Der Schmetterling (Gilm)

Textdaten
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Autor: Hermann von Gilm
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Titel: Der Schmetterling
Untertitel:
aus: Die zehnte Muse. Dichtungen vom Brettl und fürs Brettl. S. 5
Herausgeber: Maximilian Bern
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1904
Verlag: Otto Eisner
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Erscheinungsort: Berlin
Übersetzer:
Originaltitel:
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Originalherkunft:
Quelle: Commons = Google-USA*
Kurzbeschreibung:
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Die zehnte Muse (Maximilian Bern).djvu
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Der Schmetterling.

Ein Veilchen blühte still verborgen,
Da fliegt ein Schmetterling vorbei
Und setzt sich fern, sitzt bang voll Sorgen;
Das Veilchen grüsst: „Recht guten Morgen!“

5
Und fragt, warum er traurig sei.


„Ich komm’ herauf von jener Heide,
Da sind sie alle schön geschmückt
Mit Gold auf ihrem Flügelkleide –
Den stolzen Blumen ihre Freude –

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Nur mich hat keine angeblickt.


„Ich hab’ kein Gold auf meinem Flügel,
Es hat’s der Mond, der Sterne Licht,
Es hat’s der Baum auf jenem Hügel,
Es hat’s der Bach auf seinem Spiegel –

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Nur ich bin arm, ich hab’ es nicht!“


Doch bei der ersten Sterne Schimmer
Lag er beim Veilchen, duftberauscht,
Und diese eine Nacht hätt’ nimmer
Um all’ des Goldes Glanz und Flimmer

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Der arme Falter eingetauscht.
Herm. v. Gilm.