ADB:Sanden, Bernhard von (1666 bis 1721)

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Artikel „Sanden, Bernhard von“ von Karl Alfred von Hase in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 30 (1890), S. 343–344, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Sanden,_Bernhard_von_(1666_bis_1721)&oldid=- (Version vom 9. Juli 2020, 17:05 Uhr UTC)
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Sanden: Bernhard v. S., der jüngere, Sohn des Vorgenannten, nachmals gleichfalls Oberhofprediger zu Königsberg i. Pr. Er war geboren am 4. Mai 1666 zu Königsberg, wurde 1686 zu Leipzig Magister und machte dann gleichwie einst sein Vater eine dreijährige Studienreise durch Deutschland, Italien, Holland und England. Zurückgekehrt nach Königsberg hielt er philosophische und theologische Vorlesungen, wurde 1695 Licentiat und außerordentlicher Professor, 1696 Doctor und 1699 Professor der Theologie. Im Jahre 1703 wurde er Pfarrer an der Löbenichtschen Kirche, 1708 Pfarrer am Dom, 1709 an der Schloßkirche Oberhofprediger. Bei der Jubelfeier der Reformation am 31. October 1717 hielt er als Prof. prim. auch in der Universität die Festrede. Er starb am 22. Januar 1721.

[344] Außer 48 Dissertationen (cf. Unschuldige Nachrichten z. Jahre 1728 S. 885), 12 Festprogrammen und 20 gedruckten Predigten hat er herausgegeben: „Eine Auslegung der Sonn- und Festtäglichen Evangelien“ 1711; „Fundamenta Theol. positivae“ 1713; „Quaest. bibl. ex Genes.“ 1716; „Unterricht vor die Jungen und Einfältigen in der Gemeinde von dem zweiten evang.-luth. Kirchenjubiläo“ 1717; „Abfertigung 24 lügenhafter päpstischer Lehren“ 1719; „Kurze und deutliche Anweisung wie der Catechismus Dr. M. Lutheri etc.“ 1719; neue und vermehrte Ausgabe der Theol. positiva seines Vaters 1720; 79 seiner Leichenpredigten erschienen in seinem Sterbejahr 1721 unter dem Titel: „Fasciculus Viventium“. Außerdem inedita cf. Unschuldige Nachrichten z. Jahre 1728 S. 895.

Arnoldt, Historie der Königsberger Universität II, 166. – Jöcher, Gelehrtenlexikon.