BLKÖ:Ruvarac, Constantin

Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 27 (1874), ab Seite: 314. (Quelle)
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Ruvarac, Constantin (serbischer Schriftsteller, geb. zu Stary banya in der Warasdiner Militärgrenze im Jahre 1837, gest. im Jahre 1864). Der Sohn eines griechischen Geistlichen; besuchte die Volksschule in seinem Geburtsorte, die Hauptschule in Slankamen und bezog dann das Gymnasium in Karlowitz, wo er auch einen Theil der philosophischen Studien hörte, welche er in [315] Pesth beendete. Im J. 1859 begann er das Studium der Rechte, hatte es auch beendet und bereitete sich für die juridische Doctorwürde vor, als ihn als Candidaten derselben im Alter von 27 Jahren der Tod ereilte. Bereits während seines Besuches der Gymnasialclassen zogen ihn die Literatur und schönen Wissenschaften an, welche er auch dann, als er seinen Berufswissenschaften mit allem Eifer oblag, nicht vernachlässigte. Mehrere kleinere Arbeiten lieferte er in jener Zeit für das in Neusatz herausgegebene Blatt: „Danica“ und den „Srbsky Dnevnik“. Man rühmt seinen Arbeiten sittlichen Ernst, logische Schärfe und scharfen kritischen Geist nach. Als er noch in Pesth studirte, gründete er daselbst den serbischen Studenten-Verein Prehodnic, d. i. der Leitstern, dessen Seele er bis zu seinem Ableben war. Aus seinem literarischen Nachlasse gab ein G. Popović gesammelte Schriften: „Skupljeni spisy“ (Neusatz 1806) heraus, deren erster Theil durchaus Original-Arbeiten enthält, der zweite Uebersetzungen, und zwar „Incognito“, ein Theaterstück aus dem Slovenischen, und Körner’s Zriny enthalten sollte. Ob der zweite Band schon ausgegeben worden, war bei dem völligen Mangel einer südslavischen Bibliographie Herausgeber zu erfahren nicht im Stande.

Slovník naučný. Redaktor Dr. Frant. Lad. Rieger, d. i. Conversations-Lexikon. Redigirt von Dr. Franz Ladislaus Rieger (Prag 1860, I. L. Kober, Lex. 8°.) Bd. VII, S. 1181.