<<< St. Matthäus >>>
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St. Matthäus,

der Evangelist, war ursprünglich ein Zöllner, bis der Herr ihm zurief: „Folge mir!“ Er gehört also der moralisch niedrigsten Schicht der Gesellschaft an, er repräsentirt die ganze Menschheit überhaupt, die durch den Messias aus ihrer Niedrigkeit erhoben werden sollte, sofern sie ihm zu folgen bereit und willig war. Daher ist des Matthäus Gepräge auf Kirchenbildern ein einfaches. Er sieht nicht stolz, nicht majestätisch, aber treu, verständig, ehrlich aus. Sein Attribut ist ein geflügelter Mensch, zum Unterschied von dem geflügelten Löwen, Ochsen und Adler der drei andern Evangelisten. Vgl. den Artikel Cherubim und Evangelisten. Das Attribut des Menschen kommt ihm zu, weil sein Evangelium mit der Stammtafel Christi beginnt; im mystischen Sinne aber um so mehr, als er selbst die für das Christenthum empfängliche, dann dasselbe erhobene und geläuterte gemeine Menschheit personificirt. Ein zu Kentheim befindliches Bild gibt dem Menschen neben dem Evangelisten sieben Augen, was nicht im ursprünglichen Begriff liegt, sondern von der Engelnatur der Cherubim entlehnt ist. Vgl. Kunstblatt 1840, S. 402.

In der Apostelgeschichte des Abdias ist ausführlich von des Matthäus Schicksalen nach Jesu Tode gehandelt. Er ging zu den Parthern und verrichtete viele Wunder und Bekehrungen, überwand die Magier etc. Einst schickte man zwei Drachen wider ihn aus, die aber zu seinen Füssen einschliefen. Die von ihm bekehrte schöne Prinzessin Iphigenis wurde von dem grausamen Heidenkönig Hirtacus begehrt. Als sie ihn verschmähte, liess er den Heiligen am Altar mit dem Schwert durchstossen. 21. September. Nach einer andern Nachricht ist er gesteinigt, nach einer dritten gekreuzigt worden. Hirtacus wollte darauf auch Iphigeniens Kloster in Brand stecken, allein das Feuer ergriff seinen eigenen Pallast und er brachte sich in der Verzweiflung selber um. In altdeutschen Versen hat die Legende das alte Passional, herausg. von Hahn 1844, S. 295.