Textdaten
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Autor: Brüder Grimm
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Titel: Das Rad im Mainzer Wappen
Untertitel:
aus: Deutsche Sagen, Band 2, S. 163–164
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1818
Verlag: Nicolai
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Erscheinungsort: Berlin
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Originalherkunft:
Quelle: Commons = Google
Kurzbeschreibung:
Siehe auch Willigis
Eintrag in der GND: [1]
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fertig
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[163]
468.
Das Rad im Mainzer Wappen.
Bange thür. Chr. Bl. 38b.
Thomas Lirer. Th. II.

Im Jahr 1009 wurde Willegis, ein frommer und gelehrter Mann, zum Bischof von Mainz gewählt; er war aber von geringer, armer Herkunft, und sein Vater ein Wagnersmann gewesen. Deß haßten ihn die adlichen Thumherrn und Stiftsgenossen, nahmen Kreide und mahleten ihm verdrießweise Räder an die Wände und Thüren seines Schlosses; gedachten ihm [164] damit eine Schmach zu thun. Als der fromme Bischof ihren Spott vernahm, da hieß er einen Mahler rufen; dem befahl er, mit guter Farbe in alle seine Gemächer weiße Räder in rothe Felder zu mahlen, und ließ dazu setzen einen Reim, der sagte: „Willegis, Willegis, denk woher du kommen sis.“ Daher rührt, daß seit der Zeit alle Bischöfe zu Mainz weiße Räder im rothen Schild führen. Andere fügen hinzu, Willegis habe, von Demüthigkeit wegen, ein hölzernes Pflugrad stets an seiner Bettstätte hangen gehabt.

Anmerkungen (Wikisource)

Hauptquelle war Banges Thüringische Chronik (1600), nur der letzte Satz stammt aus Thomas Lirer. Siehe die Nachweise auf der Seite Willigis.

Jüngere Zählung: Nr. 474.