Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Pasch, Georg“ von Carsten Erich Carstens in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 25 (1887), S. 192, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Pasch,_Georg&oldid=- (Version vom 21. Februar 2020, 01:31 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Parys, Wilhelm van
Nächster>>>
Pasman, Hieronymus
Band 25 (1887), S. 192 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Georg Pasch in der Wikipedia
GND-Nummer 124828256
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|25|192|192|Pasch, Georg|Carsten Erich Carstens|ADB:Pasch, Georg}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=124828256}}    

Pasch: Georg P., gelehrter Theolog. Er war am 23. September 1661 in Danzig geboren. Nach des Vaters frühem Tod sandte ihn die Mutter nach Graudenz. Hier hatte er Gelegenheit die polnische Sprache zu erlernen, so daß er später darin Unterricht ertheilen und predigen konnte. 1678 kam er nach Danzig zurück, vollendete hier den Gymnasialcursus und bezog dann die Universität Rostock, um Theologie zu studieren 1681. Im folgenden Jahre ging er nach Wittenberg, wo er 1684 Magister ward. Seine Lehrer waren hier Calovius, Quenstedt und Dassovius. Er habilitirte sich hier zunächst als Privatdocent und ward 1686 Adjunct der philosophischen Facultät. Er trat darauf eine gelehrte Reise an, besuchte Altorf, Tübingen, Straßburg, Gießen, ging dann nach Kopenhagen, von da nach Holland, Frankreich, England, kam wieder zurück nach Wolfenbüttel, Helmstädt und ließ sich endlich in Kiel nieder, das er schon von Rostock aus kennen gelernt hatte. 1689 ward er hier zum Professor der Moral ernannt, 1701 zugleich zum Professor der Logik und Metaphysik, dazu 1703 auch zum Professor „der geoffenbarten d. h. der in der Bibel enthaltenen Philosophie“, 1706 kam er als extraordinarius in die theologische Facultät, wogegen er die Professur der Moral an Kortholt abgab. Einen Ruf als Kirchenrath und Pastor nach Wismar hatte er abgelehnt. In den letzten Jahren las er neben praktischer Theologie auch natürliche Theologie und Dogmatik. Von seinen Schriften sind etwa zu erwähnen: „De operationibus daemonum“, 1684, „De curiosis hujus seculi inventis“, 1695, „Ed. 2a“, 1700, (vgl. Niceron, Nachr. v. berühmten Gel. VII, 331) – dann auch „Brevis introductio in rem literariam, pertinentem ad doctrinam moralem“, 1706, „De variis modis moralia tradendi liber“, 1707. Er starb erst 46 Jahre alt am 30. September 1707.

Moller, Cimbria litt. II, 610. – Jöcher. – Niceron, Nachr. VII, 329. – Schwarze, Nachr. v. Kiel S. 373. – Bouginé IV, 562. – Thieß, Gelehrtengesch. d. Univ. Kiel I, 234. – Carstens, Gesch. der theol. Facultät Kiel, S. 12.