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Bau,

vgl. Babylon. Der Bau der Arche Noah vereint, der Bau des babylonischen Thurms zerstreut. So stehen sich auch wieder der Bau des Tempels und dessen Zerstörung entgegen.

Den Erbauern kommt als Attribut ein kleines Modell des Baus zu. So trägt auf Gemälden der Patriarchen Noah [113] eine kleine Arche auf dem Kopfe, Salomon einen kleinen Tempel im Arme. Ein Bauwesen im Hintergrunde ist das Kennzeichen des Zacharias. Auch die Stifter von Kirchen und Klöstern tragen das kleine Modell auf dem Arme.

Ein schönes Sinnbild der bauenden und doch zugleich streitenden Kirche ist der Bau des neuen Tempels von Jerusalem, bei dem ein Theil der gläubigen Juden beschäftigt war, indess der andere die Feinde abwehrte. Nehemia 4, 16.

In vielen Legenden hängt die Stätte, wo eine Kirche gebaut werden soll, nicht von der Wahl der Menschen ab, sondern Gott gibt ein Zeichen, wo man bauen soll. Die Leiche des Heiligen, die von Rindern gefahren wird, steht vor dem Orte still und lässt sich nicht mehr fortbewegen. Ein Hirsch oder anderes Thier bezeichnet die Stätte. Tauben tragen die Späne der Zimmerleute von dem schon gewählten Ort an einen andern weg. Eine fromme Fürstin verliert ihren Schleier und baut eine Kirche, wo sie ihn wiederfindet etc. Die Sammlungen deutscher Volkssagen sind voll von solchen Traditionen.

Im Mittelalter sühnten Verbrecher öfters ihre Schuld durch Uebernahme gemeinnütziger Bauten. So baute einer die Wasserleitung zu Blankenburg. Thüringen und der Harz II. 70. Vgl. auch Afzelius, schwedische Volkssagen III. 198.

Der Apostel Thomas bekam vom König Gundaphorus Geld, um einen Pallast zu bauen, schenkte es aber den Armen, um ihm einen Pallast im Himmel zu bauen. Acta S. Thomae. — Als Karl der Grosse starb, wollten die Teufel seine Seele fortführen, der heilige Jakob legte aber so viel Steine auf die Wagschale seiner guten Handlungen, dass es den Teufeln zu schwer wurde. Das waren die Bausteine der von ihm gegründeten Kirchen. Turpin.