdwörter.

Von Ernst Eckstein.
Nachdruck verboten. Alle Rechte vorbehalten.

Der Leser weiß, daß in unserem Vaterlande während des letzten Jahrfünfts eine Bewegung in Fluß gekommen ist, die den Fremdwörtern den Krieg bis aufs Messer erklärt und hierbei nicht nur sprachliche, sondern auch nationale Gesichtspunkte mit einem sonst in Deutschland nicht alltäglichen Eifer in den Vordergrund stellt.

Man unterscheidet jetzt – und zwar häufig nach persönlicher Willkür – zwischen dem „Fremd-“ und dem „Lehnwort“. Das Fremdwort soll ein gänzlich unberechtigter Eindringling, das Lehnwort dagegen ein geduldeter, gleichsam nationalisirter Gast sein.

Nun liegen die Dinge bei näherer Betrachtung so:

Die Lehnwörter sind uns natürlich ebensogut „fremd“ wie die Fremdwörter.

Der Unterschied zwischen den beiden Klassen besteht nur darin, daß die „Lehnwörter“ schon in früheren Jahrhunderten, zumeist schon zu Zeiten des Althochdeutschen, in unsern Sprachschatz aufgenommen und durch Abschleifung gewisser nicht-deutscher Lautverhältnisse den urdeutschen Wörtern ähnlich gemacht worden sind.

Das Gleiche würde jedoch im Lauf der Jahrhunderte mit einer gewissen Anzahl von Fremdwörtern unserer Epoche geschehen können. Geschieht es nicht, so trägt der Geist der neuhochdeutschen Sprache die Schuld daran – nicht der fremdartige Charakter der betreffenden Wörter.

Hätten sich unsere Altvordern, die wir so gern als die Urbilder echtdeutschen Wesens in Anspruch nehmen, ebenso feindselig gegen die Fremdwörter gestellt wie die Gegenwart, so würde unser Neuhochdeutsch um ein Beträchtliches ärmer sein. Eine Unzahl von Wörtern, die uns jetzt völlig in Fleisch und Blut übergegangen sind, die jeder Bauer, ja jeder Gassenjunge versteht und anwendet, die nicht nur zur Steigerung unserer Ausdrucksfähigkeit, sondern auch zur Vermehrung unserer Abtönungsmittel wesentlich beitragen, würde uns niemals zu eigen geworden sein.[1]

Kein althochdeutscher Biedermann galt für einen ehrlosen Wälschling, weil er das lateinische scribere herübernahm und „scribôn“, neuhochdeutsch „schreiben“, sagte.

Freilich war er bei dieser Herübernahme so klug, die Abgeschmacktheit späterer Zeitläufte zu vermeiden, die, anstatt sich des fremden Wortstammes zu bemächtigen und ihn mit einer deutschen Auslautung zu versehen, fremdländische Bildungs- und Beugungssilben ins Deutsche einschmuggelte. Das ist eine widerliche Verhöhnung des Sprachgefühls, deren sich das Neuhochdeutsche immer noch schuldig macht.

Wenn wir z. B. jetzt das lateinische scribere neu einführten, so würde es die abscheuliche Form „scribiren“ bekommen, just so wie aus dem lateinischen dictare „diktiren“ und aus dem französischen promener „promeniren“ gemacht worden ist. Zu einem „skriben“ und „dikten“ vermag sich der unschöpferische germanische Sprachgeist der Gegenwart nicht mehr emporzuschwingen. Eine frühere Periode war noch imstande, aus dem lateinischen dictare die Form „dichten“ zu bilden.

Nur in ganz vereinzelten Fällen hat sich das Neuhochdeutsche eines Fremdworts bemächtigt, um ein selbstständiges Zeitwort mit deutscher Endung daraus zu gestalten. Dabei scheint es jedoch, als sei dieser schwache Versuch ursprünglich scherzhaft gemeint, und erst nach und nach in die ernsthafte Rede mit einverleibt worden. So sagen wir jetzt: „Der Schauspieler ‚mimt‘“ –; nicht er „mimirt“, was dem sonst allgemein üblichen Sprachgebrauche bei fremden Wurzeln entsprechen würde. Solche Ausnahmen jedoch lassen sich an den Fingern herzählen. Im übrigen bleibt bei sämmtlichen Zeitwörtern und bei der Mehrzahl der Ding- und Eigenschaftswörter, die wir aus fremden Sprachen herübernehmen, die Thorheit zu recht bestehen: wir borgen nicht nur den fremden Stamm, sondern wir bilden, betonen und wandeln auch undeutsch.

Ich behaupte nun: es ist nicht sowohl die Herübernahme des fremdländischen Wortstammes, als vielmehr die Unfähigkeit unseres Sprachgeistes, ihn sich vollständig anzueignen, ihm ein echtdeutsches Gewand umzuhängen, was den jetzt überschäumenden Widerwillen gegen das Fremdwort erzeugt hat.

Besäße der Deutsche die Fähigkeit, die undeutschen Fäden in seinem sprachlichen Gewebe vollständig aufgehen zu lassen, so würden wir, dem Beispiele anderer Völker entsprechend, die Aufnahme fremder Wurzeln als eine Bereicherung betrachten. Nur diese massenhaften Wörter mit lateinisch oder romanisch klingenden Endungen, diese Hauptwörter auf „ität“, auf „ion“, diese Zeitwörter auf „iren“, vor allem aber die vielen französischen Wörter, bei denen man uns die Beibehaltung der ursprünglichen Aussprache zumuthet, – diese Thorheiten sind es, die für das feiner entwickelte Sprachgefühl etwas Verletzendes haben.

Als die Normannen im Jahre 1066 unter Wilhelm dem Eroberer das britische Inselreich einnahmen und sich als Herrscher über das Land festsetzten, da drang in verhältnismäßig kurzer Frist eine Unsumme französischer Elemente in die germanische Sprache der Angelsachsen ein, dergestalt, daß sich das Englische unseres Jahrhunderts seinem Wortvorrath nach als eine Mischsprache darstellt; thatsächlich aber, seinem innersten Geiste, seiner Denk- und Formbildungsweise nach, ist das Englische rein germanisch, – und gerade z. B. in Beziehung auf die Behandlung der fremdländischen Zeitwörter hätte der Deutsche von seinen angelsächsischen Vettern mancherlei lernen können.

Im Englischen giebt es kein „produciren“, wie im Neuhochdeutschen, sondern ein selbstständig gebildetes „produce“, was einem deutschen „produzen“ oder „produtzen“ entspräche. Es giebt kein unglückseliges „kommandiren“, sondern ein flottes „command“, was einem deutschen „kommanden“ entspräche. Ein derartiges „kommanden“ würde uns kaum fremdartiger klingen, als „vollenden“ oder „versenden“; und mehr noch würden uns ähnliche Wörter anheimeln, bei denen lateinisch-romanische Vorsilben wie co-, con-, com-, pro-, prae- etc. nicht vorhanden sind.

Aus dem französischen „mêler“ hat das Englische nicht ein widerliches „meliren“, sondern ein ganz germanisch klingendes „meal“ („vermischen“) gebildet. Dieses „meal“ ist äußerlich gar nicht mehr von dem urgermanischen Worte „meal“ („Mehl“, oder „mit Mehl bestreuen“) zu unterscheiden, das die englischen Wörterbücher in ihrer noch häufig zu Tage tretenden Unwissenschaftlichkeit mit jenem Fremdworte „meal“ sogar ohne weiteres zusammenstellen.

Aus dem französischen „forcer“ macht der Engländer sein durchaus germanisch klingendes „force“. Wir natürlich haben das Wort nicht in der Form „ich forse“, sondern in der üblichen Verballhornung „ich forcire“ entlehnt.

Das Gleiche gilt noch von hundert und aber hundert französischen Zeitwörtern, die alle im Englischen die germanische Volkstracht angelegt haben, während das Neuhochdeutsche, allerdings [062] nach dem berühmten Muster des Mittelhochdeutschen, die unerquickliche Bildungssilbe „ir“ verwendet. Vergleiche: französisch „passer“, englisch „pass“, deutsch „passiren“; französisch „sonder“, englisch „sound“, deutsch „sondiren“; französisch „charger“, englisch „charge“, deutsch „chargiren“; französisch „changer“, englisch „change“, deutsch „changiren“. Und so weiter ins Unbegrenzte. Bei dem Worte „changiren“ kommt noch die oben erwähnte Unzuträglichkeit hinzu, daß ein dem Neuhochdeutschen durchaus fremder Laut, der Nasallaut des „an“, herübergenommen ist, was in der That, falls man sich nicht wie der Berliner mit einem kurzweg gesprochenen „ang“ behilft, eine sehr einschneidende Verfremdlichung der Sprache zur Folge hat.

Außerdem wirken alle diese Zeitwörter mit der Endung „– iren“ schon um deswillen störend auf ein empfindliches Sprachgefühl, weil sie den Hauptton auf der Ableitungssilbe haben, nicht auf der Stammsilbe. Die Hauptbetonung der Stammsilbe aber ist in allen germanischen Sprachen Grundregel. Man betrachte z. B. das Wort „Mann“ und die nachstehend verzeichneten Wandlungs- und Ableitungsformen: „dem Manne“; , „den Männern“; „bemannen“; die „Männlichkeit“. Ueberall verbleibt hier der Hauptton auf der Silbe „mann“ oder „männ“. Im Griechischen, im Lateinischen, im Französischen etc. ist dies beinahe umgekehrt. Hier fällt zwar auch der Hauptton gelegentlich einmal auf die Stammsilbe, fast immer jedoch ändert sich dies im Laufe der Abwandlungen. Während im Deutschen das Zeitwort „lieben“ in allen Formen der Konjugation stets auf der Silbe „lieb“ betont wird, rückt der Hauptton, der in der Gegenwartsform des lateinischen Zeitworts „ámo“ auf der ersten Silbe liegt, in der Vergangenheitsform auf die zweite, das heißt die Ableitungsform, vor. Die Vergangenheitsform (ich liebte) lautet nicht ámavi, sondern amávi; die Zukunftsform nicht ámabo, sondern amábo.

Diese Grundverschiedenheit des Betonungsgesetzes ist sehr wesentlich für den Charakter der beiden Sprachgruppen. Sie übt ihren weitestgehenden Einfluß z. B. auf die Poetik aus, indem sie den romanischen Völkern einen fast unerschöpflichen Reichthum an Reimen verleiht. Alle Zeitwörter der nämlichen Konjugation bilden z B. in den entsprechenden Zeitformen echte Reime: „amávi“, „saltávi“, „arávi“, während im Deutschen „ich liebte“, „ich tanzte“, „ich ackerte“ nicht reimen.

Es versteht sich von selbst, daß ein so durchgreifender musikalischer Unterschied nicht straflos übersehen werden kann. Ein sprachlicher Mißton ist die unausbleibliche Folge, wenn Elemente der ersten Gruppe unverändert oder doch in diesem Hauptpunkte unverändert in die zweite herübergenommen werden.

Was von den Zeitwörtern auf „– iren“ das gilt ebenso von den zahlreichen Dingwörtern auf „– ion“ „– ität“ etc. Auch hier können wir von fremden Nationen lernen, wie wir hätten verfahren sollen, um das Entlehnte in unser Fleisch und Blut zu verwandeln.

Warum sagen wir nicht z. B. statt „Gravität“ „Gravheit“? warum nicht für „Produktion“ „Produtzung“ – nach dem Vorbilde von „Benutzung“? Diese Formen klingen uns jetzt befremdlich oder komisch, aber nur weil wir fühlen, daß ihre Schöpfung jetzt etwas Gekünsteltes hätte. Wüchsen sie frisch und lebendig aus dem Boden des Sprachgeistes, so würde diese befremdliche Färbung wegfallen, – gerade so wie für den Deutschen die eigenthümliche Komik holländischer Vokabeln wegfällt, sobald er das Holländische derart beherrscht, daß er holländisch denkt.

Aber nicht genug, daß wir eine solche Formgebung, die uns neben manchem entbehrlichen Wort auch manches schätzbare dauernd gesichert hätte, schmählich versäumt haben, – der undeutschen Endung zu Liebe! – wir haben uns leider sogar bewogen gefunden, fremdländische Bildungssilben an deutsche Stämme zu schweißen und so abermals gegen den Geist unserer Wortbetonung zu sündigen.

Wir sagen „schattiren“; warum nicht „schatten“, „abschatten“? – „halbiren“; warum nicht „halben“?

Bei manchen Wörtern findet sich die verdeutschte Form neben der undeutschen. So heißt es „probiren“ und „proben“; die Form auf „iren“ erweist sich hier vollständig überflüssig.

Ebenso widerwärtig sind moderne Zwitterbildungen mit der griechisch-lateinisch-romanischen Nachsilbe – „ist“. Der „Flötist“, der „Blumist“ und vollends der „Lagerist“ flößen mir Schauder ein.

„Ja, wer wird aber auch solche Wörter gebrauchen!“ höre ich den geschmackvollen Leser ausrufen. In der That gehört der „Lagerist“ vorwiegend dem Privatstile unserer neuhochdeutschen Kaufmannschaft an, die sich – bei aller sonstigen Tüchtigkeit – um die Verkrüppelung unseres Sprachgefühls unsterblich verdient gemacht hat. Aber aus dem Privatstil dringen die Wörter ins Volk und aus dem Volk in das Schriftthum des Volkes!

So giebt es eine dem deutschen Sprachgeist schnurstracks zuwiderlaufende Nachsilbe, die wir alle unausgesetzt anwenden, die ursprünglich ganz so unschön und harmoniewidrig war wie das – „ist“ des „Flötisten“ und „Lageristen“, und die sich doch nicht mehr ausrotten läßt: die Nachsilbe „ei“ in Wörtern wie „Polizei“, „Flegelei“, „Schlächterei“.

Dieses „ei“ kennzeichnet sich sofort dadurch als ungermanisch, daß es den Hauptton hat. Wenn es deutsch wäre, könnte man nicht betonen: „Flegeleí“, sondern „Flégelei“.

In der That ist die Nachsilbe „ei“ nichts anderes als das griechisch-lateinische „ia“, französisch „ie“. Das Mittelhochdeutsche nahm dies französische „ie“ in der Form „îe“ herüber, und neuhochdeutsch ward „îe“ zu „eie“ und dann zu „ei“, wie „lîp“ zu „Leib“ und „wîp“ zu „Weib“ ward. Das griechisch-lateinische „melodia“ z. B. lautet neuhochdeutsch eigentlich Melodei; nur dadurch, daß man auf das Urwort zurückgriff, kam neuerdings wieder die Form „Melodie“ in Gebrauch.

Im Mittelhochdeutschen fing man bereits an, diese fremdländische Endung „îe“, neuhochdeutsch „ei“, an deutsche Stämme zu setzen. Heutzutage bilden wir von jedem Zeitwort ein Dingwort auf „ei“, ohne uns irgend bewußt zu sein, daß wir fremdländische Mittel verwenden. Wir sprechen von „Lauferei“, „Kocherei“, „Esserei“, „Aufwascherei“, „Näherei“, „Schlosserei“, „Bierbrauerei“; ja, die Führer der Fremdwörterfehde bekämpfen die „Ausländerei“, – und fühlen nicht mehr, daß diese Wortbildung eine Art Mißgeburt ist. Der Gebrauch, der unser aller Tyrann ist, hat hier das Fremde, sogar das Sprachwidrige, ein für allemal mit dem Bürgerrechte belehnt.

Fassen wir den Kern dieser Betrachtungen nochmals zusammen, so ergiebt sich der folgende Satz:

Wenn das Neuhochdeutsche – wie seiner Zeit das Althochdeutsche, das Angelsächsische, und noch in späterer Zeit die romanischen Sprachen – die Kraft besäße, fremdsprachliche Elemente so mit dem eigenen Sprachsafte zu durchdringen, wie dies der triebmächtige Baumstamm mit den ihm aufgepfropften Schößlingen thut, so würde eine Fremdwörterfrage für uns ebenso wenig vorhanden sein wie für die Franzosen, Italiener, Spanier etc. Die sogenannte Sprachreinigungsbewegung, die jetzt manchmal das Kind mit dem Bade ausschüttet, ist erst möglich geworden durch die namentlich in der Tagespresse überhand nehmende Verwendung undeutscher Formen. Das dritte Zeitwort, dem man begegnete, ging aus „iren“, das vierte Hauptwort auf „ion“, auf „anz“, auf „enz“ oder auf „ität“ aus, ganz abgesehen von einer Unmasse solcher Wörter, die ohne jede Veränderung geborgt und kurzer Hand – sans façon schrieben die Zeitungen – eingeflickt wurden. Dieses Sprachgemengsel wirke verstimmend, und wie nun einem bekannten Naturgesetze zufolge jeder Rückschlag über den eigentlich anzustrebenden Ruhepunkt wieder hinausgeht, so übertreibt jetzt auch die Fremdwörterhetze oft ihre an sich förderlichen und lobenswerthen Bestrebungen. Eine „Sprachreinigung“, wenn sie Gedeihliches leisten soll, kann nur allmählich von statten gehen. Gewaltsame Umwälzungen bringen auf staatlichem wie auf gesellschaftlichem und geistigem Gebiete in der Regel mehr Schaden als Nutzen. Sehr viele Fremdwörter besitzen eine jahrhundertelange Geschichte und demgemäß eine so reiche Begriffsfülle, daß keine auch noch so geschickte Verdeutschung vollkommenen Ersatz bieten kann. Es ist ein Unding, plötzlich „übernatürlich“ zu sagen und dabei „metaphysisch“ zu meinen; denn „übernatürlich“ ist uns bis jetzt etwas anderes gewesen, – und die Sprache hat doch vor allem den Zweck, die Gedanken möglichst unzweideutig und für jeden Hörer verständlich zum Ausdruck zu bringen.

  1. Fremdlinge, die theils zu Zeiten des Althochdeutschen, theils später unserem Sprachschatze einverleibt wurden, sind z. B. die Wörter „Pferd“, „Kopf“, „Masse“, „Messe“, „Kirche“, „Kirsche“, „Fenster“, „Punkt“, „Tisch“, „Bischof“, „Papst“, „Almosen“, „Pfingsten“, „Brief“, „Zettel“.