Anfragen (Journal von und für Franken, Band 1, 3)

Textdaten
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Autor: Diverse
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Titel: Anfragen
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aus: Journal von und für Franken, Band 1, S. 350–353
Herausgeber: Johann Caspar Bundschuh, Johann Christian Siebenkees
Auflage:
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Erscheinungsdatum: 1790
Verlag: Raw
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Erscheinungsort: Nürnberg
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Quelle: UB Bielefeld, Commons
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XIII.
Anfragen.


1.

Sind folgende Urkunden bereits irgendwo abgedruckt?

a) König Johanns von Böhmen als Reichs-Vicarii Erlaubniß an den Bischoff in Eichstätt wegen des Jagens in dem Weissenburger Reichswald. 1310.

b) Rex Ludovicus obligat Ecclesiae Eystettensi Oppidum Weissenburg pro 1250 libris Hallensibus 1314.

| c) K. Carls IV Erlaubniß an Eichstätt in dem Weissenburger Forst zu jagen. 1354.

d) Vergleich zwischen der Stadt Weißenburg und dem Abt zu Wildsburg wegen Besteurung dessen in der Stadt liegenden Güter. 1361.

e) Richtung zwischen Herren und Städten, in specie den Burggrafen und Nürnberg, dann dem Bischoff zu Wirzburg und den Burggrafen, wegen des Rotenburgischen Landgerichts zu Mergentheim. 1386.

f) Kaiser Friedrichs III Erlaubniß, daß die Stadt Weißenburg den Rath zu Nürnberg zu ihrem Schutzherrn dürfe annehmen. 1493.

g) Kurfürst Friedrichs zu Sachsen Consens in die kaiserl. Verschreibung, Johann Waldnern, Östreichischen Canzlern, über die Pflege Schwäbischen Wöhrd und Weissenburg am Nordgau ertheilet. 1495.

h) Schreiben K. Miximilians I. an den Bischoff zu Eichstätt die Stadt Weißenburg betr. 1495.

| i) Urkunde Kg. Ferdinands die Reichspflegen zu Donauwöhrd und Weißenburg betr. 1534.

k) Berchtoldi Episc. Eystettensis Privilegium testandi clericis concessum. 1364.


2.

Meisterlein in seiner Nürnbergischen Chronik (in Ludewig. Reliqu. Mst. T. VIII) beruft sich öfters auf Urkunden und Chroniken in Baierischen, Schwäbischen und Fränkischen Klöstern und Stiftern, in welchen er seine Nachrichten gesammelt habe. Sollten sich im Stift St. Emeram, im Schottenkloster zu Regenspurg, in dem ehemahligen Benedictinerkloster Castell, im Kartheuserkloster Prüel bey Regenspurg, in den Abteyen Ober- und Nieder-Altaich, in Reichenbach, zu St. Ulrich und Afra in Augspurg, in Kaisersheim, auf dem Michelsberg in Bamberg, nicht Nachrichten zur ältesten Geschichte Nürnbergs finden, da Meisterlein an allen diesen Orten war?


3.
Die Wappenschilde verstorbener Ritter der vom K. Carl IV 1355 zu Nürnberg gestifteten Fürspänger-Gesellschaft wurden| daselbst in die Frauenkirche aufgehangen, von da sie 1590 herabgenommen wurden, und dann noch in die Frauenkirche zu Bamberg und Frauencapelle zu Wirzburg aufgehangen. Sind sie noch daselbst befindlich, und wie lauten ihre Umschriften?

Zu Nürnberg erlosch diese Gesellschaft zur Zeit der Reformation; wann ist sie zu Bamberg und Wirzburg erloschen? oder dauert sie vielleicht irgendwo noch fort?

Existiren vielleicht Urkunden oder andere glaubwürdige Nachrichten von ihr, ausser den in den Beyträgen der Teutschen Gesellschaft zu Altdorf und in Waldaus Beyträgen zur Gesch. der Stadt Nürnb. bereits bekannt gemachten?


4.

Ist das Recht des Fiscus uneheliche Kinder zu beerben noch im Eichstädtischen üblich?


5.

In welchen Gegenden Frankens hat bey Bauernhöfen das jüngste Kind oder der jüngste Sohn ein vorzügliches Recht?


6.

Wo und wann ist in Franken das erste Naturaliencabinet gesammelt worden?