Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 57 (1889), ab Seite: 81. (Quelle)
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10. Thomas Winter (geb. in Wien 7. Jänner 1654, gest. daselbst 30. Juni 1733). Er trat, 16 Jahre alt, in den Orden der Gesellschaft Jesu, in welchem er durch 26 Jahre, und davon 19 in Wien als Sonntags- und Fastenprediger, in ersprießlichster Weise thätig war. Auf theologischem Gebiete schrieb er in lateinischer und deutscher Sprache und gab in ersterer heraus: „Advocatus peccatorum seu Jesus patiens. Conciones quadragesimales“ (Viennae 1714, 4°.); – „Judas Machabaeus, orationi magis quam armis confisus etc.“ (ib. 1716, 4°.); – „Symbolum S. Joannis Evangelistae aquila“ (ib. 1716, 4°.); – „Palinodia libertinorum, id est proterva credendi quod libet, et vivendi ut lubet libertas... in concionibus quadragesimalibus redarguta“ (ib. 1720, 4°.); – „Assertio bipartita virtutis Catholicae...“ (ib. 1721, 8°.); – „Annus saecularis consecrationis SS. Ignatii et Francisci Xaverii“ (ib. 1722, Fol.). In deutscher Sprache veröffentlichte er gleichfalls mehrere Andachtsschriften, Lob- und Festreden auf die hh. Märtyrer Cassianus, Vigilius, Sisinius, Florinus, Romedius, Simoni, Maxentia, dann eine Leichenfestrede auf Kaiser Leopold I. (1705, 4°.) und besorgte die Ausgabe einiger Werke seiner Ordensbrüder, so des P. Hieronymus Torres „Augsburgisches Bekenntniß in vier Bänden“ (Wien 1717–1720, 12°.) und des P. Jacob Cobbelius „Weg des Lebens und des Todes“ (ebd. 1732). Nahezu 80 Jahre alt, starb Winter im Rufe seltener Frömmigkeit und Gottesfurcht. [Stoeger (Joh. Nep.). Scriptores Provinciae Austriacae Societatis Jesu (Viennae et Ratisbonae 1856, Manz, schm. 4°.) p. 398.]