ADB:Schonefeld, Stephan von

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Schonefeld, Stephan von“ von Otto Beneke in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 32 (1891), S. 286, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Schonefeld,_Stephan_von&oldid=- (Version vom 26. September 2020, 06:34 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Schöne, Gustav
Band 32 (1891), S. 286 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Stephan von Schönefeld in der Wikipedia
GND-Nummer 128899573
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|32|286|286|Schonefeld, Stephan von|Otto Beneke|ADB:Schonefeld, Stephan von}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=128899573}}    

Schonefeld: Stephan v. S., auch Schonevelde und Schönfeld genannt, Arzt und Naturforscher, geboren in Hamburg um die Mitte des 16. Jahrhunderts. Im Jahre 1573, als er das Bürgerrecht erwarb, war er Magister; 1591 in Rostock Dr. med. geworden, erwarb er sich bald durch besonders schwierige und glücklich verlaufene Curen auch außerhalb Hamburgs ein großes ärztliches Ansehen. Mit dem nachherigen Hamburger Bürgermeister Hieronymus Vogler unternahm er eine größere wissenschaftliche Reise durch Deutschland, Oesterreich, Böhmen, Ungarn und Italien, von 1600–1616 lebte er nicht in Hamburg, sondern in Gottorp, wohin er als Leibarzt des Herzogs Johann Adolf von Schleswig-Holstein berufen war, seit 1616 aber wieder in Hamburg. Unaufhörlich mit naturwissenschaftlichen Studien beschäftigt, hatte er schon früh angefangen eine Naturgeschichte der Nord- und Ostsee- sowie der Elbfische zu verfassen, welche erst im J. 1624 gedruckt erschienen ist. Durch dieses Werk erwarb er sich den Ruhm eines der ersten Ichthyologen Deutschlands und als eines der berühmtesten Naturforscher seiner Zeit; dennoch ist das Jahr seines Todes unbekannt.

Gernet, Aeltere Medic. Geschichte Hamburgs, S. 136. – Hamb. Schriftstellerlexicon VI, 637–39 und die zu Ende dieses Artikels citirten biograph. Quellen.