ADB:Schöne, Friedrich Gottlieb

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Artikel „Schöne, Friedrich Gottlieb“ von Heinrich Pröhle in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 32 (1891), S. 285, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Sch%C3%B6ne,_Friedrich_Gottlieb&oldid=- (Version vom 20. Januar 2021, 06:37 Uhr UTC)
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Schöne: Friedrich Gottlieb S., Philolog. Er wurde am 9. November 1806 zu Gadegast bei Wittenberg geboren. Nach dem Tode seines Vaters, eines Predigers, kam er dreiviertel Jahre auf das hallische Waisenhaus, dann nach Wittenberg, wo er zwei Directoren als primus omnium des Gymnasiums beglückwünschte, obgleich Friedrich Ritschl sein Mitschüler war, der mit ihm 1825 abging. S. schloß sich in Halle an Reisig an, der der Ueberlieferung unter seinen begeisterten Schülern nach durch seine Liebe zu Italien und das dortige Klima einen allzufrühen Tod fand. 1829 lehrte S. am Gymnasium der Vaterstadt Wittenberg, wurde im Herbst Hülfslehrer in Stendal unter Haacke, dem Verfasser eines damals viel verbreiteten geschichtlichen Handbuches, und kam 1838 nach Halberstadt, wo er besonders durch seinen seelenvollen Unterricht im Griechischen Bedeutendes wirkte. Dieser schloß sich besonders gut an seine in demselben Jahre erschienene Auswahl aus Lucian’s Schriften zum Schulgebrauche an. In ähnlicher Weise dürfte er später als Director die von ihm veranstaltete Auswahl von Tragödien des Euripides (1851–1853) für den Schulgebrauch verwerthet haben. Seit dem 12. August 1839 war er Director in Herford. Hier mußte er für das Fortbestehen des Gymnasiums thätig sein, aber auch in dieser schwierigen Lage gewann er alle Herzen durch die milde Freundlichkeit, die sich bei ihm mit gründlicher wissenschaftlicher Bildung vereinigte. Er hoffte mit seiner Familie in eine etwas bessere Lage zu kommen, indem er nach Stendal zurückkehrte, wo er am 7. April 1857 das Directorat antrat, aber schon am 7. September 1857 starb.

Vergl. die Osterprogramme der Gymnasien zu Herford und zu Stendal von 1858.