ADB:Puchelt, Friedrich August Benjamin

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Puchelt, Friedrich August Benjamin“ von August Hirsch in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 26 (1888), S. 684, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Puchelt,_Friedrich_August_Benjamin&oldid=- (Version vom 27. September 2021, 21:39 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Primislaus I.
Nächster>>>
Puchsbaum, Hans
Band 26 (1888), S. 684 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Friedrich August Benjamin Puchelt in der Wikipedia
GND-Nummer 116307110
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|26|684|684|Puchelt, Friedrich August Benjamin|August Hirsch|ADB:Puchelt, Friedrich August Benjamin}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=116307110}}    

Puchelt: Friedrich August Benjamin P., Arzt, ist am 27. April 1784 zu Bornsdorf (bei Luckau in der Lausitz) geboren. Er hatte in Leipzig Medicin studiert, war daselbst 1811 zum Doctor promovirt worden und habilitirte sich noch in demselben Jahre an der dortigen medicinischen Facultät als Privatdocent. Im Jahre 1812 errichtete er eine Poliklinik, wurde 1815 zum Prof.extraord., 1820 zum Prof. ord. der Pathologie und Therapie ernannt und folgte dann einem Rufe als Professor der Pathologie und Director der med. Poliklinik nach Heidelberg, wo ihm 1838 der Titel eines Geh. Hofrathes verliehen wurde; 1852 legte er seine akademische Stellung nieder und ist am 2. Juni 1856 gestorben. – Seine litterarischen Arbeiten, von welchen als die bedeutendsten, bez. umfangreichsten „Das Venensystem in seinen krankhaften Verhältnissen“ (1818, in 2. Aufl. 1843), ferner „Beiträge zur Medicin als Wissenschaft und Kunst“ (1823) und „Das System der Medicin im Umrisse dargestellt“ (2 Thl. in 5 Bänden 1825–32. 2. Aufl. 1835) genannt werden mögen, tragen durchweg einen rationalistisch-dogmatischen Charakter und sind längst der Vergangenheit anheimgefallen. Ein größeres litterarisches Verdienst hat er sich um die Mitherausgabe der seit 1825 erschienenen „Heidelberger klinischen Annalen“ erworben, in welche er eine Reihe klinischer Berichte niedergelegt hat, die nicht ohne Interesse sind. – Als Lehrer hat sich P. großen Beifalles erfreut. – Ein Verzeichniß seiner Schriften findet sich in Callisen, Med. Schriftsteller-Lexikon, Bd. XV, S. 252–55 und XXXI, S. 317–18.