Hauptmenü öffnen
Textdaten
<<< >>>
Autor:
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: An die Kaiser-Wittwe und -Mutter
Untertitel:
aus: Die Gartenlaube, Heft 13, S. 208
Herausgeber: Adolf Kröner
Auflage:
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1888
Verlag: Ernst Keil’s Nachfolger in Leipzig
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Leipzig
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Scans bei Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite
[208]
An die Kaiser-Wittwe und -Mutter.

Dich traf das schönste Loos von allen deutschen Frauen
Und keine ward so hoch wie Du beglückt!
Sie alle durften nur verehrend aufwärts schauen;
Als Gattin hat er Dich ans Herz gedrückt:
Den Kaiser liebten sie, des Volkes Schutz und Wehr –
      Dir war er mehr!

Dich traf der größte Schmerz von allen deutschen Frauen,
Solch Leid ward keiner sonst im Vaterland!
Wohl weinten sie, als ihm genaht des Todes Grauen,
Du sahst sein brechend Auge Hand in Hand.
Ach, allen starb in ihm der Kaiser mild und hehr –
      Dir starb noch mehr!

In ihren Kindern schenkt der Himmel Trost den Frauen,
Den Müttern, welchen er den Gatten nahm,
Und Muttersorge darf auf seine Gnade bauen,
So trau’ auf ihn in Deinem Muttergram!
Er spende seinen Trost der Trauer rings umher –
      Doch Dir noch mehr!