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Textdaten
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Autor: Johann Georg Theodor Grässe
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Titel: Das Nixweibchen bei Leipzig
Untertitel:
aus: Der Sagenschatz des Königreichs Sachsen, Band 1. S. 370
Herausgeber:
Auflage: Zweite verbesserte und vermehrte Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1874
Verlag: Schönfeld
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Quelle: Google-USA* und Commons
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[370]
425) Das Nixweibchen bei Leipzig.
Ziehnert. Bd. III. S. 293.

Sonst hat sich bei Leipzig auf der Straße oftmals ein Nixweibchen sehen lassen. Es ging unter andern Bauersweibern mit dem Tragkorbe auf den Wochenmarkt, um den Hausbedarf einzukaufen. In der Kleidung unterschied es sich von andern dadurch, daß seine Unterkleider jederzeit zwei Hände breit naß waren. Uebrigens redete es mit Niemandem, grüßte und dankte auch Niemandem auf der Straße, wußte aber beim Einkauf so gut wie andere Weiber zu dingen und zu handeln. Einst gingen ihr auf ihrem Rückwege zwei Personen nach. Diese haben gesehen, wie sie an einem kleinen Wasser ihren Tragkorb niedersetzte und wie derselbe, während sie in’s Wasser tauchte, augenblicklich verschwand.[1]


  1. Prätorius, Abent. Glückstopf, S. 514, erzählt, im Juni 1669 [371] habe sich zwischen dem Ranstädter und Barfußthore etliche Male ein Nix schwimmend auf dem Wasser sehen lassen, und da sei am 9. Juli desselben Jahres hier der Sohn eines Eseltreibers, Brose genannt, ertrunken. Ueberhaupt soll der Nix in den Flüssen Pleiße, Elster und Parthe gewöhnlich am Johannistage ein Opfer fordern.