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Titel: Das Grab Alexander von Humbolt’s
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aus: Die Gartenlaube, Heft 35, S. 504
Herausgeber: Ferdinand Stolle
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Erscheinungsdatum: 1859
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[504] Das Grab Alexander von Humboldt’s ist forthin für Millionen „der ruhende Pol in der Erscheinungen Flucht.“ Wenn, die großen Jämmerlichkeiten verziehen und vergessen sein werden, welche zu ihm dem Zuge der Gedanken jetzt den Weg vertreten – dann wird Alexander von Humboldt in seinem Grabe wieder lebendig und der heilige Geist seines Gedächtnisses wird über alles Volk kommen, für das er gelebt, und dem man jetzt die Gedanken an ihn stiehlt. Im Schloßgarten zu Tegel ruht jetzt der Mittelpunkt der Forschung aller Zeiten und Lande, neben dem großen der größere Bruder, Wilhelm und Alexander. Der schlichte Stein, welcher den schmucklosen Eichensarg Alexander von Humboldt’s deckt, ist der Markstein, an welchem für die Naturforschung – im weitesten Sinne dieses Wortes – ein neuer Zeitabschnitt anhebt, der Zeitabschnitt, in welchem die Forschung nicht mehr den Einzelheiten, sondern dem „Kosmos“ gilt, dessen Erkenntniß er lehrte, dem Kosmos, d. h. „der Natur, als einem durch innere Kräfte bewegten und belebten Ganzen.“ Diese Gedanken wecken in uns ein Bild von dem „Erbbegräbniß der Familie von Humboldt im Schloßgarten zu Tegel“ von W. Riefenstahl und L. Billiger, in Oelfarbendruck aus der Anstalt von Winckelmann und Söhne in Berlin. Das schöne Blatt ist ein würdiges Denkmal des seltenen Bruderpaares und wird gleich uns namentlich viele Verehrer des zuletzt Verstorbenen zu großem Dank gegen die Urheber desselben verpflichten.