BLKÖ:Schams, Franz (Schriftsteller)

Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Schamberg, Julie
Band: 29 (1875), ab Seite: 112. (Quelle)
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Schams, Franz (Schriftsteller, geb. zu Leitmeritz in Böhmen 2. December 1780, gest. im Jahre 1839). Nachdem er die Elementarschulen beendet, begab sich S. nach Reichenberg, wo er Pharmacie studirte, worauf er sich im Jahre 1798 an der Hochschule in Prag und im Jahre 1803 an jener zu Wien den Prüfungen unterzog. Nun kaufte er in Peterwardein eine Apotheke, gab aber im Jahre 1817 dieses Geschäft wieder auf und übersiedelte nach Pesth, wo er sich mit schriftstellerischen Arbeiten und nebenbei mit der Bewirthschaftung eines kleinen Gutes, das er im Pesther Comitate gepachtet, beschäftigte. Er hat folgende Werke herausgegeben: „Vollständige Beschreibung der königl. Freistadt Pesth in Ungarn“ (Pesth 1820, Hartleben, 12°., mit K. K.); – „Topographische Beschreibung von Peterwardein und seinen Umgebungen. Ein Beitrag zur Landeskunde Syrmiens“ (ebd. 1820, 8°., mit [113] 2 K. K.); – „Beschreibung der Hauptstadt Ofen in Ungarn“ (Ofen 1822, Universitätsdruckerei, 8°., mit 3 Ansichten); – „Ideen über Pacht and Verpachtung der Landgüter zu Ungarn“ (Pesth 1822, 8°.); – „Betrachtungen über Ungarns Weinbau, oder auf Erfahrung gegründete Belehrung zur möglichsten Verbesserung dieses landwirthschaftlichen Zweiges“ (Pesth 1830, Hartleben, gr. 8°.); – „Ungarns Weinbau in seinem ganzen Umfange, oder vollständige Beschreibung sämmtlicher berühmter Weingebirge des ungarischen Reiches in statistischer, topographischer, naturhistorischer und ökonomischer Hinsicht“, 2 Bde. (Pesth 1832, Wigand, gr. 8°. mit 9 Abbild.). Im Jahre 1836 begann S. die Herausgabe einer „Zeitschrift für Weinbau und Weinbereitung in Ungarn, für Weinbergsbesitzer, Winzer und Landwirthe“, wovon bis 1838 nur drei Hefte (Pesth, bei Heckenast, gr. 8°.) erschienen sind. Auch lieferte S. mehrere Aufsätze für Zeitschriften. Er war Mitglied mehrerer gelehrten Gesellschaften des In- und Auslandes. Das Kayser’sche Lexikon führt ihn im V. Bande, S. 57, als Ritter auf. Das ist ein Irrthum. Schams besaß weder den erbländischen, noch den ungarischen Adel.

Oesterreichische National-Encyklopädie von Gräffer und Czikann (Wien 1835, 8°.) Bd. IV, S. 507.