Blumenstickereien

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Titel: Blumenstickereien
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 6, S. 196 a
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1899
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger G. m. b. H. in Leipzig
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Erscheinungsort: Leipzig
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Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
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[196] Blumenstickereien. Wer nicht Zeit findet, die so hochmodernen Blumenstickereien in einer mühsamen Stichart auszuführen, oder größere Kosten scheut, kann sich dieselben auch in einfacherer und doch wirkungsvoller Weise herstellen, nur Geschicklichkeit und Farbensinn sind nötig. Auf Möbelcretonne sieht man häufig in Farben und Formen besonders schöne Blumen und Blätter. Diese werden scharf nach den Konturen ausgeschnitten und auf einem beliebig hellen oder dunklen Tuchfond, der sie gut zur Geltung bringt, arrangiert; dabei behält man aber die moderne Richtung, welche das „Aufstrebende“ und „Flächige“ betont, im Auge. Etwa fehlende Stiele und Ranken sind später direkt auf dem Grundstoff vorzuzeichnen und in leichtem Stiel- und Plattstich einzufügen. Am besten hat man den Grundstoff schon zu dieser ersten Arbeit in den Strickrahmen gespannt, der das nun folgende Anheften der Auflagen auch erleichtert. Zur Befestigung dient den Konturen nachgehend und die Farben von Blüten und Laub wiederholend, entweder ein feines Seidenschnürchen oder ein Faden Filoselleseide, den in kleinen Zwischenräumen übergreifend ausgeführte Stiche aus feiner Seide – die Filoselleseide wird geteilt – befestigen; auch kann man leichten Plattstich über die Konturen greifen lassen. Platt-, Stiel- und lose Stiche aus zwei- und dreiteiliger Filoselleseide beleben hier und dort Blumen und Blätter, während Knötchenstiche die Kelche hervorheben. Natürlich müssen die Stickfäden mit feinem Verständnis dem Grundton angepaßt werden. Reicher als diese Cretonneauflagen wirken solche aus englischem Libertysammet und sind für kleinere Gegenstände auf Seide oder Moiree appliziert von großem Reiz; auch kann man direkt diesen schönen bedruckten Sammet verwenden und ihm durch leichte Stickerei mit seinen Metall- und Seidenfäden ein besonderes Gepräge verleihen.