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Der Grabstein des Ritter Harras in der Thomaskirche zu Leipzig

Textdaten
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Autor: Johann Georg Theodor Grässe
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Titel: Der Grabstein des Ritter Harras in der Thomaskirche zu Leipzig
Untertitel:
aus: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen, Band 1. S. 389
Herausgeber:
Auflage: Zweite verbesserte und vermehrte Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1874
Verlag: Schönfeld
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Quelle: Google-USA* und Commons
Kurzbeschreibung:
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449) Der Grabstein des Ritter Harras in der Thomaskirche zu Leipzig.
S. Schäfer, Wahrzeichen, Bd. I. S. 49.

Als ein Wahrzeichen Leipzigs galt sonst in der Thomaskirche der Grabstein des Ritters Herrmann von Harras, eines Kriegsobersten Kurfürsts Friedrich’s II. der im Bruderkriege aus Rache gegen die Vitzthume an einem Tage 60 Dörfer in Thüringen mit Feuer verheert hatte und deshalb der Brandmeister hieß. Er stellt ihn ganz geharnischt auf einem gebeugten Löwen stehend dar und giebt seinen Todestag als Lichtmeß 1450 an. Man erzählt nun folgende Ursache des Löwenattributes. Harras war in fremde Lande in den Krieg gezogen, während dessen hatte sich seine Braut mit einem Andern verlobt und der Teufel soll ihn davon unterrichtet und versprochen haben, daß wenn er sich ihm zu eigen geben wolle, er ihn noch vor Vollziehung der Ehe nach Leipzig schaffen werde. Harras willigte ein, unter der Bedingung, daß auch sein getreuer Löwe ihn begleiten dürfe, er legte sich darauf auf selbigem zum Schlafen nieder und in Leipzig angelangt, weckte ihn der Löwe durch sein Gebrüll, so daß er die Heirath noch verhindern und seine Braut selbst heimführen konnte.