BLKÖ:Pock, Mathias (1690–1779)

Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Pock, Johann
Band: 22 (1870), ab Seite: 451. (Quelle)
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Pock, Mathias (Priester der Gesellschaft Jesu, geb. zu Preßburg in Ungarn 8. Juni 1690, gest. ebenda im Jahre 1779). Trat im Jahre 1807[WS 1], [452] 18 Jahre alt, in den Orden der Gesellschaft Jesu, in welchem er seine Studien beendete, die heil. Weihen empfing, die philosophische und theologische Doctorwürde erlangte und längere Zeit im Lehramte verwendet wurde. Er trug folgeweise zu Tyrnau die Redekunst, ebenda und zu Kaschau die Philosophie und Theologie, im Ganzen durch 12 Jahre, vor, dann wurde er Beirath des Vorstehers der Ordensprovinz, Novizenmeister im Ordenshause zu St. Anna in Wien, später Vorsteher desselben, dann des Ordenscollegiums zu Gratz, der Pazman’schen Priesteranstalt in Wien und der Theresianischen Ritterakademie ebenda, darauf Rector der Collegien in Passau, Preßburg und Erlau und zuletzt nach Aufhebung des Ordens Subprior bei St. Martin in Preßburg, wo er im hohen Alter von 90 Jahren starb. Von ihm sind folgende Schriften im Drucke erschienen: „Palatium Regni Hungariae, Palatinorum virtutibus ac meritis illustre, seu tres et viginti primi Palatini Hungariae“ (Tyrnaviae, typ. Acad. 1723, 8°.); – „Christianus poenitens ad rite obsundum Sacramentum poenitentiae facili methodo instructus“ (Cassoviae 1727, 12°.); – „Ad tritissimam in Fidei controversiis quaestionem: ubi scriptum est? Responsio a quodam S. J. Sacerdote collecta“ (ibid. 1733, 8°.). Auch schrieb er mehrere lateinische Kirchenlieder, unter andern das Lied „O Virgo Virginum“ und mehrere kleine Andachtsschriften für die Marianische Bruderschaft.

Stoeger (Joh. Nep.), Scriptores Provinciae Austriacae Societatis Jesu (Viennae 1855, Lex. 8°.) p. 272. – Fejér (Georg.), Historia Academiae scientiarum Pazmaniae Archi-Episcopalis ac M. Theresianae regiae literaria (Budae 1835, 4°.) p. 74 [erscheint daselbst irrig als Pork]. – Scriptores facultatis theologicae qui ad C. R. scientiarum universitatem Pestinensem ab ejus origine a. 1635 ad annum 1858um operabantur (Pestini 1859, Gyurian, 8°.) p. 22. –

Anmerkungen (Wikisource)

  1. Vorlage: 1870.