Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Par“ von Karl Ernst Hermann Krause in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 25 (1887), S. 165, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Pahr&oldid=- (Version vom 21. Februar 2020, 09:49 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Pappus, Leonhard
Band 25 (1887), S. 165 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg OFF in der Wikipedia
GND-Nummer 133330125
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|25|165|165|Par|Karl Ernst Hermann Krause|ADB:Pahr}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=133330125}}    

Par: drei Brüder, Franz, Johann Baptista (oder Hans) und Christoph P., auch Pahr oder Parr genannt, waren als Baumeister der Herzoge von Mecklenburg zwischen 1558 und 1573 an Bauten beschäftigt. 1558–1565 baute Franz das schöne Renaissanceschloß von Güstrow für Herzog Ulrich; seit 1562 gibt er auch Rath bei den Schweriner Bauten des Herzogs Johann Albrecht. Johann Baptista baute 1557–1572 für den Letzteren, holte auch selbst dazu Kalk aus Dänemark und Sandstein von Pirna. Er baute den Thurm zu Lübz und leitete seit 1558–1571 den Schloßbau in Schwerin, erbaute namentlich auch die Schloßcapelle, ebenso 1570 die alte Kanzel im Dome zu Schwerin und das fürstliche Renaissancehaus zu Fürstenberg. Johann Albrecht hielt ihn hoch, denn er ließ ihm ein Hofkleid „gleich den Hofjunkern“ reichen. Neujahr 1570 wurde er noch mit 220 Thlr. Gehalt für drei Jahre angestellt, trat aber doch schon 1572 mit Genehmigung des Herzogs in den Dienst des Königs von Schweden. 1578 kam er wieder nach Schwerin zurück. Christoph arbeitete auch seit 1558 neben Johann Baptista am Schweriner Schloß, dann neben Franz am Güstrower, 1563 kaufte er sich in Schwerin an. 1572 und 1573 heißt er dort „Baumeister“ und schuf im Dome den fürstlichen Kirchenstuhl, der jetzt „adelicher Chor“ genannt wird. 1573 hat er den Dienst des Herzogs verlassen. Die Brüder galten als Oberdeutsche.

H. Wilh. H. Mithoff, Mittelalterl. Künstler und Werkmeister. 3. Aufl. 1885. S. 242 ff. (nach Lisch, Jahrh. und Lotz, Statist. d. deutschen Kunst im MA.).