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Artikel „Sydow, Oskar von“ von Max Mendheim in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 37 (1894), S. 281–282, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Sydow,_Oskar_von&oldid=- (Version vom 12. Dezember 2019, 08:36 Uhr UTC)
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Band 37 (1894), S. 281–282 (Quelle).
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Sydow: Friedrich Bernhard Oskar v. S., der älteste Sohn des Schriftstellerpaares Friedrich und Wilhelmine v. S., wurde am 28. Januar 1811 zu Freiberg in Sachsen geboren, besuchte von 1821 bis 1830 das Gymnasium zu Erfurt, wohin sein Vater im J. 1816 als Capitän 1. Classe versetzt worden war, und bezog 1830 die Universität Berlin. Hier widmete er sich, besonders unter Schleiermacher’s und Neander’s Leitung, dem Studium der Theologie. Nachdem er sodann die üblichen Prüfungen bestanden hatte, wurde S. 1836 erster Lehrer an der königl. Töchterschule auf der Friedrichstadt und dem damit verbundenen Lehrerinnenseminar; 1839 kam er als Prediger und Schulinspector an die Militär-Knabenerziehungsanstalt nach Annaburg im Kreise Torgau und [282] schrieb hier bereits seinen erst im J. 1880 (Leipzig bei E. Ungleich) veröffentlichten „Tancred. Ein Lebensbild aus den Zeiten der Kreuzzüge“, in dem er in anmuthigem Gewande dichterischer Erzählung die geschichtliche Gestalt eines der Haupthelden des ersten Kreuzzuges darzustellen versucht. Im J. 1843 wurde S. dann Divisionsprediger in Erfurt, 1847 Militäroberprediger des 2. Armeecorps in Stettin und im October 1857 Superintendent und Pfarrer zu Altenkirchen auf Rügen, wo er am 13. Juli 1886 starb. Im J. 1868 hatte ihn die Universität Greifswald durch Ertheilung der Würde eines Doctors der Theologie geehrt. S. ist zwei Mal verheirathet gewesen: in erster Ehe, aus der ein Sohn und eine Tochter stammen, mit einer geb. v. Bülow, in zweiter mit einer geb. v. Hagen, die ihm noch 3 Knaben und 2 Mädchen gebar.